• 5. Zetor Traktor Treffen 2021

Förderbeginn Zetor 6745

pete6745

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Servus,

hab ja mal erwähnt, dass bei meinem 6745 anfangs der Förderbeginn nicht gepasst hat. Von den geforderten 18-21° waren ursprünglich nur noch ca. 9° vor OT übrig. Ich hab das vor über einem Jahr - gleich nach Kauf - durch Nachstellen des Ritzels an der Einspritzpumpe zumindest mal auf 18° vor OT korrigiert. Dieses Nachstellen ist sicher nicht im Sinne des Erfinders, jedoch ist so zumindest die Motorleistung einigermaßen gesichert. Wo diese Verstellung des Förderbeginns letztlich herkommt ist noch nicht geklärt. Helmut hat gemeint, dass das vom exzessiven Betrieb des Kompressors herkommen kann, da ja die Kompressorwelle vor der Einspritzpumpe sitzt und sich halt ob der Druckstöße über längere Zeiträume "minimal" verdreht hat. Kann sein! Aber gleich um 9-12°verdreht?

Eigentlich vermute ich ja, dass ein loses Steuerrad seine Passfeder langsam ausschlägt und diese Abweichung begründet. Freilich sind es wohl 2 Tage Arbeit den Allrad wegzubauen und um den vorderen Motordeckel runterzuschrauben und nachzusehen.

Jedenfalls war die Motorleistung nach Korrektur wesentlich besser. Er sprang dann auch wesentlich besser an. Nachdem das Thema Förderbeginn auch beim Michel angeschnitten wurde (geht auch 24° vor OT?) hab ich mal nachgeschaut was denn eigentlich in der Bedienungsanleitung steht. Da steht 21°+-1° für den Z 6701. Werde wohl mal dies beherzigen und den Förderbeginn durch Drehung der Pumpe (in Fahrtrichtung gesehen nach rechts) die fehlenden 3° noch nachjustieren. Mal sehen, ob sich das in mehr Leistung bemerkbar macht.

Wenn ja, kann man ja noch etwas darüber hinaus gehen (22 oder gleich 24° vor OT?), aber irgendwann muss es ja letztendlich wieder schlechter werden, bzw. eine zu frühe Expansion mit kontraproduktiven Kräften auf Pleuellager und Kurbelwelle Schaden anrichtet.

Gruß
Peter
 

Joachim

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Re: Förderbeginn

Hallo Peter,

ja, die Stirnwand abbauen ist schon ein Aufwand. Aber um dem Problem (plausibel) auf den Grund zu gehen, wäre das der Weg - wenn man die Zeit hat. Ist wohl eher was für den Winter. ;)

Ich denke mal das Zetor auf Grund der Motorenbauerfahrungen recht gut das Optimum heraus gefunden hatte - daher: stell sie auf 21°, meinetwegen 22°, aber 24° wird wohl dann keinen Vorteil mehr bringen. Das dies Schäden an der Welle verursachen könnte... glaub ich eher nicht. Kann ich aber auch nicht aus Erfahrungswerten schöpfen, weil ich mit sowas beim Diesel noch nicht experimentiert habe. ;)

Die ehemals nachfolgenden OT Beiträge sind nun hier zu finden.

Hier sollte es weiter um Peters Zetor Anfrage/Problem gehen. :like
 

pete6745

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Servus,

ja jetzt hab ich endlich Zeit gefunden um mal den Förderbeginn von 18° vor OT auf 21° vor OT nachzukorrigieren.

Am meisten genervt hat die hintere Mutter M10 an der Einspritzpumpe, da kann man wirklich nur mit zwei Winkelgelenken an der Ratsche (und Geduld) zum Erfolg kommen. Die Zulaufleitung (vom Filter kommend) muss man lösen und die Leitung auf die neue Stellung der Einspritzpumpe zurechtbiegen.

Hab zwar hinterher bloß Hänger rangiert, aber der Motor hat einen deutlich anderen Klang.

Werde das morgen mal testen, ob ich bei einer gewohnten Fahrt später zurückschalten muss.

Gruß
Peter
 

Joachim

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Moin Peter,

ja, die hintere Schraube ist nicht ganz so doll zu erreichen - ich hatte da auch so meine Problemchen, die ich dann so gelöst hatte: Nuss-Winkelgelenk-Verlängerung-Winkelgelenk-Verlängerung-Ratsche :hehe: Aber damit ging es dann sowohl raus, als auch rein ganz gut.

Wie klingt er denn im Vergleich zu vorher? "Härter" ? :denk3

PS. Du hast PN ... sag mal bitte Bescheid obs geht. ;)
 

pete6745

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Moin, moin.

ja genau so ein Ungetüm aus Winkelgelenken und Verlängerungen war das bei mir auch.

Zum Klang: Ja er ist jetzt deutlich lauter und es klingt "härter". Im Leerlauf nagelt er so vor sich hin.

Also, es sind jetzt die geforderten 21° vor OT eingestellt. Im Gegensatz zu vorher (18°) sind es wohl geschätzte 5 PS mehr. Heute mußte ich mit leerem Rückewagen an einer markanten Steigung 10m später zurück auf den 4ten schalten. Jedenfalls ist es jetzt der gewohnte Zetor-Klang wie ich es auch vom 6718 gewohnt bin.

Im Vergleich zum Zustand mit 9° vor OT - so war der 6745 beim Kauf eingestellt bzw. verstellt gewesen - hat er eine geschätzte Minderleistung von 20% gehabt. Will sagen es war schon arg spürbar.

Kenne auch einen Fall aus der Nachbarschft, wo ein 6911 eben wegen geringer Motorleistung günstig erstanden werden konnte. Es stellte sich heraus, dass sich das Ritzel vom Konus der Einspritzpumpe gelockert hat und sich deswegen die Scheibenfeder eingerieben hat. Das war schnell repariert und der Nachbar hat sich damals über seine Neuanschaffung damals sehr gefreut. Man bedenke dass schon eine Verringerung der Dicke von 3mm auf 1,5mm der Scheibenfeder an der Welle der Einspritzpumpe schon ca 9° späteren Förderbeginn verursachen (der Durchmesser der Welle an der Feder ist ja in der Mitte vom Konus nur ca 16mm und ergibt halt dann eine Winkelverstellung von ca 9°).

So hab ich übrigens auch die ursprünglichen fehlenden 9° (von 9 auf 18° vor OT) hingetrickst. Scheibenfeder zwischen Ritzel und ESP-Welle abfeilen, so dass die Fehlstellung dadurch korrigiert wurde. Nachdem die Kraftübertragung sowieso durch den Konus hergestellt ist und die Scheibenfeder allenfalls eine Sicherung bzw. nur eine narrensichere Montagehilfe (Stellung des Ritzels zur Muffe mit dem ausgelassenen Zahn und eben Stellung der Nut von Ritzel zu Nut der Welle durch die Scheibenfeder) darstellt, geht das.

Aktuell wurde durch Drehung der ESP auf die 21° eingestellt. Wo die ursprüngliche Verstellung auf 9° vor OT herkam oder herkommt, ist nach wie vor nicht bekannt. Eine verdrehte Welle vom Kompressor? Eine ausgeschlagene Passfeder irgendwo an einem Steuerrad? Das wissen nur die Götter.

@ Joachim: PN geht noch immer nicht.

Gruß
Peter
 

Joachim

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Hallo Peter,

das erklärt es mal ausführlich. :like

( PN Einstellungen sollten aber wie bei jedem anderen auch sein - kannst du die nicht lesen oder wo genau klemmt es da?)
 
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