Frage Zetor 6341 Super-Problem mit der Kupplung

Maik_

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Guten Morgen liebe Zetor-Freunde,

Seit gestern habe ich ein Problem mit der Kupplung meines Zetors. Am Samstag lief er noch wie gewohnt, gestern nach Motorstart ist mir das erste Mal etwas merkwürdiges aufgefallen.

Nach erstmaligem Betätigen der Kupplung hing das Kupplungspedal am Boden fest, dies geschah allerdings nur einmal. Da ich technisch relativ fit bin habe ich fix die Kupplung entlüftet und im gleichen Zuge auch die Kupplungsflüssigkeit ( Bremsflüssigkeit) erneuert. Bedingt auffällig hierbei war das sie pechschwarz war. Bedingt deswegen nur weil für mich der Farbwechsel ein völlig normaler Alterungsprozess ist. Im gleichen Zuge habe ich das Gestänge des Nehmerzylinders etwas straffer gestellt.

Dies stellte vorübergehende Abhilfe da. Alles lief seinen gewohnten Gang, zumindest bis heute Morgen! :)

Beim Start heute Morgen begann das Spiel von vorne. Beim erstmaligen Betätigen hing das Pedal erneut am Boden. Vom Gefühl her trennt nun die Kupplung auch nicht mehr richtig bzw fehlerhaft.

Auffällig ist das der Kupplungspunkt am Pedal stark variiert wenn ich die Kupplung mehrfach hintereinader ein und auskuppele. Zu Beginn ist der Kupplungspunkt für mich normal, mit jeder weiteren Betätigung (bis zu 10 mal betätigt) verschiebt sich dieser weiter Richtung Boden bzw eben "früh".


Ich tue mir wirklich schwer hierbei zu sagen das der Kupplungsautomat, die Kupplungsscheibe oder das Ausrücklager fehlerhaft arbeiten...genauso sind sowohl Geber- als auch Nehmerzylinder äußerlich dicht. Das Kupplungssystem ist definitiv richtig entlüftet. Bei betätigter Kupplung hält der Nehmerzylinder auch den Druck, soweit ich das richtig beurteilen kann.


Ehrlich gesagt bin ich etwas ratlos, vielleicht weiss ja hier jemand einen Ausweg! :)

Grüße aus dem Spessat
 

Joachim

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Schau dir mal die Hydraulikschläuche der Kupplung näher an, diese können mit den Jahren innen aufquellen und reduzieren dann den Rücklauf bis irgendwann auf fast 0.
Was wir auch schon hatten, sind Kupplungszylinder, welche "nur" intern Leckagen aufweisen. Außen total trocken, aber innen am durch lassen.

Ich denke, was du so beschreibst, solltest du mal diese beiden Punkte überprüfen, und auch in der Reihenfolge.

Grüße, Joachim
Ersatzteilhandel Weisse
 

Maik_

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Die Schläuche sehen äußerlich unauffällig aus, ich bestell einfach mal zwei neue. Was die Zylinder angeht bin ich unentschlossen, da diese den Druck halten, zumindest jedes mal wenn ich hin schaue. Hatte auch den Gedanken das de innerlich undicht sind aber wie gesagt konnte das noch nicht mit Sichtontakt bestätigen. Was die Zylinder angeht: Eher nehmer oder Geber?

Hast du einen Tipp für mich wo ich die passenden Teile bestellen könnte?

Lg und schon einmal vielen Dank! :)
 

Joachim

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Hast du einen Tipp für mich wo ich die passenden Teile bestellen könnte?
z.B. bei mir: ETH-Weisse.de - ok, der Shop ist leider noch n Armutszeugnis, aber das Lager ist gut gefüllt (über 1.600 verschiedene Ersatzteile für Zetor Traktoren ;)

Ich schraub und fahre nicht nur Zetor - wir handeln auch offiziell mit Ersatzteilen. Ich schick dir gleich mal ne PN, biete dir einfach die Sachen mal an und dann sehen wir weiter. :)

Das kann man so aus der Ferne nicht wirklich sagen. Aber wenn, war es öfter der Geberzylinder als der Nehmerzylinder. Also rein statistisch. :D
 

Maik_

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Guten Abend,

ich möchte hier nocheinmal Rückmeldung geben: Es war der Geberzylinder Kupplung. Dießer weist eine innere Undichtigkeit auf. Anbei noch ein Foto von der Dichtzehe, welche eigentlich den Zylinder bei Betätigung der Kupplung innerlich abdichten und den Druck somit weitgergeben sollte. Ich hoffe es ist halbwegs zu erkennen, das die Zehe durch Schmutz und Ablagerung beschädigt und umgeklappt war.

Vienen Dank nochmal für die Reperaturvorschläge, sie haben sehr geholfen! :)

Grüße aus dem Spessart
Maik

Geberzylinder Zetor.jpg
 
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