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Bericht Unglaublich - kein Schutz in modernem Schlepper! (Überschlag)

Dieses Thema im Forum "Traktor Stammtisch" wurde erstellt von hometown, 2.08.2018.

  1. hometown

    hometown hometown Mitglied

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    Hallo!
    Da kostet heute ein Schlepper so viel wie ein Eigenheim, aber ein vernünftiger Überschlagbügel ist nicht mehr integriert!? Wie auch bei den schmalen Säulen und den üppigen Glasflächen? Hier hat ein Lohnunternehmer einen einfachen Überroller seines Schleppers mit dem Leben bezahlt:

    https://www.pz-news.de/foto_fotos,-...A8Baustelle-_costart,24_mediagalid,55722.html

    Das gibt mir ehrlich gesagt schon zu denken...

    Grüße hometown
     
  2. Joachim

    Joachim Joachim Fleißmeise Mitarbeiter

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    Hier mal der Direktlink zum Artikel mit Fotos: https://www.pz-news.de/nachrichten_...r-stirbt-bei-Arbeitsunfall-_arid,1243516.html

    Ein tragischer Unfall. Ja. Mein Beileid den Hinterbliebenen.

    Aber mal zum Schlepper. Es ist wohl ein Massey Ferguson (von den Resten ausgehend würde ich auf die 8000er Serie tippen, also die großen MF mit 300 PS und mehr) gewesen und wenn ich mir den Bericht so durchlese, dann liegt die Vermutung nahe, das der Fahrer nicht nur 20 kmh, sondern eher 50 kmh, gefahren ist. Weiterhin hatte er einen Doppelachsigen Wasserfass-Anhänger hinten dran.
    Vielleicht war das Fass auch noch voll - vielleicht auch nicht...

    Aber wenn er mal angenommen mit Höchstgeschwindigkeit auf eine 45° Böschung (der Abgehobelte Asphaltberg) trifft und es dann geschätzt 10 to Traktor und noch mal 3,5 bis 18 to Anhänger auf die Seite wirft - da wirken Kräfte, die kann keine Kabine abpuffern und erst recht kein integrierter Überrollschutz. Zumal dessen Name schon sagt, das der vorrangig beim Umsturz schlimmstes vermeiden soll und nicht einen mehr oder minder Frontalcrasch abfangen können muss.
    So tragisch es ist, es liegt nahe das der Fahrer zu schnell unterwegs war und vielleicht auch mit Abblendlicht um die Autos auf der Autobahn nicht zu blenden. Aber wie mans auch dreht, er war wohl zu schnell und/oder abgelenkt. Hier würde ich die Schuld am Tod nun nicht unbedingt beim Traktorenbauer suchen.


    Was meinst du, wie würde wohl dein Überrollschutz, bzw. du selbst, aussehen, wenn dein 3011 mit 30 kmh mit Anhänger dran einen solchen Unfall hätte? Keinen deut besser wäre das ausgegangen. Es sei denn, es hätte dich vom Sitz geschleudert, dann vielleicht.


    Es ist bei den Traktoren mittlerweile wie bei den Pkw und Lkw. Die Fahrer überschätzen sich selbst und vor allem ihr Fahrzeug. Was soll mir passieren? Hab ja ESP, ABS, 10 Airbags, ne top Knautschzone, die breitesten Reifen und vor allem mehr PS wie die anderen ... Der selbe Irrsinn greift auch in der Landwirtschaft mit den aktuellen Top-Traktoren. Auch die haben ABS und andere Sicherheitsfeatures drin und die Fahrer denken immer öfter, "mir" kann nichts passieren, "ich" kanns besser als die anderen. Und so wird dann auch gefahren. Zum kotzen. Sorry. :(
     
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  3. Joachim

    Joachim Joachim Fleißmeise Mitarbeiter

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    Ein echter Umsturtzschutz schaut so aus:
    [​IMG]
    Quelle: Wikipedia

    Das kann keine 4-Pfostenkabine leisten, schließlich will man ja unbedingt maximale Rundumsicht haben.
     
