Bericht Hallo von Florian und gleich ma ne Frage (Zetor 5211)

  • Ersteller des Themas Florian
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... links. :)

Also das 85W-90.

Warum schaut nur keiner ins Lexikon - da steht das doch alles seit 1,5 Jahren drinnen... ich verzweifel noch. :) Daher sei mir die Randbemerkung hier mal erlaubt: erst nachsehen welches Öl man brauch und dann erst eines kaufen. ;)

Das 10-W40 könntest du am Zetor Theoretisch für die Lenkhydraulik oder den Motor nehmen. Wobei ich die weitläufige Freigabe schon recht... naja finde. In Motorenöl sind eigentlich andere Additive als in Getriebe/Hydraulik Ölen, wegen der unterschiedlichen Anforderungen.
 
Das 10w40 ist kein normales 10w40 sondern eins für solche Getriebe Hydraulik Kombinationen. Das wurde uns von dem Werkstatt Meister von reiffeisen ebeleben empfohlen. Das Öl 10w40 auf dem Bild hat die Getriebeöl Klasse API GL 4 und das 85w90 hat API GL 5. Laut Bedienungsanleitung brauch ich API GL 4 also müsste der Raiffeisen Meister recht haben ich wollte nur ma eure Meinung höheren. Joachim ich muss ein Mittelmaß finden zwischen New Holland und zetor ich kann nicht bei jedem was anderes benutzen und wenn ich den außenkreis nehme misch ich das Öl von New Holland und Zetor. Ich können mir auch keine 10 Fässer Öl hinstellen. :no:
 
Ja ist ja klar ;) - aber nimm das GL5 fürs Getriebe.

Es ist das hochwertigere - siehe Lexikon hier und Link zu Wikipedia wo die Ölspezifikationen aufgeschlüsselt sind. :)

Na was solls - liest ja scheinbar eh keiner die Beiträge im Lexikon... :heul :sorry:

Also noch mal hier:
API GL-4 = für leichte - schwere Bedingungen, enthält bis zu 4 % Verschleiß mindernde Additive, für unsynchronisierte Schaltgetriebe empfohlen.

API GL-5 = für schwere Bedingungen, enthält bis zu 6,5 % Verschleiß mindernde Additive.

a - du hast ein teilsynchronisiertes Getriebe
b - als der Traktor gebaut wurde gab es viele Öle von heute nicht und man muss schaun welches wirklich passt
c - "Der Meister hat gesagt..." hat auch oft genug schon nicht gestimmt, btw. ich bin auch Meister aber das ist ja eigentlich auch egal. :D ;) ;)

Die Entscheidung obliegt bei dir was du letztendlich rein kippst. :)
 
Ich hab im Lexikon schon ma gestöbert und es ist auch top aufgelistet und informationsreich dickes Lob :like :D :)
Da ich aber ein bisschen abweiche wollte ich noch ma fragen.
Was würde passieren wenn sich diese beiden Öle (die auf dem Bildern) durch den Außenkreis der Trecker also über Anbaugeräte mischen ???
 
Na ja, falls das wirklich jemand noch nicht wissen sollte ... die erste Zahl ist die Zähigkeit im kalten Zustand - die zweite die Schmierfähigkeit im warmen Zustand. Je niedriger die Zahl desto dünnflüssiger.

Ein 10W40 ist so dünnflüssig wie modernes Motorenöl - auch wenn die Legierung und die Additive für ein Getriebe ausgelegt sind.

Wenn das dünnflüssiger als der vom Hersteller empfohlene Wert ist hat das mehrere Effekte:

-> Läuft an bisheriger guten Dichtungen einfach vorbei und das Fahrzeug ölt als wäre alles kaputt.
Speziell bei älteren Simmerringen, Filzdichtungen usw. Z.B. am Kraftheber, Getriebe und Achswellen

-> Getriebebremsen und Synchronringe arbeiten nicht mehr wie vorgesehen

-> Schmierfilm reisst bei Hitze ab und das Getriebe ist Matsch

Das hat der super-schlaue Käufer meines Kubotas auch auf Empfehlung seines Lama's gemacht ... weil das Getriebe knackig ging hat er wesentlich dünneres Öl rein getan - keine 20 Stunden dann war es hin und das ist bei einem 36 Gang Getriebe keine Schnäppchen-Reparatur.
Schräges und schnelles Schalten mag kein Kubota Getriebe - gerade und langsam ist es butterweich und wirklich super.
Ich hatte zum Glück vor dem Verkauf das Getriebe prüfen lassen und der Kubota Ingenieur hat bestätigt, dass alles OK ist und das Getriebe so gebaut ist - also kein Problem, das auch mich zurück fällt.

Also mit dem Öl keinen Spass und keine Versuche machen - richtiges Öl ist wichtig !!!

Grüssle Micha
 
Kann es dem Getriebe schaden wenn sich diese beiden Öle mischen ?
 
