• 5. Zetor Traktor Treffen 2021

Stellenabbau bei Fendt - 500 müssen gehen, leere Auftragsbücher

Joachim

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teufelräuber

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Hallo.
So traurig wie das für die fendt leute ist, aber bei zetor ist halt das preis Leistungsverhältnis ein ganz anderes.
Ein kleiner (grünland) betrieb wird sich halt überlegen ob er für leichte oder pflegearbeiten einen doch recht teuren fendt kauft oder halt einen günstigeren der die arbeit genauso gut macht.
Neben zetor (was mich natürlich freut) ist kubota auch stark auf kommen.....
 

ralle89

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Ich glaube das Problem sind eher die "Großen".... also bei uns fahren gefühlt immer mehr John Deere statt Fendt herum. Und der lokale Landmaschinenhändler stellt gerade von Fendt auf Claas Traktoren um.
 

Joachim

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Also wenn man die einschlägigen Foren so liest ... dann soll es wohl auch an dem "abgewürgten Biogas Hype" liegen. Mag sicher mit eine Ursache sein, ich denke aber mal das die Ukraine Krise und die Wirtschaftsgebaren derzeit wohl eher da hinein spielen.

Ich als Fahrer halbwegs aktueller Schlepper von MF und Fendt muss aber auch sagen, das die Entwicklung der neusten Modelle mich auch vor Fragen stellt, die man sich so nur selbst beantworten kann:

- Brauch ich unbedingt eine 4 Pfostenkabine, wo mich die Sonne trotz Klima zu Tode brät?
- Brauch ich eine amerikanisierte Bedienkonsole auf der Armlehne, wo man nur mehr mit Fingergymnastik die Schwimmstellung der Steuerventile aktivieren kann?
- Brauch ich nen Touchscreen auf einem Schlepper, den ich auf dem Acker wegen des gewackel kaum und auf der Strasse gar nicht bedienen kann?
- Brauch ich nen Traktor der im Service Fall zur Servicefalle wird weil nur mit immer mehr Aufwand zu reparieren?

Die Liste könnte ich fortsetzen, zumindest für mich gesprochen. Ich brauch das nicht! Ich find die Stufenlos Getriebe toll, fahre sie gern. Ich nutze gern die Funktionen der Datatronic von MF (Vorgewende Managment zB.) aber muss man das nur weil mans kann noch mehr verkomplizieren? Ich kann mit unseren Maschinen bestens arbeiten, Sprit brauchen sie nicht mehr oder weniger als deren Vorgänger und in den reparaturen sind diese jetzt schon teuer genug. Da darf ich mit Zetor gar nicht vergleichen. ;)

Wenn ich dann lese - 135.000 Euro für einen 516er Fendt (160PS) - dann kommt man schon doch schon lang ins grübeln. ;) :D
 

3011Major

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Tja das ist noch schlimmer als bei den PKW's.
Meiner hat mehr, meiner kann mehr.
Viele Menschen können mit vielen Techn. Gimmiks nicht mal umgehen, geschweige den können diese Nutzen.
Hauptsache der Nachbar ist Übertrumpft.:rolleyes: :neinnein:
 

ralle89

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Ja zu viel Elektronik im Auto/Traktor lenkt irgendwann nur noch ab weil man auf die Straße gucken muss und nicht 10 sekunden lang in 20 Menüs rumwühlen kann.
 

Joachim

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Schlimm ist wenn bestens funktionierende Dinge einfach im neuen Modell anders gemacht werden, scheinbar nur weil mans halt kann.

So ist zB. seit vielen Jahren bei den meisten modernen Schleppern ein Wippschalter mit Neutralstellung in der Mitte für das Heben/Stoppen/Senken des Hubwerks zuständig. Funktioniert super. In aktuellen Modellen hab ich statt des Wippschalters nun 3 gummierte Knöpfe. Selten so nen Quark gesehen. Um das Hubwerk "freizuschalten" nach Schlepperstart oder Heckbetätigung musste man den Wippschalter nur mal kurz "durchschalten" und fertig.
Bei den Knöpfen muss man das auch, aber drückt mal 3 Gummiknöpfe zügig nacheinander durch - das ist doch behämmert... :hmm

Genauso der Trend zu gigantisch hohen Reifen - damit wandert die Kabine immer höher und die Kipp- und Nickbewegungen der Hütte nehmen drastisch zu und belasten den Fahrer. Ja, auch trotz Luftfederung...:bored
 

