• 5. Zetor Traktor Treffen 2021

Frage Lenkhilfe am 5011 funktioniert nicht richtig

Ritzi 5011

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Guten Morgen zusammen,

ich bräuchte wieder mal eure Hilfe bzw.einen Fachmännische Rat.

vom einen Tag auf den Anderen geht die Lenkhilfe an meinem 5011 nur noch bei Vollgas.
Im Standgas ist gar keine Unterstützung mehr vorhanden.

Kurz zur Vorgeschichte der Lenkhilfe, vor ca einem Jahr habe ich einen neuen Dichtungssatz am Lenkzylinder verbaut. Nach der Reparatur bis jetzt auch keine Probleme.

Habe gestern den Druck am Lenkzylinder gemessen wenn er mit Vollgas auf Anschlag ist, Druck liegt ca. bei 55 bis 60 Bar. Im Standgas konnte ich keine Wert am Manometer Ablesen.
IMG_20200623_193223.jpg IMG_20200626_183128.jpg

Kann das sein das die Pumpe einen Schuss hat? Bei Vollgas ist die Funktion vom Lenkzylinder ja gegeben.

Hydrauliköl verwende ich HLP 46

wenn ihr einen Tipp hättet bevor ich wieder alles zerlegen muss wäre ich euch dankbar.

Gruß aus dem Hegau
 

Joachim

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Das Öl passt schon. HLP 46 oder 68 :like
Eventuell ist das Kupplungsstück zwischen Pumpe und Antrieb hinüber, dazu muss die Pumpe mal kurz weg gebaut werden.

Dicht ist er noch?
 

Ritzi 5011

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OK danke für den Tipp, das werde ich nächste Woche gleich mal abschrauben.

Ja Zylinder ist dich nur an der einen Verschraubung bisschen feucht
 
Wie sollte den das Kupplungsstück in neu aussehen? Hättest du da ein Bild dazu?
Dann hätte ich einen Anhaltspunkt.
 

Ritzi 5011

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Hallo nochmal,

hab gestern die Pumpe ausgebaut. Kupplungsstück sieht auch noch gut aus würde ich sagen.

IMG_20200704_130416.jpg

Hab die pumpe auch mal auf gemacht, dort war aber auch kein Verschleiß oder ähnliches zu sehen.
als ich die Pumpe dann wieder drin hatte war nach dem entlüften der Lenkung die Funktion wieder kurz normal aber nach ca. 5 min. Fahrt hat die Lenkhilfe wieder nur mit Vollgas unterstützt.

Kann es sein dass das DBV das an der Pumpe mit dran ist eine Fehlfunktion hat? kann ich den Abspritzdruck irgendwie prüfen?
die Feder vom DBV ist noch am stück und es waren 3 Drosselplättchen unterlegt. Plombe war noch dran bevor ich es auf gemacht habe.

Schönen Sonntag noch
 

Joachim

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Das DBV kann man mit einem Düsenprüfgerät und Adapter prüfen. :)
 

Ritzi 5011

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Auf welchen druck sollte das DBV eingestellt sein?

@Joachim hast du oder sonst jemand zufällig einen Schaltplan oder ein Funktionsschema der Lenkhilfe?
und paar Infos wo und wann welcher druck anliegen sollte
 

Joachim

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Was genau ist denn unklar?

Die Lenkhilfe ist eigentlich sehr simpel aufgebaut, die Pumpe saugt aus dem Tank das Öl, baut Druck auf der durch das DBV an der Pumpe begrenzt wird und dann durch den dünneren Schlauch zum Lenkzylinder geleitet wird. Im Lenkzylinder befindet sich ein integrierter Steuerschieber der im Ruhezustand das Öl einfach durch den dickeren Schlauch (der MUSS einen größeren Innendurchmesser haben !!! sonst funktioniert es nicht richtig) wieder zurück zum Tank leitet.
Wird der integrierte Schieber betätigt (durch Lenkbewegungen) dann geht während der Betätigung ein Teil bis der gesamte Ölstrom in den eigentlichen Zylinder und bewegt diesen.

