Frage Fußbremse wirkt einseitig

Markus N.

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Hallo an meinem 6340 ist die Fußbremse einseitig. Habe sie dann wie in der Bedienungsanleitung beschrieben nachgestellt. Nach 3km Fahrt war das gleiche wieder. Hab mir gedacht OK Fehler gemacht und nochmals von neuem eingestellt. Nun wieder nach 1 km Fahrt das gleiche. Wo liegt mein Fehler, muss ich evtl. drinnen bei der Bremse schauen ob etwas nicht passt?
Gruß Markus
 

Ruebe

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Kann einige gründe haben.
1. Luft im system bzw Radbremszylinder undicht. Oder auch der Geberzylinder.
Hast mal den Ausgleichsbehälter beobachtet? Geht dir da was flöten?

2. Trommel/Beläge verölt.
Vielleicht sifft es dir vom Getriebe her die Bremse voll.

3. Schlicht und einfach die Beläge verschlissen oder gar einer abgefallen.
Da hilft nur aufmachen.

Wie ist denn die einzelne Bremswirkung, also wenn du quasi die Pedale trennst. Bremmst denn jedes Rad für sich trotzdem vernünftig oder latscht du bei einem ins Leere?
 

Florian_7745

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Kann einige gründe haben.
1. Luft im system bzw Radbremszylinder undicht. Oder auch der Geberzylinder.
Hast mal den Ausgleichsbehälter beobachtet? Geht dir da was flöten?

2. Trommel/Beläge verölt.
Vielleicht sifft es dir vom Getriebe her die Bremse voll.

3. Schlicht und einfach die Beläge verschlissen oder gar einer abgefallen.
Da hilft nur aufmachen.

Wie ist denn die einzelne Bremswirkung, also wenn du quasi die Pedale trennst. Bremmst denn jedes Rad für sich trotzdem vernünftig oder latscht du bei einem ins Leere?
Achtung der 6340 hat Scheibenbremsen.
Bin mir jetzt nur nicht sicher ob der nicht sogar nasse Bremsen hat :denk2:

Hallo Markus, wie zeigt sich das die Bremse nicht geht?
Pedal fällt durch? Hast du nen Druckpunkt mit dem Pedal?


Wie Ruebe schon geschrieben hat, die Bremsflüssigkeit kontrollieren, wann wurde die zuletzt geprüft?

Kannst du mal Bilder machen, wo du was einstellst.
 

Markus N.

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@Ruebe Beim Ausgleichsbehälter ist mir nichts aufgefallen. Eine Undichtheit am Radbremszylinder ist mir nicht aufgefallen. Am Geberzylinder hab ich noch nicht geschaut.
Bremswirkung bei getrennten Pedalen ist nach dem einstellen gleich, nach der Fahrt war das linke normal und das rechte ging ins leere.

Achtung der 6340 hat Scheibenbremsen.
Bin mir jetzt nur nicht sicher ob der nicht sogar nasse Bremsen hat :denk2:

Hallo Markus, wie zeigt sich das die Bremse nicht geht?
Pedal fällt durch? Hast du nen Druckpunkt mit dem Pedal?


Wie Ruebe schon geschrieben hat, die Bremsflüssigkeit kontrollieren, wann wurde die zuletzt geprüft?

Kannst du mal Bilder machen, wo du was einstellst.
Die Bremse blockiert nach dem einstellen auf beiden Seiten. Nach der Fahrt blockierte nur noch die linke Seite. Links ist ein Druckpunkt vorhanden, rechts geht durch. Hier ein Bild aus der Beschreibung wo einzustellen ist und ich es auch getan habe. Mutter Nummer 3 mit 10NM anziehen und 1 Umdrehung lösen, bei Bedarf wiederholen steht drin. Aber wie oft wiederhole ich es?
 

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Florian_7745

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OK, da ist eine trockene Scheibenbremse verbaut.

Wenn du dann die Einstellung machst, dann geht die Bremse wieder?

Schaut so aus
 

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Florian_7745

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Das ist seltsam, Mess mal das restliche Gewinde von der Einstellschraube.
Kann es sein das sich die Mutter löst?


Wenn Luft im System wäre, würde es nach einer neuen Stellung auch nicht gehen, aber entlüften mal das System.
Soll ja eh alle 2 Jahre gemacht werden.
 

Markus N.

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Das ist seltsam, Mess mal das restliche Gewinde von der Einstellschraube.
Kann es sein das sich die Mutter löst?


Wenn Luft im System wäre, würde es nach einer neuen Stellung auch nicht gehen, aber entlüften mal das System.
Soll ja eh alle 2 Jahre gemacht werden.
An die Mutter hab ich auch vorhin Mal gedacht. Komme leider erst am Wochenende wieder zeitlich dazu. Stelle die Bremse nochmals ein und messe dann die Gewindelänge vor und nach der Fahrt. Mit entlüften des Systems muss ich erst noch schauen wie und wo das zu machen ist. Bin noch nicht so ganz vertraut mit der Technik am Zetor. Danke für die Tipps, poste das Ergebnis im Beitrag.
 

