• 5. Zetor Traktor Treffen 2021

Frage Neue größere Hydraulikpumpe / Hydraulikreparaturen - Zetor 3511

Thomas Rensing

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Hallo zusammen,

meine Hydraulikpumpe bringt keine Leistung mehr und müsste getauscht werden.
Laut Bedienungsanleitung leistet sie 20l/Min und ich habe, glaube ich, auch schon passenden Ersatz (Typ 954631) gefunden. Nun gibt es aber auch eine 32l/Min-Pumpe (Typ 9460070114610) die evtl. auch passen könnte.

Da ich finde, dass man immer zu wenig Hydraulikleistung hat, würde ich gern die größere Pumpe einbauen. Wisst Ihr, ob die passt?

Im Voraus vielen DanK!

Viele Grüße

Thomas
 
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Joachim

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Hallo,

Wenn das die selbe Pumpe ist wie beim Zetor 5011, dann ja. Da passen auch beide Pumpentypen - habe ich selbst mal bei mir ausprobiert. ;)

Bist dir aber sicher das es die Pumpe ist und nicht das Sicherheitsventil, die Steigleitung oder einfach ein verschlissenes Steuerventil?

Und eine dringende Bitte - Bilder die nicht deiner Kamera entstammen sollten eine Quellenangabe darunter enthalten. Will schließlich keiner Post vom Anwalt wegen ner Abmahnung oder Urheberrechtsverstoß. ;) :)
 
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Thomas Rensing

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Hallo Joachim,

vielen Dank für die schnelle Antwort, dass mit den Fotos wusste ich nicht, werde es aber zukünftig beachten!

Warum ich glaube, dass die Pumpe keine Leistung mehr hat:

Ich habe mir einen Hubmast angeschafft und angebaut. Dieser wird durch die Schlepperhydraulik, ohne Last, nur bei wenig unter Vollgas angehoben.
(Desweiteren senkt er sich ab, sägt, -das ist, glaube ich noch ein anderes Thema (Hubzylinder/Kolben neu abdichten oder wechseln), dass ich auch angehen muss.)
Aber auch die Staplergabel (am externen Hydraulikkreis angeschlossen) bewegt sich, auch ohne Last, erst wenn man auf's Gaspedal tritt.
Außerdem ist der Stundenzähler bei über 5000 Std stehengeblieben und der Schlepper hat eine Halterung für das Steuergerät eines Siloblockschneiders so, dass ich glaube, dass die Pumpe viel arbeiten musste.

Da eine neue Hydraulikpumpe nicht die Welt kostet und relativ einfach zu wechseln ist, wollte ich diese zuerst tauschen.
Und wie gesagt, gern durch eine mit mehr Leistung.

Vielleicht bestell ich die Größere, bau die alte aus und vergleiche.

PS
Weiß vielleicht jemand welche Dichtungen ich benötige, wenn ich die Hydraulikpumpe tausche und den Hubzylinder/Kolben neu abdichten oder tauschen will.
Ich habe zwar ein Werkstatthandbuch - da steht aber zur Hydraulik nichts drin!

Viele Grüße

Thomas

20160619_131439_resized.jpg 20160619_131519_resized.jpg 20160619_131601_resized.jpg 20160619_131612_resized.jpg
 

Joachim

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Das sägen kann sein:
- Dichtungen des Hubzylinders
- Sicherheitsventil des Hubzylinders
- Steuerblock undicht

Die schlechte Hydraulikleistung:
- Pumpe verschlissen
- Saugfilter der Hydraulikpumpe zu
- Sicherheitsventil der Hydraulikpumpe undicht
- Steigrohr von der Pumpe zum Steuerblock undicht/gerissen
- Steuerblock undicht

Den Mengenteiler-Hebel hast du mal verstellt? Mit dem kann man die Hydraulikölmenge die in den Innen- bzw. Außenkreis gelangt verstellen, nicht das der nur schlecht steht. ;)

Wenn du die Hydraulikpumpe wechseln willst, denk dran das diese diagonal mit Passschrauben befestigt ist, wenn nicht, dann sind die fälschlich schon mal ersetzt worden, gehören aber da hin um die Pumpe exakt auszurichten und zu fixieren!, Da die Befestigungsschrauben der Hydraulikpumpe beim 3511 noch durchgängig sind, gehören da am besten weiche Alu-Dichtringe drunter, mit Kupferringen bekommt man das schlechter dicht. Etwas Dichtmasse beidseitig auf den Dichtring (Dirko Rot) bewirkt hier auch Wunder. :like
Und wenn du den Pumpendeckel einmal ab hast - dann reinige den Saugfilter gründlichst und ein Ölwechsel tut der neuen Pumpe auch gut (SAE 80W-90 API GL4 UTTO)

