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Frage Wildschaden Grünland beheben

Dieses Thema im Forum "Traktor Stammtisch" wurde erstellt von zetor3340, 8.01.2018.

  1. zetor3340

    Lars zetor3340 Mitglied

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    Hallo zusammen,

    Habt ihr auch Probleme mit den Schwarzkitteln (Wildschweine) auf eurem Grünland?

    Wenn Ja, wie repariert ihr die Schäden?

    Bei mir sind jetzt wieder knappe 2 ha umgedreht, bisher wurde es dann mit der Wiesenschleppe über kreuz (also 2x drüber) und dann gemulcht, anschließend noch nachgesät und gewalzt.

    Ich bin nur nicht so ganz zufrieden, die Löcher bekommt man ja nicht mehr so richtig zu und Wender bzw. Schwader holen dann zuverlässig den Dreck mit ins Heu, trotz dass hoch gemäht wird und auch die übrigen Maschinen relativ hoch eingestellt sind. Ich lasse da lieber "2 Halme" auf dem Feld als übermäßig Dreck im Heu zu haben.
    Der Verschleiß am Mulcher ist natürlich auch beachtlich...

    Habt ihr Erfahrung mit Kreisgrubber oder Fräse oder Ähnlichen Maschinen?

    Viele Grüße

    PS: Wenn ich am Wochenende auf der Fläche bin gibt´s auch Bilder
     
  2. frieda

    Michael frieda Zetor Experte Mitarbeiter

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    Ich denke Kreiselgrubber und Fräse werden zu aggressiv arbeiten.
    Wir haben solche Flächen wie von dir beschrieben auch mehrmals diagonal bearbeitet. Allerdings mit einer Scheibenegge. Über die Nachläuferwalze konnte man die schön auf 2 - 3 cm Arbeitstiefe einstellen. Es wurde so lange gefahren bis die Wiese/Weide annehmbar eben war. Dann Drillmaschine mit Packer zum andrücken oder einfache Drille und Saatgut leicht einschleppen. Wachsen lassen. Fertig. (Bis die Schweine wieder kommen... :D)
     
  3. 3011Major

    Tony 3011Major Mitglied

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    ich hab sie im Wald.:wut5
    Ist zwar nicht sooo ärgerlich wie auf einem Feld aber die Wege sind so umgegraben wie wenn man mit einem Kultivator durch fährt.:argh
     
  4. Joachim

    Joachim Joachim Fleißmeise Mitarbeiter

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    Gegen einen guten Kreiselgrubber, richtig eingestellt, wäre mMn. wenig einzuwenden.

    Nicht zu tief, Drehzahl niedrig (bei Amazone konnte man das schön einstellen) und wenn man es richtig gemacht hat, dann reicht eine Überfahrt. Wir haben damit früher, wo das noch erlaubt war, Wiesen umgebrochen und Unland nutzbar gemacht. Früher - also in den 90igern. Man bin ich alt... :(
     
  5. Napi

    Peter Napi Mitglied

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    Nein WEISE :greis: :trost: :wech
     
  6. zetor3340

    Lars zetor3340 Mitglied

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    Mit dem Kreiselgrubber macht man dann aber auch einen Totalumbruch und keine Reparatur, oder?
    aber wenn es der Sache dienlich ist, warum nicht.
    Ärgerlich ist es eben, wenn die Sauen im frisch reparierten gleich wieder ihr Unwesen treiben.

    Letztes Jahr war ich bis Ende April 5x (!) mit dem Mulcher auf der Fläche bis sie nicht mehr kamen :schlecht:
     
  7. frieda

    Michael frieda Zetor Experte Mitarbeiter

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    Dann steht als erstes hier die Frage, ob du einen Agrarförderantrag stellst und wie groß die "umzubrrechende" Fläche ist.
    Bekommst du Fördermittel und die Fläche ist größer als 0,5 ha, dann musst du auf jeden Fall vor Umbruch eine Genehmigung einholen.
    Je nach Grünlandkulisse auf der Fläche ist Umbruch sogar gänzlich untersagt. Dann bleibt nur Reparatur, sprich Nachsaat.
    Achtung das Thema ist CC-relevant! :lala

    Stellst du keinen Fördermittelantrag, dann kannst du schon mal nicht sanktioniert werden. Es gelten dann aber ggf. andere Gesetze und Regelungen.
    Daher, vor Umbruch besser die entsprechenden Stellen fragen (evtl. anonym). ;)
     
  8. zetor3340

    Lars zetor3340 Mitglied

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    Daher die Frage, Michael.

    Das ist hier alles Dauergrünland mit entsprechender Förderung, Umbruch ist hier nur noch mit Ausnahmegenehmigung möglich.