  4. hometown

    hometown hometown Mitglied

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    Ja, vom K700 (701) und seinen "dicken" Rohren habe ich gestern meinem Nachbarn auch vorgeschwärmt ;) - das ist ein Schutz! ;)
     
  5. hometown

    hometown hometown Mitglied

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  6. manne63

    Manfred manne63 Mitglied

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    Ja K700 kam aber auch nicht mit orginal Schutzrahmen aus dem Bruderland. Der wurde erst hier nachgerüstet, zuerst bei den Fahrzeugen die aufs Silo sollten.
     
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  7. Joachim

    Joachim Joachim Fleißmeise Mitarbeiter

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    Genau. Das war Zubehör.
     
  8. zetorfritz

    zetorfritz Mitglied

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    Die Vorschriften für ROPS-Kabinen (roll-over protection structur) für Landmaschinen setzen eine entsprechende Risikobewertung voraus. In dieser Risikobewertung muss der Konstrukteur alle bei der Anwendung der Maschine auftretenden Gefährdungen in Betracht ziehen. Nicht nur gemäss der vorgesehenen Verwendungsbedingungen sondern auch vorhersehbar ungewöhnliche Bedingungen. Deshalb muss in der Betriebsanleitung die bestimmungsgemäss Verwendung eingehend erläutert werden und zur vernünftigerweise vorhersehbare Fehlanwendung Stellung genommen werden.

    Zu der möglicherweis unzureichenden ROPS des verunfallten Traktors, siehe https://www.baumaschine.de/baumasch...en/bauportal_dateien/2013/heft11/a030_031.pdf

    Meine Beobachtung ist, dass die im Erdbau eingesetzten Traktoren mit Hinterkipp- und Wassertankanhängern meist übermässig beladen werden (z.B. Anhänger mit zul. Gesamtmasse von 34.000 kg bis auf 42.000 kg überladen) und auf Teufel komm heraus durch die Gegend gebraust wird.
     
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  9. hometown

    hometown hometown Mitglied

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    Danke dir für diese sehr informative Antwort.
    Da stehen mir ja nun schon ein Stück weit die Haare zu Berge... Ein landwirtschaftlicher Traktor ist nur darauf ausgelegt umzustürzen, wenn er lediglich sein Leergewicht hat !? Na sauber... Komme ich mir ja schon ein Stück weit "verarscht" vor - ist ja auch sooooooo selten, dass ein Schlepper bis zu seinem zulässigen Gesamtgewicht belastet wird...
    Mit angebauter Saatkombination (z.B. Kreiselegge plus Drillmaschine) ist man da dann schon locker nicht mehr im "geschützten Bereich" . Dieser Umstand ist in der Landwirtschaft praktisch unbekannt - danke liebe Industrie, danke lieber Gesetzgeber!
     
  10. Joachim

    Joachim Joachim Fleißmeise Mitarbeiter

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    Ich denke bei dem Unfall um den es hier mal ging spielt vorwiegend die Dynamik des Unfalls eine erhebliche Rolle. Sprich, das Tempo mit dem der Unfall passierte gepaart mit der bewegten Masse. Bei 50 kmh und mit Anhänger, würde wohl auch der Bügel des K 700 nicht stand halten. Der war auch vorrangig fürs Silo fahren und Ackern in Hanglagen gedacht. Bei uns im Flachland hatte den vielleicht einer von 10 K 700.

    Und wenn du dir selbst eine Mercedes S-Klasse anschaust, dann hält auch deren Fahrgastzelle keinem schweren Crash bei Höchstgeschwindigkeit stand, auch da bist du Brei. ;)

    Wäre der MF vom Silo gerollt oder im Gebirge gekippt, hätte der Umsturzschutz gewirkt wie vorgesehen. Und der Unfall wäre mit jedem Fabrikat, jeden Baujahres so schlimm ausgegangen. Wollte man vor solchen Unfällen schützen, wären wohl Abstandswarner und Notbrems-Assistent weit wirkungsvoller als der beste Überrollschutz.
     
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