Wegen der Ersatzteile - ja, da brauchst du auch eher ein Ersatzteilkatalog oder du rufst direkt z.B. bei www.ETH-Weisse.de an, da gehts auch mal ohne Nummern. Du brauchst auf jeden Fall die Papierdichtung des Hydraulikdeckels (diese nicht durch Flüssigdichtung ersetzen!), einige Dichtringe (Kupfer und Alu) für die Schrauben im Hydraulikdeckel und eben die Pumpe. Ach ja, und 2x 14x2 oder 14x2,5 O-Ringe für den Übergangsstutzen unten (wichtig!)
Willst du oben den Hubzylinder neu abdichten, brauchst du keine Papierdichtung, hier kannst du Flüssigdichtmittel nehmen. Auch hier werden zwei neue O-Ringe 14x2 oder 14x2,5 für den Übergangsstutzen benötigt (wichtig!). Die Dichtringe (am besten die blauen aus PU) und den Kolbenring für den Hubzylinder. Wenn es nur die Dichtringe waren, reicht das. Wenn der Zylinder oder der Kolben schon arg gelitten hat (deutliche Laufspuren/Riefen) dann rate ich dir diesen besser gleich komplett zu ersetzen, du ärgerst dich sonst schwarz. ;) Außerdem brauchst du u.U. einige Kupferdichtringe für den Übergang vom Steuerblock zum Hubzylinder. Ein Werkstattkran hilft enorm der Deckel oben ist sau schwer und man versaut sich schnell die O-Ringe an der Übergangshülse.
 
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Thomas Rensing

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Hallo zusammen,

vielen Dank!

Zunächst möchte vorweckschicken, dass ich nur ein Basteler bin und leider keinen technischen Beruf gelernt habe.
Also wundert euch nicht, wenn ich blöde Fragen stelle oder eure Fragen und Antworten nicht immer verstehe. ;)

Den Mengenverteil-Hebel musste ich verstellen. Einmal nach ganz links, denn nur in dieser Position hat sich die Gabel des Hubmastes bewegt. Damit die Heckhydraulik angehoben wurde, musste ich den Hebel nach ganz rechts stellen. In der mittleren Position, wie in der Bedienungsanleitung empfolen, bewegte sich gar nichts!

Ich werde mir jetzt erst einmal den Ersatzteilkatalog und einen Werkstattkran besorgen.

Dann wollte ich zunächst den Hydraulikzylinder/Kolben abdichten oder falls nötig ersetzen und die Hydraulikpumpe tauschen.
Muss ich die Hydraulikarme abmontieren, bevor ich den Deckel herunternehme, oder reicht es, das Gestänge auszuhaken?

Viele Grüße

Thomas
 

Joachim

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Nur die Hubstreben des 3-Punkt Hubwerks oben an den Hubarmen abmachen, den Sitz runter und dann die 9 oder 11 Schrauben des Hydraulikdeckels oben abschrauben - achtung, die sind unterschiedlich lang, Fotos machen oder notieren welche wo hin gehört. Dann den Oberen Deckel mit dem Werkstattkran abheben, dabei aufpassen! das dir die Übergangshülse mit den 2 O-Ringen 14x2 o. 14 x 2,5 nicht abhanden kommt, Ersatz ist verfügbar aber das muss ja nicht sein. Dann die ganze obere Hydraulik auf die Werkbank und den Kolben aus dem Zylinder drücken (falls Pressluft - äußerste Vorsicht!!!) und die Dicht- und Kolbenringe erneuern, dabei darauf achten das alle an ihren Platz kommen und der Kolbenring ein mindest Einbaumaß von 0,15mm aufweist.

Zerleg erstmal und mach ausgiebig Fotos, dann gehts weiter. :)
 

Thomas Rensing

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Hallo zusammen,

bin leider beim Versuch die Hydraulikpumpe ausbauen gescheitert :(
Habe die 9 Schrauben des Deckels gelöst und habe sie mit Ausnahme von zweien (damit der Deckel nicht herunterfallen kann) herausgeschraubt.
Mit den verbliebenen 6 Schrauben sind, glaube ich, die Pumpe und eine Leitung auf dem Deckel geschraubt und könne erst einmal bleiben.
Dann habe ich mit dem Stiel eines Fäustels und dem Fäustel + Kantholz auf den Deckel geschlagen - aber nichts rührte sich.