    Ein Kollege meinte kürzlich, dass er bei einer Betriebskontrolle Probleme bekommen habe, wegen den heftigen Schäden, das wäre keine Bewirtschaftung "nach guter fachlicher Praxis". Wenn das CC-geahndet werden kann wird mir mulmig... :bibber
     
  9. frieda

    Michael frieda Zetor Experte Mitarbeiter

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    Na für die Schäden kannst du ja nichts. Da müssen die Jäger ran.
    Das ist nachvollziehbar, bringt die aber meines Wissens nach keine Probleme mit CC. Wenn du nicht bewirtschaften kannst wie im Antrag angegeben, kann man dir die "nicht fachgerecht bewirtschaftete" Fläche abziehen. Gibt weiniger Prämie. Dafür würde ich dann aber auch bei Jagdpächter/Jagdgenossenschaft Wildschadensausgleich fordern.

    CC-relevant wird es erst, wenn du Maßnahmen durchführst die in der Förderkulisse nicht zulässig sind oder wenn du ohne die benötigte Anzeige/Genehmigung Maßnahmen durchführst.
    Mein Tipp: Schäden dokumentieren oder die Leute vom Amt gleich mal auf die Fläche bestellen und reden was man machen kann ohne in eine Sanktionierung zu kommen. Lass dir das am besten schriftlich geben oder schreib ein Protokoll zu dem Termin und lass es dir unterschreiben. Ggf wirst noch an andere Behörden (z.B. untere Naturschutzbehörde) verwiesen, da die ja teilweise mitreden. Daher Cross Check.

    Wichtig: Mach das vor der Antragsabgabe am 15.Mai.
     
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  10. zetor3340

    Lars zetor3340 Mitglied

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    Guter Einwand...aber das hat hier glaube ich noch keiner gemacht, ohne Probleme bisher.

    Aber sicher ist sicher, zumal ich auf dem Flurstück dieses Jahr so oder so mit der Naturschutzbehörde zugange sein werde wegen des neuen Heulagers.

    Viele Grüße
     
    Zuletzt bearbeitet: 9.01.2018
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  11. Zetortraktor

    Oliver Zetortraktor Mitglied

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    Oliver
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    Zur Info. Wildschäden an landwirtschaftlich genutzten Flächen müssen laut Jagdgesetz innerhalb einer Woche nach Kenntniserlangung bei der zuständigen Gemeinde schriftlich angemeldet werden. Wildschäden an Baumbeständen sind bis zum 01. Mai bzw. zum 01. Oktober schriftlich zu melden. Erstattungspflichtig bei Wildschäden ist gem. Jagdgesetz die Jagdgenossenschaft. Diese hat aber in den meisten Fällen die Übertragung der Wildschäden auf den Jagdpächter mittels des Jagdpachtvertrages vereinbart. Wenn man den Jagdpächter kennt sollte man zunächst mit diesem Kontakt aufnehmen und die Sache mal abklären. Meist ist eine gütliche Einigung sinnvoll.

    Am Besten ist es, ihr macht es wie ich und habt aktiven Einfluss auf die Ursache ;). Zudem ist es das gesündeste Schweinefleisch was es gibt. (Außer Keiler zu dieser Jahreszeit :wtf)
    Wer weiß was da noch auf uns zukommt wenn die ASP die Grenze überquert. Dann sind auch für die Sauen die schönen Zeiten vorbei.
     
    Zuletzt bearbeitet: 10.01.2018 um 20:28 Uhr
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  12. zetor3340

    Lars zetor3340 Mitglied

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    Weidmannsheil Oli,

    Absolut korrekt, das Verfahren ist bekannt, bin selbst auch Jäger. :like

    Das mit der ASP wird auch noch eine Nummer werden, es wird ja jetzt schon nach Saufängen etc. geschrien.
    Das schöne ist dabei, dass die, welche diese Sauereien verlangen, garantiert nicht die Drecksarbeit dort machen werden und die Effizienz dieser Anlagen ist ja auch nach den ersten "Massakern" dahin.

    Wenn die ASP wirklich kommt so wie es gerade überall prophezeit wird ist auch mit Wildschäden erstmal Ruhe danach.

    Ist aber wie so oft, wenn die Natur sich selbst regulieren kann tut sie es, würde nicht die ASP kommen käme auf kurz oder lang eine andere Seuche, mMn sind die Bestände schon zu lange viel zu hoch, bei Rot oder Rehwild hätte man schon längst die Abschusszahlen drastisch erhöht, aber die Sauen machen ja im Forst keinen Schaden.

    Zur Info: ASP hat eine Überlebensrate der befallenen Tiere von unter 10%. Da wird von den Sauen nicht viel übrig bleiben.
     
    Zuletzt bearbeitet: 11.01.2018 um 07:34 Uhr
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  13. take_it_1999

    take_it_1999 Mitglied

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    5211 und einen Menge Probleme daran
    Hallo,

    Wenn du es gemeldet hast ist doch schon erstmal alles i.O. Wenn Wildscheine da waren kommen die auch bis Ende März bestimmt nochmal wieder, also erst dann mal gucken was man macht. Evtl. bleibt dir nur der Umbruch und die Neuansaat übrig. Dann kurze mit dem Landwirtschaftsamt besprechen und vor allem von der Jagdgenossenschaft entschädigt werden, wenn es wirklich so großer Schaden ist.