Eigentlich nicht, das bessere Öl wird dadurch etwas schlechter und das schlechtere ... ;)

Wenn du dir mal nen Kipper oder sonst ein Gerät mit Hydraulik borgst, ist sowieso "irgendwas" in deinem Traktor an Öl. :D ;)
 
Gut dann werd ich das 85w90 rein machen ist sicher auch besser für den hydraulikdruck
 
... die Frage ob es wirklich schadet kann Dir wohl niemand sicher beantworten - sicher ist aber:

-> Du hast dann eine unbekannte Viscosität mit unklaren Eigenschaften.

-> Es gibt Additive die sich nicht vertragen und dann verklumpen oder den Schmierfilm zerstören. Daher soweit möglich nie Ölsorten mischen. Du musst davon ausgehen, dass die Mischung schlechtere Eigenschaften hat als das schlechteste Öl, das Du dazugemischt hast.

-> Jeder der Deine Mischung via Anbaugerät abbekommt wird sich vielleicht nicht so freuen - also mach's dann sicherheitshalber so lieber wie der "Verleihnix" aus dem Asterix Comic.

Das Beispiel Kipper ist nicht so relevant - den hängst Du ja an wenn er unten ist und pumpst dann Öl rein. Du bekommst also nur ganz wenig fremdes Öl zurück. Relevant sind natürlich Anbaugeräte mit drucklosem Rücklauf und entsprechendem Volumen (Anbaubagger und co.) Da hast Du dann eine völlige Durchmischung. Hier sollte man vielleicht bei Fremdgeräten schon mal nachfragen oder vielleicht den Rücklauf erst man in die Altöl-Dose laufen lassen...

Grüssle Micha
 
Na, jetzt dachte ich schon beim Betrachten der "Raiffeisenaufkleber" an einen schlechten Scherz. Ist wohl nicht so...

1. Ein Öl mit einer Viskosität von 10W/40 hat in einem Getriebe grundsätzlich nichts zu suchen. Viel zu dünnflüssig.

2. Ein "Hypoid-Getriebeöl" 85W/90 hat im Getriebe der Zetor UR1 eigentlich auch nichts zu suchen. Schließlich gibt es dort keine Hypoid-Verzahnung. Die Viskosität von SAE 85 ist ja in Ordnung, aber in einem Schaltgetriebe ohne Hypoid-Verzahnung hat das Zeug nichts verloren.

Du brauchst im Prinzip nur ein UTTO-Öl in Viskositätsklasse SAE 85, welches eben den Anforderungen gemäß, gleichermaßen für Getriebe- und Hydraulik geeignet ist.

Nun, da ich die zwischenzeitlichen Kommentare überflogen habe, wird es wohl nicht helfen, als das Geschriebene trotzdem abzuschicken.

Gruß
Peter
 
Naja ... vielleicht nicht zu selten das Öl wechseln. ;)

Sobald du eine Maschine kaufst, erhälst du Öl unbekannter Zusammensetzung. Ich kenn noch keinen, der das Öl abpumpen lässt und vorher die eigene Sorte drauf gibt.
Bei uns im Betrieb sind u.a. unterwegs: 4 Fendt verschiedenster Baujahre, 2 MF und ein DAF LKW. Da wird das Öl zwangsweise gemischt und das obwohl da beileibe nicht alle das gleiche Öl intus haben sollten.

Das ist halt ein Problem der Vielfalt.

@Micha, ich hab nen Kipper mit Rüttelventil und 2 Schlauchanschlüssen - da hast du von der ersten Kippung an nen Umlauf und Mischung.

Wie lösen das Problem denn andere Zetor Fahrer hier??? ürde mich mal interessieren. :like

@Peter
Das Hypoidöl ist von höherer Qualität - sprich es schadet dem Zetorgetriebe nicht. Umgekehrt würde ein "normales Öl" einem Hypoidgetriebe sehr wohl schaden. Ich seh da jetzt nicht so das Problem. :denk2:

Du brauchst im Prinzip nur ein UTTO- Öl in Viskositätsklasse SAE 85, welches eben den Anforderungen gemäß, gleichermaßen für Getriebe- und Hydraulik geeignet ist.
So ist es. :top: ... und genau das steht ja auch so im Lexikon hier, was keiner zu lesen scheint ... :bier: ;)
 
Nun, meine Meinung zum Hypoid-Getriebeöl stammt offen gesagt auch von einem Werkstattmeister der Raiffeisen. Das war allerdings schon vor mehr als 20 Jahren. Dieser hat mir damals gesagt, dass das Hypoid-Getriebeöl für das teil- bzw. unsynchronisierte Getrieb wie im Zetor UR1 nicht geeignet ist.

Jedenfalls ist das Hypoid-Öl für die wesentlich höheren Schergeschwindigkeiten zwischen den Zahnflanken an der Hypoidverzahnung entwickelt worden.

