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Frage Zetor Türbolzen abgebrochen - was nun?

Dieses Thema im Forum "Zetor 2011 - 7341 Major (UR1)" wurde erstellt von Kubota40, 9.11.2018.

  1. Kubota40

    Kubota40 Mitglied

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    Hallo zusammen,
    heute Abend mal wieder ein kleines Problemchen mit meinem 7045. Ich wollte gerade aus dem Schlepper steigen, als ich die Tür mehr oder weniger in der Hand hatte. Ein Bolzen der Tür ist gebrochen. Ich hatte leider keine Zeit mehr den Schaden genauer zu begutachten... Wenn ich richtig gesehen habe, ist ein "Stehbolzen" verbaut, und die Tür wird auf den Bolzen "aufgesteckt". Jetzt habe ich also einen gebrochenen Bolzen den ich irgendwie aus dem Schlepperscharnier bekommen muß. Ausbohren? Aber sicher gehärteter Bolzen also schwer möglich... Hat schon jemand diese Reparatur machen müssen? Bevor ich morgen da ran gehe, habe ich gedacht ich frage hier mal nach, dann kann ich morgen gezielt dran gehen...
    Viele Grüße
    Andreas
    P.S.: Ich gehe davon aus, dass ich den Schaden selbst provoziert habe, ich bin im Sommer viel mit nach vorn geöffneten Türen gefahren, die ich mit einem Spanngurt über die Motorhaube hinweg zusammengespannt habe..
     
  2. Dalton

    Raymond Dalton Mitglied

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    Hallo

    Kenne den 7045 nicht näher , aber ich vermute mit 'ne Bohrmaschine drann kommen wird nicht gehen wegen der Grösse des Bohrfutter . Vermute auch das die Scharniere sich nicht ausbauen lässt und aufheitzen wird den Lack verbrennen . Durchschlag und Hammer wird wohl die Lösung sein in dem du konterst mit einen dicken Hammer .
     
  3. frieda

    Michael frieda Zetor Experte Mitarbeiter

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    Wenn deine Türen nicht anders aufgehanhgen sind wie an der "großen" Kabine, sollte der Bolzen nur ins Scharnier gesteckt sein.
    Dann, wie @Dalton es schreibt, Bolzen ausschlagen und ersetzen. Dazu wird der neue Bolzen durch die Scharnierhälften gestckt und unten aufgeweitet damit er nicht nach oben heraus wandert.

    Zeig uns morgen mal ein Foto von der Bruchstelle.
     
  4. Joachim

    Joachim Joachim Fleißmeise Mitarbeiter

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    Jupp... so wirds sein. Häng die Türen das nächste mal lieber gleich aus, machen andere auch so. :)

    Ausschlagen ist nicht, da mMn. die Bolzen wirklich nur drinstecken (von oben) und von unten ist nichts mit durchschlagen. Die breiten Kabinen kamen aus Tschechien, die schmale von ihm aber aus der Slovakei - zwei Herstellerbetriebe. jedenfalls sind meine unten zu.

    Also ausbohren und am besten nicht zu groß, damit der neue Bolzen nicht klappert und damit die ganze Tür. Dann das angeschweißte Scharnierteil oberhalb etwa 2cm mit der Flex (breite Scheibe bis zur Bohrung einscheiden, dann einen neuen Bolzen rein (oder eine passend abgesägte 10.9er M8er Schraube (oder wars M10?) rein stecken und den Schlitz mit der Schraube/dem Bolzen verschweißen und den Schnitt dann auch zuschweißen.
    So hab ichs am 5011 vor 3 Jahren gemacht und das hält. :like
     
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  5. Baikal

    Baikal Mitglied

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    Hallo Andreas,
    gleiches hatte ich an der kleinen Kabine. Der untere Stehbolzen war abgebrochen. Aus dem Schanier ging der Restbolzen noch recht einfach raus, da man mit der Bohrmaschine gut ran kam. Der Stehbolzen ist an der Kanibe angeschweißt, besser der Rest von ihm. Ich konnte den Rest von unten durchbohren. Dort habe ich dann eine lange Schraube von oben durchgesteckt. Und die Tür schließt wieder. Der alte Bolzen war im Schanier festgerostet und dann sauber abgeschert. Ich denke das bekommst du hin. Ein neuen Stehbolzen wollte ich auch nicht anschweisen, weil im Rahmen der Kabine auch noch die Kühlerschläuche verlaufen, usw..
    Gruß
    Baikal
     
