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Frage Plötzliches ausgehen des Motors Zetor 5245

Joachim

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Wenn der Kolben so ausschaut muss auch schon Diesel ins Motoröl gelangt sein. Muss ja nicht viel sein, aberdicht kann der kaum noch gewesen sein.
Der Kolben, arbeitet aber nur, wenn der Motor dreht. Der hat mit der Handpumpe nichts zu tun, muss dennoch dicht sein. So wie der aussieht, hat der mal Schmutz gesehen. Die Förderpumpe hat demnach schon gut gelitten, ein Austausch kommt in Frage.

Ich sags langsam ungern, aber dennoch - wenn das Kraftstoffsystem dicht ist / dicht wäre, müsste auch nach Monaten nicht von Hand vorgepumpt werden. Ergo, wenn man vorpumpen muss, existiert noch immer eine Undichtigkeit zumindest zwischen DBV der ESP und dem Tank, bzw. wahrscheinlicher zwischen Förderpumpe und Tank.
Und ich sage auch dies immer wieder - auch wenn die Anlage äußerlich dicht erscheint, heist das nicht dass sie dennoch Luft zieht.

Wäre das mein Traktor...
...ich tät die Förderpumpe ersetzen, mit der zusammen kommt n neues Ventilchen und ne neue Handpumpe. Das heist, 3 Bauteile würden ersetzt.
Ich tät auch gleich das DBV der ESP ersetzen, alle Dichtungen gegen Alu-Dichtringe tauschen (ich weiß, ich sage ja nur "ich" tät dies tun ;) ) die Leitungen zwischen ESP, Förderpumpe und ggf. zum Tank hin neu machen und den Vorfilter bzw. dessen Gehäuse tät ich mir noch mal ganz, ganz genau unter die Lupe nehmen und im Zweifelsfall dessen Gehäuse (gibts einzeln ohne Glas, Feder, Sieb...) halt auch ersetzen. Der Tank würde dann als erstes gespült, dann die Teile ersetzt, dann entlüftet. Und wenn man nichts übersehen hat, dann muss der auch n halbes Jahr stehen können, ohne das man vorpumpen muss. Die Pumpe war eigentlich nur dafür da, nach dem Filterwechsel zu entlüften und nicht um damit täglich zu pumpen.

Das wäre, was ich nun tun würde.
 

Maax

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Grüße,
ich weiß, lange ist es her, aber ich forsche noch immer.

Vorförderpumpe habe ich ersetzt. Das Problem mit dem Ausgehen ist beseitigt, doch er springt immer schlecht an. Vor jedem Start musste ich 8 mal Pumpen mit er halbwegs ansprang.
Mir war dann mal das Filterglas runter gefallen und zerbrochen. Hatte ein Schnapsglas benutzt - unverändert. Wochen später habe ich das aus meinem zweiten 5211er rein gebaut und äußerst gründlich entlüftet (am 5211 hab ich keine Probleme mit dem Schnapsglas).

Das Schauglas ist jetzt gefüllt, sobald ich Pumpe oder der Motor läuft ist 1cm Luft darin. Er springt nahezu Perfekt an und geht auch nicht mehr einfach so aus.

Wie entlüftet man an besten? Habe erst die Leitung vom Feinfilter abgeschraubt bis DK kam, dann hinter dem Filter, dann an der ESP und dann noch viele male gepumpt mit geschlossenen System.

Kann dann nur noch sagen das ich die Leitungen bei den Einspritzdüsen entlüftet habe und hatte dann entgültig Ruhe.
Habe ich ausprobiert, da kommt nichts oben an. Am 5211er aber auch nicht und da ist das DK System i.O.

Gruß Max
 

Joachim

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Im Grunde gar nicht. Bzw. einzig über die Handförderpumpe und pumpen bis das Überströmventil hinten an der ESP surrt und dann noch 10-15 Hübe weiter. Ich hab noch NIE einen UR1er entlüften müssen, egal ob Filter gewechselt oder kompletter ESP-Tausch oder Motor zerlegt (wie dieses Frühjahr erst wieder). Noch nie.

Wenn mans dennoch unbedingt machen möchte, dann immer hübsch der Reihe nach. Pumpen, und zuerst an den Filtern entlüften, dann an der ESP (ESP-seitig die Zuleitung lösen) und wenn man zu viel Zeit hat, dann kann man vor dem ersten Startversuch auch noch die Düsenleitungen entlüften durch lösen an den Düsen und orgeln lassen bis keine Blasen mehr kommen. Aber wie gesagt, muss nicht sein. Meine laufen ohne Probleme und auch nach Monaten Stillstand springen alle OHNE vorpumpen sofort an.

Mir war dann mal das Filterglas runter gefallen und zerbrochen. Hatte ein Schnapsglas benutzt - unverändert. Wochen später habe ich das aus meinem zweiten 5211er rein gebaut und äußerst gründlich entlüftet (am 5211 hab ich keine Probleme mit dem Schnapsglas).

Das Schauglas ist jetzt gefüllt, sobald ich Pumpe oder der Motor läuft ist 1cm Luft darin. Er springt nahezu Perfekt an und geht auch nicht mehr einfach so aus.
Das klingt für mich n bisl nach dem Drama was ich mal am 2011 hatte. Die Lösung war dort nicht der Einbau eines Schnapsglases (die Filtergläser gibts für glaub 3 Euro einzeln) sondern die Rändelmutter wirklich exakt mittig unter dem Glas zu positionieren. Der Glasboden erlaubt es leider, das die Rändelmutter des Bügels auch etwas seitlich weg wandert, und dann ... genau dann, wird der Vorfilter nicht 100% dicht, was man aber auch sehr schnell sieht, weil er dann auch außen Dieselfeucht wird.

Habe ich ausprobiert, da kommt nichts oben an. Am 5211er aber auch nicht und da ist das DK System i.O.
Da kann auch niemals was von der Handförderpumpe ankommen, dazu muss die ESP drehen, also gehts nur per Anlasser. Siehe entlüften zuvor.



Das Luftpolster im Schauglas, hat aber mit dem entlüften ab hinter der Föderpumpe rein gar nichts zu tun!
Wenn im Schauglas Luft ist, dann kommt die von der Saugseite, es sei denn das Ventilchen (Rückschlagventil) in der Förderpumpe ist undicht - dann und nur dann, könnte rein theoretisch Luft aus der dann aber unentlüfteten Druckseite des Kraftstoffsystems zum Schauglas gelangen.
Wahrscheinlicher ist aber, das auf der Saugseite doch noch irgendwo Luft rein kommt. Da man das ab 5011 nicht mehr unbedingt durch Dieselleckage sieht, ist das bisl blöd zu finden. Hatten hier auch schon mal z.B. ein gerissenes Saugrohr im Dieseltank oder undichte Schlauch-Stutzen-Verbindungen. Um das zu prüfen... Saugrohr ausbauen, eine Seite zu machen (Gummiprfopfen) und dann unter Wasser mit Durckluft (max. 2 bar) abdrücken. Will mans richtig machen, dann die Saugleitung am Vorfilter abschrauben und dannkomplett mit dem Saugrohr im Tank zusammen unter Wasser mit Druckluft testen. Hinterher (wenn alles dicht ist und durch geblasen wurde) wieder einbauen, mit Alu-Dichtringen... :D ;) ;)
 
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