Ob das jetzt im Getriebe des UR1 Schaden, oder Nachteile macht, kann ich nicht aus Erfahrung heraus beurteilen. Ich kann nur sagen, dass die Verwendung von Nicht-Hypoid-Getriebeöl SAE 85 nicht schadet.

Gruß
Peter
 
Moin,

das schlimmste was passieren "könnte" - er lässt sich in den synchronisierten Gängen etwas zögerlicher schalten. An einen Schaden jedoch glaub ich nicht.

Machen wir es doch kurz - drauf gehören würde ein UTTO SAE 80W-90 API GL-4 oder besser GL-5.

Das gibts bei jedem Ölhändler um die Ecke und kost nicht mehr wie andere Öle. Jeder halbwegs gute Ölhändler sollte auch heute noch umschlüsslen können vom Paramo PP 80, welches laut Parapetrol.sk der Viskositätsklasse SAE 80 und der Leistungsklasse API GL-4 entsprach/entspricht.

Wer es auf die Spitze treiben möchte - das Paramo PP 80 ist in CZ zB. noch zu bekommen. Original sozusagen ... ;)
 
Pete 6745
Das Öl 10W40 Auf dem Bild ist das Öl was New Holland für den TD5040 vorschreibt.
Das kommt bei dem is Getriebe, Endvorgelege, Allrad also in alles was ein Zahnrad hat.
Da muss man aber dazusagen der Hydraulikfilter muss alle 300 Betriebsstunden und das Öl alle 1200 Betriebsstunden gewechselt werden.
 
Okay Florian,

wußte ich nicht, dass beim New Holland Motoröl im Getriebe rumschwappen darf, bzw. sogar vorgeschrieben wird. Die werdens schon wissen, wenn die das so vorschreiben.

Jedenfalls gehört in ein Zetor-Getriebe UR1 wirklich nur Getriebeöl mit der Viskosität SAE 85 oder auch SAE 80 wie Joachim schon sagt, und auch im Lexikon nachzulesen ist. Die Bezeichnung UTTO (Universal Tractor Transmission Oil) gibt dir an, dass dieses Öl eben für Schleppergetriebe und Hydraulianwendungen geeignet ist. Zum Beispiel ist das UTTO-Getriebeöl für die Dichtungswerkstoffe in der Hydraulik unschädlich, was mit einem reinen Getriebeöl nicht wirklich geprüft worden ist.

Der Zetor UR1 ist schon noch aus einer anderen Zeit. Damals fortschrittlich, da das Hydrauliköl einfach dem Getriebekasten entnommen wurde. Die Konkurrenz-Schlepper hatten damals meist noch einen strikt getrennten Ölhaushalt von Getriebe- und Hydrauliköl :boah .

Eine Frage noch: Wo gehört denn beim New Holland das Hypoid-Getriebeöl SAE 85W/90 rein?

Gruß
Peter
 
... klitze kleiner Einwand - getrennte Ölhaushalte sind seit Jahren bereits "modern" und bei den Stufenlosen Variogetrieben unabdingbar um deren Haltbarkeit zu gewährleisten. ;)

Getrennt hätte je gerade den Vorteil, das das Getriebeöl nicht verpanscht werden kann und somit max. ausschließlich die Hydraulikkomponentenleiden würden. :like

Also ich kenn vom Fendt die Hypoid-Öle vor allem von den Vorderachsen. Wenn man da ein "normales" rein macht, dann knarzt es bedenklich beim einlenken und fahren. Leidliche Erfahrung aus unserer Fendt Xylon Zeit. ;)
 
Na ich sprech ja auch aus der Zeit als ein Fendt Farmer 106, oder ein Deutz 6206, oder ein IHC 745 aktuell waren. Das waren die Konkurrenzmodelle zum Zetor UR1.

Der Zetor-Fahrer kam damals mit 2 verschiedenen Ölfässern aus. Eins für den Motor, eins für Getriebe und Hydraulik. Bei allen anderen waren für den Schlepper 3 Ölfässer nötig (Für Motor, Getriebe und Hydraulik).

Wenn die "modernen" Schlepper jetzt auch wieder 3 Sorten brauchen, ja wo ist denn da der Fortschritt?
 
Hah,
dann war und ist mein Deutz D30 wieder modern.
Er hat Motor, Getriebe und Hydraulik Ölhaushalte getrennt und trotzdem brauch ich nur 2 Ölfässer für den :D weil die Hydraulik nach Motoröl verlangt ;)
 
Warum die unbedingt in dem Trecker dünnes Öl Haben möchten weis ich nicht.
Aber warum hat dann das 10w40 die Zusatz Aufschrift API GL 4 ?
Mit API GL 4 müsste es doch die nötigen schmiereigenschaften für ein Getriebe haben?
Für dem Zetor nehme ich das 84w90 aber wie läuft der new Holland mit dem dünnen Öl im Getriebe ?
 

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