  6. Joachim

    Joachim Joachim Fleißmeise Mitarbeiter

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    ... ich meinte das so:
    upload_2018-11-10_22-54-16.png
    Tür aushängen, am senkrechten roten Strich ca. 2 cm mit der Flex einschneiden, dann nen neuen Bolzen aus einer passenden Schraube einstecken und anschließend diesen durch den Schnitt verschweißen.
    Beim Zetor 7045 sind die Heizungsleitungen mWn. noch aus Stahlrohren und selbst bei Gummischläuchen würde bei besagter Methode diesen nichts passieren. Ich habe es bei meinem 5011 genau so gemacht ohne das da was zu viel Hitze bekäme. Es wird ja nicht das ganze Scharnier neu angeschweißt, sondern nur der Bolzen im unteren Scharnierteil neu befestigt.

    Würde man das ganze untere Scharnierteil neu anschweißen, dann müsste man zuvor die Heizungsschläuche ziehen (geht mit Talkum/Babypuder) und nem langen Draht sehr einfach übrigens. :)

    Die Scharniere sind laut Wartungsplan auch regelmäßig zu schmieren bzw. ölen. :lala
     
  7. Kubota40

    Kubota40 Mitglied

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    Hallo,
    wie Joachim richtig schreibt, ist es nicht möglich den Bolzen von unten auszutreiben. Da der Bolzen sicher härter als das Scharnier ist, hatte ich vor von unten ein kleineres Loch durch den Boden des Scharnier zu bohren, und dann mit einem relativ dünnen Austreiber den Bolzen auszutreiben. Dann einfach den neuen Bolzen von oben wieder rein..
    Vielen Dank für die vielen Tipps, ich werde euch dann schreiben wie es dann geklappt hat.... Zur Ergänzung zu meinem Thema mit dem Zugmaul - das Zugmaul ist gekauft und auch schon da, der Lagerbock hat leider eine längere Wartezeit. Der Händler nimmt das Alte dann in Zahlung.
    Ich werde dann auch hier mit entsprechenden Bildern euch auf dem laufenden halten.
    Grüße
    Andreas
     
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  8. Kubota40

    Kubota40 Mitglied

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    Hallo,
    ich denke nun, dass das ganze Scharnier aus einem Stück Rundmaterial gedreht ist...
    20181112_194328.jpg
    Ich wollte den Bolzen ausbohren, aber das Material ist so weich, da ist sicher kein gehärterer Bolzen eingepresst.
    Also muß ich wohl jemand finden der mir da ein Ersatzscharnier aus Vollmaterial dreht, dann das Alte abflexen ein neues Scharnier anschweißen. Mit den Heizungsschläuchen im Kabinenholm wird es hoffentlich gutgehen...
    Grüße
    Andreas
     
  9. Joachim

    Joachim Joachim Fleißmeise Mitarbeiter

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    Hmm... dann war bei meiner Kabine vielleicht schon mal einer dran und hatte ausgebohrt. Warum baust du dir das Teil nicht selbst? Für den unteren Teil ein dickwandiges Rohr oder eben Vollmaterial Rundeisen (solche Stärken gibts bei uns im Bauhaus Baumarkt). Das Rundeisen bohrst du dir in der Ständerbohrmaschine hohl (komplett durch!) und dann nimmst gehärteten Rundstahl (Ebay, Meterware) und steckst den rein, verschweißt ihn unten und fertig.
    Wegen dem Einstich am oberen Ende würde ich mich nicht verrückt machen, ich hab noch nie ne Tür nach oben heraus fliegen sehen... ;)

    Vorteil - wenn der Bolzen mal wieder bricht, bohrst den von unten her ab und schlägst ihn nach oben raus. Neuen rein, unten anschweißen, fertig.
     