Florian_7745

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Das Bauteil in das die Leitung geht ist der Brems Zylinder, dort findest du auch den Entlüfternippel.
Einer sitzt auf dem Traktor und tritt die Bremse, einer macht die Entlüftung auf und wenn die Bremse durch gedrückt ist schließt man den Nippel wieder.
Natürlich auch immer den Behälter im Auge behalten und nachfüllen.

Die Kupplung dann auch gleich noch mit machen.
 

Joachim

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Bremse entlüften:
am Entlüfternippel (der sitzt bei deinem jeweils an der Außenseite, seitlich des Radbremszylinders (Bild von Florian) )
1652164544527.png
... eine Bremsenentlüfterflasche anschließen (gibts in der Bucht fürn schmalen Taler), z.B. diese:

Dazu den Entlüfternippel 1/2 Umdrehung lösen - mehr nicht, das muss reichen wenn er intakt ist.

Den Ausgleichbehälter muss die Hilfskraft im Auge behalten, der darf während des Entlüftens nie leer werden, immer vorher wieder auffüllen da sonst neue Luft ins System gelangt und man von vorne beginnen muss.

Wenn der Vorratsbehälter voll und die Entlüfterflasche dran ist am Entlüfternippel sowie ein Ringschlüssel bereits auf dem Entlüfternippel drauf ist, kann die Hilfsperson beginnen langsam zu pumpen (kein hektisches Gelaatsche!) und du beobachtest dabei hinten am Schlauch der Entlüfterflasche wie dort sicher schmutzige (dunkle) Bremsflüssigkeit und Luftbläschen ankommen und in die Flasche laufen. Vorratsbehälter im Auge behalten!!
Sobald die Brühe klar ist und keine Bläschen mehr kommen gibst du der Hilfskraft die Anweisung, das Pedal getreten zu halten und drehst jetzt den Entlüfter zu, wenn der zu ist, darf die Hilfskraft das Pedal los lassen.
Du ziehst die Entlüfterflasche ab und macht den Gummideckel wieder auf den Entlüfter drauf damit dieser nicht korrodieren kann.

Vorratsbehälter kontrollieren, und auffüllen, auf gehts zur zweiten Seite der Bremsanlage - gleiches Vorgehen.


Und damit du nicht aus der Übung kommst und dein Zetor nicht frühzeitig vermeidbare Probleme bekommt - machst du das fortan bei all deinen Traktoren alle 2 Jahre erneut um die Bremsflüssigkeit zu erneuern. Diese altert und kann Wasser ziehen (über Luftfeuchte oder direktes Wasser) und es kann sich Schmutz ansammeln - all das bekommt man durch einen Bremsflüssigkeitswechsel wieder mit raus und in den Griff.

Halbe Stunde Aufwand Stunde wenn man sich Zeit lässt und in der Regel kaum mehr wie 0,5 bis 1 L Bremsflüssigkeit nötig. Ich würde bei allen vor Proxima Zetor DOT3 statt DOT4 verwenden - DOT4 kann NBR Gummiteile angreifen und so beschädigen, DOT3 ist im Traktor nicht schlechter als DOT4 und auch nicht teurer.
 

zetor67

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Evtl sollte hier noch hinzugefügt werden das die Pedale beim entlüften nicht komplett bis Anschlag durchgetreten werden sollten. Fals ich es überlesen habe :lala
 

Joachim

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Ja, korrekt - zumindest bei alten Hauptbremszylinder und Kupplungsgeberzylindern. Da könnte der Dichtgummi auf Bereich stoßen die schon angekeimt (Rost) sind und dabei kaputt gehen und dann ist er undicht... Am einfachsten entlüften sich die Bremsen eh mit Überdruck. Da kann mans auch alleine machen.
 

Markus N.

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Ja, korrekt - zumindest bei alten Hauptbremszylinder und Kupplungsgeberzylindern. Da könnte der Dichtgummi auf Bereich stoßen die schon angekeimt (Rost) sind und dabei kaputt gehen und dann ist er undicht... Am einfachsten entlüften sich die Bremsen eh mit Überdruck. Da kann mans auch alleine machen.
Hallo, hab heute mal das entlüften versucht. Konnte leider hinten am Zylinder nichts ablassen. Weder durch Betätigen des Bremspedals noch durch entlüften per Unterdruck. Die rechte Seite macht nichts, kein Druckpunkt. Links ist gut und hat sich entlüften lassen. Wo muss ich weiter suchen? Gruß Markus
 

Joachim

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Frontlader absenken, Motorhaube auf und dann von da aus das Blech abbauen und dann auch von dort aus (halb liegend auf dem Motor) arbeiten.
Alternativ wie Stefan schon schrieb, innen das Amaturenbrett zerlegen...

Hast du aber hinten denn überhaupt erstmal den Entlüfternippel raus geschraubt und geschaut ob der offen ist und nicht zu gegammelt?
 
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