Mehr ist es nicht. :)

Ein Schema ist auch in jeder Bedienungsanleitung zum 5211-7745 zu finden, im hinteren Bereich des Buches:
upload_2020-7-7_9-1-28.png

Wichtige Einstellmaße gibts aber an der Stelle nicht. Die findet man in den Büchern (CZ) von Frantisek Lupomech oder in den Werkstatthandbüchern.

Ich hab nun auf die Schnelle nur die Werte bis 6911 gefunden, der Rest in Klammern ist aus der Erinnerung, muss noch geprüft werden!)

Innendurchmesser Lenkzylinder: 50 mm
Arbeitshub: 250 mm
Ölfluss: 4-11 L/min
Arbeitsdruck: 75 bar ( wurde aber später auf erst auf 100 bar dann 120 bar erhöht!)

Lenkhydraulikpumpe:
Förderleistung bei 1200 Upm des Motors: 10 L/min (später erst auf 14 dann bis 16 L/min erhöht)
Max. Arbeitsdruck: 80 bar (später erst auf 100 und dann 120 bar erhöht)
DBV Einstellung: 100-110 bar (später auf 120-125 bar erhöht)

Das Korrekte Einstell- und Prüfverfahren der Lenkzylinder ist relativ komplex und teils nur auf Prüfständen machbar!
 

Ritzi 5011

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Vielen dank für die schnelle Info.

Ich will nur richtig verstehen wie das alles funktioniert damit ich den Fehler besser finden kann und nach dem Ausschlussverfahren alles überprüfen kann. :)

Der Zylinder sollte ja in Ordnung sein wenn er bei Vollgas funktioniert und im Standgas nicht.
Werkstatthandbuch hab ich eins, nach den einstellmaßen habe ich den Zylinder eingestellt als ich ihn letztes Jahr neu abgedichtet habe. Danach hat dann auch alles prima funktioniert. :like
 
Wenn ich das richtig verstanden habe müsste ich um das DBV zu überprüfen am Anschluss wo der Schlauch zum Zylinder geht druck drauf geben.
 

Joachim

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Was ist Standgas bei dir?

Viele lassen ihn mit 450-500 Upm tuckern, was aber speziell bei den 3 Zyl. nicht förderlich ist. Zetor schreibt selbst ja 650-750 Upm als Standgas vor. Zumal bei Standgas die Lenkhilfe immer etwas zu kämpfen hat bis zu frühen 5211ern, da beim 5211-7745 Mitte der 1980iger dann eine bessere Lenkhydraulikpumpe hinzu kam.

Erhöht man den Systemdruck zu sehr, zieht die Lenkung dann immerfort zu einer Seite weg... das mal noch als Hinweis. :)

Wenn ich das richtig verstanden habe müsste ich um das DBV zu überprüfen am Anschluss wo der Schlauch zum Zylinder geht druck drauf geben.
DBV abbauen, Adapter zusammen schrauben und dann ans Düsenprüfgerät ran. So will ich das künftig machen. Aber ein Manometer mit T-Stück in der Druckleitung (die dünnere) tuts freilich für diesen Fall hier auch. :D ;)

Hab heute auch mal diesen Eintrag ergänzt... https://www.zetor-forum.de/forum/re...1-hydraulische-hilfslenkung-servolenkung.195/
 

Ritzi 5011

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Hallo Joachim,

Standgas habe ich so grob zwischen 600 und 700 U/min eingestellt.
Bisher konnte ich im Standgas mit dem kleinen finger hin und her lenken.
Was aber in dem Fall auf einen hohen Systemdruck hinweisen würde. Wenn die Lenkung im stand nicht auf geradeaus stand haben sich die Räder immer von selbst entweder nach links oder rechts bis Anschlag gedreht.
 

Joachim

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Wenn die Lenkung nach beiden Richtungen abhaut, dann spricht das eventuell tatsächlich für einen zu hohen Systemdruck, was ich mir aber bei Standgas kaum vorstellen kann. Es kann auch sein, das der schon mal ne neue bekommen hat, die vom 5211 waren von Haus aus leichter zu lenken.

Möglich sind auch interne Leckagen im Lenkzylinder. Für den gibt es Dichtsätze, aber man muss genau hinsehen, es gab/gibt 2 verschiedene Ausführungen der Lenkzylinder. Falls da was benötigt wird, wir ( Ersatzteilhandel Weisse) hätten die Dichtungen da.
 
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