Frage Traktorkauf - suche noch Tipps

heinrich

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Hallo in die Runde!
Paßt zwar nicht ganz zum Zetor-Forum, aber ich geb es hier trotzdem mal rein. Ich recherchiere gerade nach einem neuen Haupt-Schlepper, der meinen MTS 820 ersetzen soll. 90-110 PS; stabiles Chassis (weil ich einen recht schweren aber guten Grubber hab). Zur Auswahl stehen Deutz Serie 5, John Deere 5100MC, New Holland T5.95 und MF 5600.
Kann wer von Euch Gutes oder Schlechtes berichten? Das Netz, Foren, youtube, Schleppertests, habe ich schon abgegrast.
Von Deutz liest man von sehr vielen Qualitätsmängeln. Bei meinem Russen waren in der Garantiezeit eine Schraube gelockert am Steuerblock und ein defektes Relais, das war alles.:like
Der Hirsch würde mir am Besten gefallen, wird aber wahrscheinlich am teuersten.
Also, gibt's Meinungen? Danke!
 
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Joachim

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Also wir haben in der Firma Fendt und MF (8400, 7800) jeweils DynaVT also Varios. Hier kann ich nichts schlechtes sagen.

Wenn ich das Geld hätte, und keine Zetor Macke. ;) Dann wäre eine MF Schräghaube was feines...
 

frieda

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Die Vario MFs haben doch von Fendt das "Getriebe" (Triebsatz) und die Hinterachse drin. Nur sie (Getriebe-)Software ist eine andere.

Aber @heinrich : Wie sieht dein Anforderungsprofil aus? Was willst du mit dem Traktor alles machen? Und in welchem Umfang? Frontlader?
Brauchst du überhaupt ein stufenloses Getriebe oder "reicht" ein Schalter?
Willst/musst du selbst reparieren? -> Wie weit ist die nächste Werkstatt weg? Sind andere Marken auch eine Option oder nur die vier?

Bei etwas mehr Infos können wir auch mehr "beraten".
 

Joachim

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Also die MF waren auch nie mit Getriebeproblemen bekannt, soviel kann man noch sagen, auch abseits Vario-Technik. Die MF Getriebe galten als Robust. Motoren sind nun natürlich alle von agco-motors.

Frontlader ist n gutes Stichwort - wäre ein klarer Pluspunkt die Schräghaube, wegen der extrem besseren Sichtverhältnisse. Auch wenn man eine Fronthydraulik nutzen möchte ein klares Plus. Preislich dürften jedoch JD und Deutz am unteren Ende rangieren, nur kommen die Deutz halt nicht aus Deutschland sondern Italien und die JD, wenns die kleinen Typen sind, aus Indien.

Ketzerfrage: warum kein Zetor? In der PS Klasse kannst du zwischen Proxima und Forterra wählen. Preislich interessant, und technisch ausgereift. Und Vorführmodelle mit wenig Stunden sind auch da zu haben. Der Forterra wäre laut @David, wenn der Preis im Rahmen ist, dem Proxima vorzuziehen (mehr Hubkraft, weniger Dieselverbrauch).
 

Dettl

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Also die MF waren auch nie mit Getriebeproblemen bekannt

Also dem kann ich nicht zustimmen. :hmm
Die Firma wollte 2007 von JD auf MF umsteigen, da eigentlich günstiger in der Anschaffung.
Ich stieg von JD 7810 ab und auf MF6490 Dyna 6, also Schalter vier Gruppen 6 Lastschaltstufen, allerdings elektronisch mit einem T- Schaltgriff geschaltet, kein mechanischer Schalthebel mehr.
Nach nur 1300 Bh Getriebeschaden, Synchronringe defekt. Außerdem blieben andere Kollegen mitten auf Strecke mit defekten Gebern und Sensoren liegen. Die MF Traktoren hielten sich so keine 2 Jahre. :warn
Seit 2010 wieder ausnahmslos JD, heute 6R, 8R, ein 9R Knicker.

Heinrich,
Ich kann gegen JD nichts sagen. Ein 5100 ist nun technisch nicht so hochgezüchtet, wie ich es gewohnt bin.
Ausschlaggebend ist meist doch die Händlernähe, die mögliche Kulanz bei Schäden, die Ersatzteilpreise uvm.
Heutige Traktorenbauer kochen alle nur mit Wasser und verbauen günstige Zulieferteile, wenn bei dem Einen die Spritpumpe zerfliegt, ist es bei dem Anderen auch bald soweit. ;)

Mein erster Westtraktor war 1996 ein MF 8120, 145 PS mit zwei langen Schalthebeln und 4 Lastschaltstufen. Ein Gedicht gegenüber ZT 303, da stand ich noch drauf, doch heute auch bei MF und allen Anderen, viel Schickimicki der kaputt gehen kann.
 
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Joachim

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Aber der Hirsch ist grün. Das geht doch nicht... ;)
 

Napi

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Also meiner Meinung nach haben alle ein Problem mit den Schaltgetrieben sei es in der Ansteuerung (Wackelkontakte, Vergammelte steckkontakte wegen spritzmittel oder starken Desinfektionsmitteln)
oder die Schaltelemente selbst das die Lamellen und Reibbeläge verbrennen weil sie den Belastungen nicht all zu lange stand halten.
Ein Freund von mir ist Bauer und sagt auch, die älteren Modelle waren Robuster und Langlebiger.
 