Habe ich noch etwas vergessen, oder war ich nur zu zaghaft mit meinen Schlägen?

VG

Thomas

20160622_184236_resized.jpg
 

Joachim

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Die verbliebenen 6 Schrauben halten die Hydraulikpumpe und den Bock deren Antriebszahnrades. ;)

Was den Deckel hält sind jetzt noch zwei Zentrierstifte, das Übergangsstück und womöglich die Dichtpampe und oder die Papierdichtung. Pass bloß auf, das der Deckel dir nicht runter fällt, der wiegt ordentlich!
Ich tät den Deckel mit Gefühl und Gummihammer versuchen locker zu klopfen, wenn das nicht gelingt dann mit einer Schlagspachtel mit gefühlvollen Nachdruck zwischen Deckel und Ausgleichgetriebeboden gehen, reicht um.
 

Thomas Rensing

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Hallo zusammen,

habe mich heute noch einmal an den Ausbau des Deckels begeben, und wäre fast verzweifelt.
Ich habe mit Hammer und Holzklotz,Hammer und Spachtel, Hammer und Meißel versucht die Verbindung zu lösen - aber nichts rührte sich!
Habe überlegt ob, Erwärmen helfen könnte und ob jemand (damit seid ihr gemeint) noch eine anderen Idee haben könnte.
Ich bin verzweifelt, schlage dennoch weiter auf den Holzklotz und auf einmal löst sich der Deckel..

pumpe1.jpg
 

Thomas Rensing

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Guten Morgen zusammen,

wie auf den Fotos zu sehen ist, hatte sich ziemlich viel Pampe abgesetzt und auch das Sieb ist total verdreckt. Mal sehen, ob das wieder sauber wird, oder ich ein neues besorgen muss.

Ich habe dann nach einer Grobreinigung die alte Pumpe abgebaut und mit der neuen 32-Liter-Pumpe verglichen. Die neue ist zwar etwas größer scheint aber dennoch zu passen.
Allerdings hat sie am Gehäuse einen Fabrikationsfehler. Da zwischen Pumpegehäuse und Deckel keine Dichtung war, sondern nur Kupferdichtungen an den Befestigungsschrauben, denke ich, dass ich sie trotzdem einbauen kann, oder?

Außerdem leckt mein Zetor an der Zapfwellle. Wisst ihr, ob der Wellendichtring ohne Ausbau der Zapfwelle getauscht werden kann?

Viele Grüße

Thomas

pumpe3.jpg pumpe4.jpg pumpe5.jpg
 

Joachim

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Dein Öl sah bisl so aus als sei Wasser mit im Öl gewesen, so hellbraun... :denk2:

Zur Pumpe: - zwischen Pumpe und Deckel gehört KEINE Dichtung, denn sonst fluchtet diese nicht mehr mit dem Antriebszahnrädern! Die Kupferdichtungen kannst du auch durch USIT Ringe ersetzen oder eben am besten die Kupferringe an den Schrauben der Pumpe mit etwas Flüssigdichtmittel bestreichen, dann tropft da nie was. Achte auf die Schrauben - da müssen diagonal versetzt 2 Passschrauben rein - wichtig!
Und die vermeintliche Macke an der Pumpe ist Absicht, da bei anderen Typen dort eine Hydraulikleitung lang verläuft und man dort jeden Milimeter brauch. Spielt bei dir keine Rolle und liegt nun nur daran, das du eine Pumpe einbaust, die eigentlich für die größeren, neueren Zetor Typen wäre. ;)

Die Bilder reduziere ich dir nach her - kein Problem. ;)
 

Thomas Rensing

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Hallo zusammen,

und vielen Dank an Joachim für die ausführliche Antwort.

Ich habe nun meinen Kran und den Hydraulikkolben und -zylinder ausgebaut. Auch hier war Wasser in den Leitungen. Der Trecker muss wohl nur draußen gestanden haben.

An Kolben und Zylinder, kann ich keine tiefen Rillen sehen oder fühlen. Denke, dass die neuen Dichtringe ausreichen werden.

Wie bereits geschrieben leckt der Zetor am Zapfwellenstummel. Da das Öl nun abgelassen ist und das Getriebe von oben und unten offen, könnte man das evtl. jetzt mit erledigen.
Weiß jemand wie man den Wellendichtring tauscht?

