• 5. Zetor Traktor Treffen 2021

Frage Was ist, wie funktioniert der Kupplungsverstärker (ab 5er Serie)?

Joachim

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Hallo,

gestern bin ich durch Zufall in einer Betriebsanleitung für einen Zetor 5511/5545 über den dort so genannten "Kupplungsverstärker" gestolpert.

Die Infos sind da aber Recht dünn, das Foto davon ebenfalls.

Hat jemand bessere Fotos? Wie genau funktioniert er?

Im Foto, Nr. 11, das Pedalchen:
20200229_122140.jpg

Im Text steht halt nur wenig drin:
20200229_122300.jpg
Bildquelle: jeweils BDA Zetor 5511/5545 1969
 

Napi

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Hab ich noch nie gesehen, aber könnte mir vorstellen das es über eine Rastschiene laufen könnte.
 

Joachim

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Ist ja mal ne geile Erfindung... so funktioniert die:

upload_2020-3-1_11-34-22.png upload_2020-3-1_11-36-50.png upload_2020-3-1_11-42-35.png upload_2020-3-1_11-43-59.png upload_2020-3-1_11-48-27.png
Über das Fußpedal zieht man die Zugstange der Fahrkupplung am unteren Ende des Fahrkupplungspedals nach oben, wodurch sich die Hebelverhältnisse am Fahrkupplungspedal ändern und dann die Fußkupplung wohl leichter geht. Ich vermute, das reicht dann auch nur noch (vom Wirk-Weg her) für die Fahrkupplung der 2-Stufigen Kupplung aus.

Mist, den 5511 in der Zetor-Gallery hab ich stehen sehen und auch angesehen, aber das Teil viel mich damals nicht ins Auge. ;)

Passend dazu noch n schönes Zeitdokument:
Gehe zu: https://www.youtube.com/watch?v=Ycu4qUxDz0I
 

Joachim

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In einem Prospekt der Zeit heist es:
upload_2020-3-1_12-3-47.png upload_2020-3-1_12-4-57.png

Also hatte dieses Komfortmerkmal nur der 5511/5545 zu bieten, was erklärt, das es kaum einer kennt. :D ;)
 

Dieter Fritz

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Servus.
Hatte etliche Jahre auch einmal einen 5511, aber an einen solchen Hebel kann ich mich nicht erinnern das der so was hatte. Die Hebel und Verbindungen auf den Bildern sehen mir auch nicht sehr stabil aus um eine zusäzliche Funktion einer Kupplungbetätigung durchführen zu können. War vielleicht auch nur eine Eintagsfliege
 

Joachim

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Also, ich hab mir die Teile eben mal (als Neuteile) auf Fotos näher angeschaut, das ist schon recht massiv gebaut. Gusseisen, 8er und 10er Gewindestangen, ... das hielt sicher. ;)

Ich denke eher es war eine Kostenfrage und womöglich auch durch andere Änderungen an der Kupplung ab der 7er Serie nicht mehr nötig und deshalb weg gelassen worden.

Mit dem Fußhebelchen, hat man per Zugstange lediglich die hintere Lagerung der Jupplungszugstange im unbelasteten Zustand nach oben (im Langloch des Fußkupplungspedals) gezogen. Dadurch hatte die Fußkupplung ein Kraft schonenderes Hebelverhältnis. Mehr wars nicht. Wirklich belastet wurde wie bei allen anderen Zetor einzig das Fußkupplungspedal, dessen Zugstange und dann der Rest in der Kupplungsglocke. Daher denke ich absolut nicht, das es ein Stabilitätsproblem gab. Ich denke eher ein Kostenproblem.
Der kleine Hebel führt also KEINE Kupplungsfunktion aus, er ändert einzig die Hebelverhältnisse am Kupplungsfußpedal. ;)

Der 5511-5645 kam ja etwas später auf den Markt und wurde aber auch in großer Stückzahl (37.535 Einheiten gesamt) produziert. Es gab ja auch weitere Ausstattungen, die Zetor den größeren Modellen vorbehielt, wie z.B. den Aerolastic-Komfortsitz, den es eigentlich nur für die 4-Zyl. Modelle zu bestellen gab.
 

Dieter Fritz

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Ja der 5511 war kraftmäßig schon eine gute Maschine. Hatte damals einen Dreischar Volldrehpflug, 3 mtr Kultiegge die er problemlos zog. Größtes Wunder war aber die 800 ltr Spritze die er mit 2-3 IHC angehängten Frontgewichten stemmte. Hatte mit gefülltem Faß und Eigengewicht der Maschine bestimmt 1000 bis 1100 Kilo und bei meinen Landwirts Kollegen im Umfeld wurden da 400 bis 600 Literspritzen mit gleicher PS Zahl wie mein 5511 gefahren. Hatte damals auch den 4712 angehängt der aber dann vorne hoch ging da ich keinen Rahmen dran gebaut hatte wo ich die vorhandenen 11 IHC Gewichte von dem eins 30 Kilo wog einhängen konnte.
Hatte in den über 40 Jahren schon gute Zetor Maschinen die halt immer größeren weichen mussten, ansonsten hätte ich heute eine schöne Sammlung wenn da auch nicht noch das Platzproblem der Unterbringung gewesen wäre.
 

Joachim

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Dieter Fritz

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Müsste mal schauen, denke aber eher nicht. In jungen Jahren ist man leider immer nur an Neuerungen interessiert und im Alter erinnert man sich gerne zurück und hat dann leider keine Bilder davon gemacht. Meine Großeltern kauften 1960 einen MAN 4L2 mit Allrad und als ich den 1976 mit 16 offiziel mit Führerschein fahren durfte war ich hebby. Das war auch ein Super Traktor und ich meine das MAN damals die esrten Allradschlepper (Bulldog sprachgebauchlich im Südwesten) baute. Wie gesagt musste der damals dem ersten Zetorschlepper im Betrieb einem 4712 weichen, wie gesagt aus Kosten und Platzgründen. Da der MAN im Erstbesitz war stand er beim Verkauf auch noch sehr gut da und brachte damals 1973 noch 1200 DM. Heute mit 60 weine ich der Maschine heute noch nach und wenn einer überhaup im Netz angeboten wird bekommt man den nicht unter 10000 € ausser er ist total runter gehunzt. Und es mag vielleich bescheuert klingen, den wie man seiner ersten Liebe nicht vergißt so ist s mit dem ersten Traktor den man Fahren durfte oder hatte genau so. Man kann ihn nicht vergessen und heute bereue ich das man den Traktor her gegeben hat. 1976 ging ich in die Lehre zum Heizungsmonteur und verdiente im ersten Lehrjahr ca 300 DM, da hätte ich 4 Monate für den abgehenden Traktor arbeiten und von Luft und Wasser leben müssen. Heute sage ich hätte ich das Fahrzeug lieber behalten, den den 4L2 kriegt man im Netzt so gut wie nie angeboten.
 

Joachim

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Das geht mir ebenso - ich hab früher kaum Fotos gemacht und die dann von heut belanglosem Zeug. Kein einziges Foto vom geliebten LPG-Zetor, keines vom LPG Russen, nichts und von der Firma neues Gerät erst so richtig, als meine Frau mit dabei war und fast immer die Kamera dabei hatte. Ein Jammer...
 

Joachim

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Hier noch ein Foto, wo man es etwas besser sieht:
upload_2020-3-3_11-8-3.png
 
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