  10. Kubota40

    Kubota40 Mitglied

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    Hallo Joachim, habe ich mir auch schon so ähnlich gedacht, hat dann auch den Vorteil, dass der bolzen dann gehärtet sein kann. Einen gehärteten Bolzen im richtigen Durchmesser zu bekommen ist kein Problem. Im Prinzip könnte ich sogar versuchen "freihändig" ein entsprechendes Loch in das Scharnier zu bohren und dann einen gehärteten Bolzen einzusetzen. Den Einstich für den Sicherungsring brauche ich wie du schreibst sicher nicht. Wenn das dann zu krumm geworden ist - das Gleiche nochmals aber dann auf der Ständerbohrmaschine und neu angeschweißt.
     
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  11. Axl

    Axl Mitglied

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    Du könntest dir ja auch eine Art Bohrschablone auf der Ständerbohrmaschine bauen, die du hinzwingst und dadurch nicht ganz freihändig bohren musst.
    Könnstest z.B. mit einem eingesteckten Rundmaterial sauber ausrichten, dann festmachen und dann bohren.
     
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  12. M38A1

    Micha M38A1 Mitglied

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    Und was spreicht gegen eine Verbindungsmutter ? Diese vielleicht noch abrunden damit des originaler aussieht.
    Als Bolzen dann eine Maschinenschraube in die Verbindungsmutter und den 6-Kant oben abflexen...
    Hier ein Bild vom lokalen Händler Layer Grosshandel damit klar wird was ich meine:
    https://shop.layer-grosshandel.de/picturecache/pb/vt/57285.jpg
     
  13. Kubota40

    Kubota40 Mitglied

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    Hallo zusammen,
    die Tür ist wieder eingebaut.... - Ich habe das gesamte Scharnier von unten (da stört nichts und ich konnte gerade bohren) mit einem 10mm Bohrer durchbohrt. Dann einfach einen geschliffenen und gehärteten Bolzen (Kosten: 1€) von unten eingeschlagen. Obwohl ich nur gebohrt habe, sitzt der Bolzen stramm wie bei einer Passung - Glück gehabt!
    Dann habe ich etwas Fett auf die Bolzen - Tür eingehängt - Sicherungsring auf den alten Bolzen - die Kunstoffabdeckungen drauf - fertig. _Die Tür bewegt sich so leicht wie vorher. Das alte Scharnier war so weich, dass ich ohne Probleme die 40mm durch das Vollmaterial freihändig mit einem Akkuschrauber das 10mm Loch bohren konnte. Ich hoffe nur, Zetor hat an anderen Stellen bessern Stahl verbaut.Viele Grüße und nochmals Danke für die Tipps
    20181113_151558.jpg 20181113_151535.jpg
     
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  14. Joachim

    Joachim Joachim Fleißmeise Mitarbeiter

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    Sieh es mal so - besser das Scharnier bzw, dessen Bolzen gibt nach als der Rahmen der Kabine oder der Türrahmen.
    Und ... wie viele Jahre hatte es nun gehalten? 34 ? ;)
     
  15. Baikal

    Baikal Mitglied

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    Hallo,
    so wie Andreas habe ich es auch gemacht. Nur an Stelle des gehärteten Bolzen, habe ich eine Schlossschraube genommen und den Kopf etwas kleiner gemacht. Geht auch. Und verlieren werde ich die Schruabe wohl kaum, es sei denn der Traktor liegt auf dem Dach, dann auch egal um die Schraube.
    Gruß
    Baikal
     
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  16. Hagen_p

    Karsten Hagen_p Mitglied

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    Hatten wir schon zweimal das Problem (natürlich an 2 unterschiedlichen Bolzen).
    Das erste mal war beim Kauf vom Zetor der Bolzen schon angebrochen und das zweite mal bin ich mit offenen Türen über Land und da hat es die Tür mit sehr viel Schwung zugehauen.
    Wir haben etwas von dem feststehendem Teil (wo der Bolzen dran war) weggenommen und ein Stück Rundstahl wieder dran gebruzelt.
    Jetzt läuft die Tür etwas über die Schweißnaht aber sie schließt und das ist das Wichtigste.
    Ist aber unschön zu reparieren diese Stelle.
    Besser wirklich Türen aushängen - so wie Joachim schrieb...

    Karsten
     
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