Im Voraus vielen dank für eure Antworten

Viele Grüße

Thomas

deckel.jpg kolben.jpg zylinder.jpg
 

Joachim

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Na Laufspuren seh ich da schon und vor allem SAUBERKEIT bei Hydraulikarbeiten! Sonst hast ne Dauerbaustelle mit der Hydraulik. ;)

Am Kolben würde ich die Dichtringe (2) und den Kolbenring wechseln. Die neuen Dichtringe sind aus PU und blau, wichtig ist die ohne Beschädigung drauf zu bekommen und vor allem so, das die offene Seite NICHT zum Kolbenring zeigt. Nur so können die Dichtringe bei Druckaufbau gegen die Zylinderwand gepresst werden und dichten. :)
Die Übergangshülse nicht vergessen, da auch gleich 2 neue O-Ringe drauf.

Hier mal von der Reparatur bei meinem:
Heckkraftheber_kolben_alt_01.jpg Heckkraftheber_kolben_alt_03.jpg Heckkraftheber_kolben_neu_01.jpg
Alter Kolben, Dichtringe völlig hin, neuer Kolben mit geläpten Laufspuren und neuen Dichtringen und Kolbenring

Ach ja - und mach bei der Gelegenheit auch gleich mal den Magnetfilter, den Rücklauffilter sauber:
Rücklaufanschluss_5011_01.jpg Rücklaufölfilter_02.jpg Rücklaufölfilter_01.jpg
Der Vorbesitzer meines Zetors hatte dafür wie es scheint wenig übrig. :D ;)
Und beim Zusammenbau aufpassen, das Sieb passt nur in einer Position schadlos rein! ;)

Zapfwelle:
Es sollte reichen die 4 Schrauben um den Stummel zu entfernen und dann das Lagerschild, also das Bauteil in dem der Wellendichtring steckt, nach hinten von der Zapfwelle herunter ziehen. WeDi auswechseln und die Laufbahn auf der Zapfwelle auf Einlaufspuren prüfen. Wenn da alles OK ist, dann neuen WeDi drauf, drüber schieben, festschrauben, fertig. Wenn nicht, dann müsste das hintere Teil des Zapfwellenstrangs heraus gezogen werden. Wenn du Pech hast kommt das aber schon so, also freiwillig mit raus. Ich such mal Fotos...

Also:
Getriebe_zapfwelle_dichten_02.jpg Getriebe_zapfwelle_dichten_03.jpg
Die 4 Schrauben (rote Punkte) raus, und dann das Teil im grünen Kreis herunter ziehen. Sollte im Normalfall mit etwas anklopfen und Kriechöl ohne Abzieher klappen, meinen konnte ich einfach so per Hand herunter ziehen. :like
Als Dichtmittel für das Lagerschild kannst du Dirko Rot nehmen, ist - trocken montiert!, besser als die Papierdichtung dort an der Stelle.
 

Thomas Rensing

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Hallo zusammen und erneut vielen Dank an Joachim,


es ist bei mir ein bisschen vorwärts gegangen.

Den Hydraulikzylinder habe ich neu abgedichtet und die neue Pumpe auf den Deckel geschraubt. Dazu musste ich allerdings an der neuen Pumpe und dem alten Sieb ein wenig nachschleifen, damit Alles passte.

Der Ausbau des Lagerschildes ging leicht und problemlos.

Ich werde mir nun den neuen Wellendichtring besorgen und dann mit dem Zusammenbau beginnen.

Was ich vergessen habe und zukünftig bei einer ähnlichen Aktion als Erstes machen würde, ist den Trecker mit dem Hochdruckreiniger gründlich reinigen.

Viele Grüße

Thomas

pumpe_angeschraubt.jpg zylinder2.jpg
 

Joachim

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Ja, ist ein besseres schrauben wenn das Objekt nicht versüfft oder verdreckt ist. Aber du kommst ja dennoch gut voran. :like
 

Thomas Rensing

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Hallo zusammen,

ich habe jetzt alles wieder zusammengebaut und getestet. Hier das Ergebnis:

Hydraulikleistung:
Hat sich sich enorm verbessert. Ob dies allein der neuen Pumpe geschuldet ist, oder sich auch durch eine Reinigung der Filter und Tausch des Getriebeöls verbessert hätte, weiß ich nicht.
Da die Arbeit die gleiche gewesen wäre und die Pumpe "nur" 100 € gekostet hat, hat sich der Tausch auf Grund der höheren Leistung (32l statt 22l) auf jeden Fall gelohnt.