Joachim

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@Dettl
Verdammt - stimmt. Aber wenigstens nicht Grün-Gelb. :p ;)

@Napi
Naja, das die Technik heute immer stärker auf fixe vom Hersteller gewünschte "Laufzeiten" optimiert wird, ist ja leider bekannt. Stichwort "geplante Obsoleszenz". Wenn ich meinen VW T4 Multivan so sehe, dann hab ich da nen Motor (2,5 TDI, 102PS) der ähnlich wie die alten Mercedes Diesel-Taxen für Laufleistungen um die 400.000 - 500.000 km ausgelegt wurde (solange einem die Karosse nicht weggammelt). Schau ich mir den Nachfolger, den T5 an, dann kann man da bei Gebrauchten nur noch zu der ersten Generation greifen, die noch ähnliche Motoren hatte wie die letzten T4 (2,5l, 5 Zylinder). Alles was danach kam ist aufs Downsizing optimiert. Da werden dann halt 160 Diesel PS aus nem 4 Zyl, mit nur noch 2l Hubraum bei gestiegenem Fahrzeugeigengewicht heraus gequält. Kein Wunder das man beim T5 mit den kleinen Motoren weit häufiger von Motortotalschäden hört, oft zwischen 70.000 und 130.000 km. Das ist doch Mist.


Bei den Schleppern kann ich das hingegen noch nicht so sehen, das früher alles besser war und heute nur noch Mist gebaut wird (kommt aber sicher noch). Wir hatten im Betrieb 2 Fendt Xylon 524 laufen, einer war aus dem 1. Baumonat der andere n halbes Jahr jünger. MAN Motor und erprobtes Getriebe, was sollte da schief gehen? Alles, was schief gehen könnte: gebrochene Dieselrücklaufleitungen, oxidierte Batteriekabel, abgefallene ESPs, Nicht fest zu bekommende Kardanwellenschütze, sich ständig verstellende Bowdenzüge der Schaltung und Hydraulik, bis hin zu ausgeschlagenen Mittelgelenken und gebrochenem Achsflansch oder eingelaufenen Lagern. Alles unterhalb 4.000 Betriebsstunden. Wir hatten damals dann beide Traktoren wieder abgestoßen, als die tatsächlich mehr in der Werkstatt als auf dem Feld standen. Die Idee war genial, aber die Umsetzung fürchterlich. Als Ersatz kamen damals ein Fendt Vario 716 (erstes Modell) und ein Case CVX 170 (auch frühes Modell) auf den Hof. Bei beiden nie Probleme mit den Getrieben gehabt, beim Fendt aber immer wieder mit der Bordelektrik und beim Case war der SiSu Motor das Quell alles Übels. Aber nie Getriebeprobleme!
Gleiches kann ich auch von unserem ersten "West-"Schlepper aufm Hof sagen. 1990, ein gebraucht gekaufter Case 956 XLA (von Tiede Landtechnik). Sehr robuste Maschine, nie Getriebeprobleme, aber auch hier am Ende böse Motorprobleme, und dem Traktor wurde nichts geschenkt! Auf 70-90er schweren Böden musste der Case mit 4-Schar Kuhn Pfug damals noch 170-250 Hektar pfügen, mein Vater ist ihn oft bis weit in die Nacht gefahren, abends hat man dann beim pflügen den "Feuerteufel" oben ausm Auspuff spucken gesehen... :D ;)
Ich kann mich an keinen unserer Schlepper erinnern, das wir mal Getriebeprobleme hatten - an keinem von relativ vielen, da unser Betrieb 10 Jahre lang stetig gewachsen war. Darunter waren der 956 XLA, ein Case 1455 XLA, 2 Case Magnum, ein 7120 und dann ein 7140, ein Case 856 XLA, die oben aufgeführten und zuletzt dann MF Dyna VTs und Fendt Vario sowie ein Fendt GHA 395... bei praktisch allen immer wieder mal Motorprobleme, aber nie Getriebesorgen...

Eine Gärtnerrei im Nachbarort hat ne MF Schräghaube, da sind mir keine Klagen bekannt, ist aber als gebrauchter auf deren Hof gekommen, müsste so einer sein:
upload_2016-5-19_8-0-19.png

Quelle: Anzeige bei agropool.ch


Aber abseits von MF, JD, ... ich frage noch mal - Warum kein Zetor? Kein guter Händler in der Nähe?
 

frieda

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Für Heinrich, der glaube ich aus der Nähe von Bautzen kommt, wäre der nächste Händler Reifahs in Reichenbach.
Ob die gut sind weiß ich nicht. Haben dort für den Betrieb lange Ersatzteile gekauft. Bis, ja bis ich den Dirk mal in die Runde geworfen habe. :)
Preisvergleich und seitdem bei Dirk bestellt. Jetzt gibt es aber den Zetor leider nicht mehr im Betrieb. :(
 

heinrich

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Danke fürs Erste!
@frieda
Reifahs ist im Moment mein Haus-Händler, die haben Zetor und MTS. Gute Firma, ich kenn die Leute lange, kann ich empfehlen!
@Joachim
Auf die Frage nach Zetor hab ich gewartet :D. Ich kanns Dir nicht genau sagen…Der Willi in Reichenbach hat noch einen Proxima 120 mit Frontlader stehen, Vorführer mit Stunden. Vielleicht schau ich mir den auch noch an.
Ich brauch in erster Linie einen Acker-Schlepper, also Bodenbearbeitung, und da sehe ich Zetor nicht unbedingt.
Heute bin ich den 5er Deutz probegefahren. Danach der Vertreter von NH, dort fahre ich Dienstag Probe. Dazwischen noch der Vertreter vom Hirsch, es geht jetzt Schlag auf Schlag. Verraten tu ich mal noch nichts hier, erstmal.
Wichtig ist auch eine "Werkstatt des Vertrauens" in der Nähe, da geb ich @Dettl recht.
 

Joachim

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Also für den Acker würde ich auch eher den Forterra sehen. Laut David bei gleicher PS Zahl die bessere Wahl fürs Feld als der Proxima. Der ist eher der Allrounder für Hof, Wiese und Acker.
 
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