    Achja bei uns kommt hin- und wieder ne Keiler in diverse Wiesen rein. Der macht meist mehr Arbeit als so ne Horde. Der dreht etwa 3/4 m² um, geht 4 Meter weiter und wieder, und wieder und wieder. Da ist die Reparatur alles Handarbeit.
     
  14. zetor3340

    Lars zetor3340 Mitglied

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    Lars
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    Es ist ja nicht so, dass wir das erste Mal Schaden haben und diesen wieder herstellen.

    Ich bin nur mit dem bisherigen Ergebnis nicht ganz zufrieden, es bleibt eben doch Jahrelang eine Buckelpiste, zumal meist auch immer wieder die gleichen Stellen umgedreht werden.

    Wieso läuft der Keiler bei euch noch? Wird auf den Flächen nicht gejagt? So n Keiler ist doch den ein oder anderen Ansitz wert, also mir zumindest :lala:D
     
  15. take_it_1999

    take_it_1999 Mitglied

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    5211 und einen Menge Probleme daran
    Doch die Flächen werden bejagt, aber der Jagdpächter sitzt immer dann wenn der Kailer nicht da ist. Außerdem hat er noch ein weiteres anschließendes Jagdrevier. Auf jeden Fall macht ein Keiler im Grünland deutlich ärger.

    Achso in anderen Fällen verwende ich lokal eine Bodenfräse und mach dass alles schön klein. Danach kommt eine Deckfrucht (meist ein Sommergetreide ziemlich dick gesät) und eine Grasmischung auf die Fläche. Hat bisher immer funktioniert, aber auch das macht Arbeit auf die man nicht unbedingt wartet oder?
     
  16. zetor3340

    Lars zetor3340 Mitglied

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    Wartet tut man da wirklich nicht drauf .

    Warum säst du zu erst simmergetreide ? Wegen schnellerem auflaufen ?
     
  17. Dettl

    Detlev Dettl 50 Super Auskenner

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    Hallo Lars!

    Jetzt mal anders herum gefragt.
    Welche Geräte und Maschinen stehen Dir, ohne etwas leihen zu müssen, für eine solche Wiesenreparatur zur Verfügung?
    Mit einfacher Schleppe und dem Mulscher, der dann sehr tief eingesetzt, als Bodenbearbeitungsgerät herhalten muß, wird das nicht richtig was. Den Verschleiß daran kann ich dann gut verstehen. :argh

    Eine nicht zu tief eingestellte Kreiselegge, mit dann aber angepasster integrierter Schleppe, wäre bei gemächlicher Fahrt, meine Auswahl.
    Man könnte sie partiell ablassen und ausheben und damit Saatgut (Grassamen und dessen Gemenge) an den betreffenden Stellen ausbringen. Die dann reparierten Stellen, gegebenenfalls auch die komplette Fläche, sind zu walzen.
    Je nach Schaden und Bodenbeschaffenheit sollte schon ein befriedigendes Ergebnis zu erzielen sein.

    Warum Sommergetreide als Deckfrucht?

    Der Landwirt spricht bei der Aussaat von nur Gras (oder Klee) im Frühjahr von einer Blanksaat.
    Blanksaaten gelingen in der Regel nicht so recht, da eher gesät wird, als die Keimtemperatur der Gräser- und Kleesaaten erreicht ist. Unkräuter laufen eher auf und behindern oder hemmen die Nutzgräser im Aufgang.
    Das Sommergetreide hingegen geht schnell auf,... i.d.R. 14 Tage..., hemmt die Unkräuter und schafft für die Untersaat bessere Bedingungen. Es schützt so als Obersaat deren langsamere Entwicklung.
    Natürlich hemmen die Obersaaten auch die auflaufenden Gräser, aber nach dem Ernten, oder vielleicht vorzeitigem Mulschen der Deckfrucht ;) , steht der Entwicklung der "Hauptfrucht" nichts im Wege.
    Zur Heugewinnung taugen solche Misch- Masch Bestände dann allerdings nicht. Aber eine Silorolle sollte sich schon davon bereiten lassen. :)
     
  18. zetor3340

    Lars zetor3340 Mitglied

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    Wieder was gelernt, Danke :like
    Mit Grünland bin ich mittlerweile recht firm, aber Ackerbau gibt's hier nicht.
    Entsprechend ist auch keine Maschinerie vorhanden.
    Mit der kreiselegge hatte ich schon öfter gehört und gelesen, aber hier haben alle nur einen schweren mulcher, damit geht's drüber und fertig ist...
    Ich hab ja auch nur einen leicht gebauten, eben um nur die Flächen im Herbst zu pflegen und nach beweidung sauber zu machen.
    Extra Maschinen anschaffen oder einen schweren mulcher will ich nicht, lohnt bei 18ha einfach nicht...

    Ich hab noch eine Idee, die probiere ich mal aus und berichte, aber vor Mitte April passiert erst mal gar nichts
     

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