Abdichtung des Hubzylinders:
Das "Sägen" und Absenken der Hydraulik ist bei laufendem Motor weiterhin vorhanden. Ist der Trecker aber aus, senkt sich die Hydraulik, auch unter Last, nicht mehr.
Muss mal schauen, ob ich mit dem Sägen zurechtkomme. Ich habe noch die wage Hoffnung, dass durch die Reinigung und den Wechsel des Getriebeöls, sich das Problem mit der Zeit von allein erledigt.

Wellendichtring der Zapfwelle:
War nach dem Wechsel zunächst dicht, leckt aber nun wieder. Beim Tausch habe ich gesehen, dass auf der Zapfwelle an der Stelle, wo der Dichtring sitzt, Riefen sind. Ich hatte befürchtet, dass es auch mit neuem Dichtring nicht dauerhaft dicht sein wird. Diese Vorahnung hat sich leider bestätigt. Auf den Tausch der Zapfwelle werde ich wohl dennoch verzichten und weiter mit der Undichtigkeit leben.

Also nochmals vielen Dank an Joachim für die schnellen und kompetenten Hilfen!

Viele Grüße

Thomas

PS

Ich besitze das Werstättenhandbuch und den Ersatzteilkatalog für 2511, 3511, 4511 etc.. Ich habe die Bücher zwar noch nicht eingescannt, könnte aber bei Bedarf, einzelne Seiten kurzfristig zur Verfügung stellen.
 

Joachim

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Das "Sägen" und Absenken der Hydraulik ist bei laufendem Motor weiterhin vorhanden. Ist der Trecker aber aus, senkt sich die Hydraulik, auch unter Last, nicht mehr.
Hast du den Regelhebel auf "P" stehen? Weil wenn er bei abgeschaltetem Motor nicht absinkt, dann kann der das ja auch nicht bei laufendem. Es sei denn du hast den Hebel nicht auf "P" sondern Richtung "M" oder "D" verstellt. Prüf das mal.

Wellendichtring der Zapfwelle:
War nach dem Wechsel zunächst dicht, leckt aber nun wieder. Beim Tausch habe ich gesehen, dass auf der Zapfwelle an der Stelle, wo der Dichtring sitzt, Riefen sind. Ich hatte befürchtet, dass es auch mit neuem Dichtring nicht dauerhaft dicht sein wird. Diese Vorahnung hat sich leider bestätigt. Auf den Tausch der Zapfwelle werde ich wohl dennoch verzichten und weiter mit der Undichtigkeit leben.
Sowas baut man auch nicht wieder einfach so ein. Du könntest es läppen, wenns nicht zu viel ist (und immer in Drehrichtung!!!) oder du lässt ein wenig abdrehen und lässt eine Speedy-Sleeve Buchse drüber ziehen. Dann hast du eine jungfräuliche Lauffläche für den Wellendichtring (der dann noch mal neu müsste).
Alternativ gibts, wenn der Platz da ist, die Möglichkeit den WeDi etwas Axial zu versetzen, so das er nicht genau in der eingelaufenen Rille läuft - oder die brutale Methode, den Wedi zerlegen und die Ringfeder darin zu kürzen damit diese die Dichtlippe mit mehr Spannung auf die Welle drückt. Funktioniert, macht die Welle aber nicht schöner. Speedy-Sleeve wäre Mittel der Wahl, obgleich mal schauen müsste ob die kurze Welle der Zapfwelle nicht sogar günstiger zu bekommen wäre. :)

Ich besitze das Werstättenhandbuch und den Ersatzteilkatalog für 2511, 3511, 4511 etc.. Ich habe die Bücher zwar noch nicht eingescannt, könnte aber bei Bedarf, einzelne Seiten kurzfristig zur Verfügung stellen.
Wäre prima - ich hab zwar mit den Jahren und aktuell durch mein Hobby einiges zusammen tragen können um zu helfen, aber ich meine das Werkstatthandbuch hab ich noch nicht digital. :like

Also nochmals vielen Dank an Joachim für die schnellen und kompetenten Hilfen!
Lass mal, passt schon. Hier wird immer gern geholfen, wenn man sieht das es auch fruchtet und nicht komplett verpufft. Daher - alles richtig gemacht. :like
 
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