3011Major

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Ich weiß zwar nicht was immer noch höhere Räder noch bringen sollen (vermtl. viel Show), aber wenn mal ein Traktorhersteller damit anfängt müssen die anderen mitziehen weil die Kundschaft sonst beim Mitwettbewerber einkauft.;)
Bei den von dir angesprochenen Knöpfen sollte man mal nachhaken was sich der Konstrukteur dabei gedacht hat.
Manchmal gibt es gute Gründe, result. aus Erfahrungen oder Vorschriften etwas zu ändern.:ka:
 

Joachim

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Höhere Räder = mehr Traktion durch mehr Aufstandsfläche. In die Breite kann man in D ja nicht so wie in den USA zB. ;) Der Irrsinn sind ja schon "Standardschlepper" mit 400 PS. Der K700 war zu Recht ein Knicklenker und wenn man sich mal die Videos zu aktuellen Traktor Pullings ansieht, dann sieht man auch wie Fendt und selbst Xerion gegen zB. einen K740 quasi kein Land sehen. Soviel zum Thema Leistung auf den Boden bringen.
Eine Ausnahme dürfte da der Case Quadtrack sein mit seinen 4 Kettenlaufwerken - der bringt seine Leistung wirklich auf den Boden. ;)

Was die Knöpfe angeht, nun - da schlägt die Amerikanisierung zu. Leider. Schön zu sehen an einem anderen Beispiel: Fendt baut ja wie MF auch das Stufenlose Getriebe in seine Schlepper ein. Auf dem Amerikanischen Markt hatte man da zumindest Anfangs wenig Erfolg - man kam dort mit der Bedienung nicht klar. Was hat zB. MF gemacht? Nun man hat die Software des Getriebes dahingehend geändert, das das nach vorn bewegen des Fahrhebels nicht einfach das Getriebeübersetzungsverhältnis stufenlos von 0-50 kmh anpasst, nein in der US-Version simuliert es ein Lastschaltgetriebe wie es drüben zumeist seit vielen Jahren verbaut wurde und degradiert das stufenlose Getriebe zum Pseudo LS Getriebe. Verrückte Welt.

Aber das führt glaub ich zu weit vom Thema weg und erklärt freilich nicht warum Fendt immo so schlecht verkauft. :)
 

ralle89

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Ja um die Kraft bei allen vier Rädern auf den Boden zu bekommen muss auch erstmal die Last gut auf beide Achsen verteilt sein, sonst nützt der Allrad auch nichts. K700 oder ZT haben den schweren Motor schön weit vorne und haben ne gute Gewichtsverteilung selbst mit Anbaugerät..Zetor ist ja auch eher hecklastig;)

Das ist auch der Grund warum so viele mit Frontgewichte fahren müssen. Eine stark über die VA überstehende Schnauze sieht vll ästethisch nicht ganz so hübsch aus, ist aber dank der besseren Hebelwirkung das Beste was man machen kann zur Gewichtsverteilung.
 
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teufelräuber

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Die amis spinnen irgendwie.
Beim auto fahren sie schon jahrzehnte nur automatik und beim traktor halten sie stur an ihren ls getriebe fest.
Wobei meine meinung dazu ist ja (fahre beide arten von getriebe also vario und lastschaltung) das ein richtiger ackerschlepper der zum größten teil bodenbearbeitung macht, sollte ein voll lastschaltbares getriebe haben. Finde die haben einen besseren Wirkungsgrad und bei feld arbeiten muss ich ja nicht auf ein halbes km/h genau diese eine Geschwindigkeit anfahren. Fahre aber auch sehr gerne stufenlos.vom Fahrkomfort her und Bedienung ist es natürlich ein traum.... gerade bei viel Transportarbeiter. aber das führt zu weit. Da könnte man stundenlang drüber diskutieren. ..
 
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zetor-2511

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des mit dem "LS simulierenden getriebe" hat eher markenspezifische gründe, weil MF ja doch vom "prinzip" her nicht das gleiche sein darf wie der fendt, auch wenn beides AGCO ist...
ich bin zuletzt mit der 700er und 900er fendt vario reihe gefahren, da ist des mitm bordcomputer, joystic usw echt ok, aber dann änderungen mit touchscreen... bräucht man nicht unbedingt...


fendt, john deere usw wie se alle heissen - ist eh interessant- alle schreien immer wieder zur welt hinaus wieviele milliarden umsatz gemacht werden aber trotzdem werden leute entlassen (zumindest bei nem john deere werk in den USA so, aber davon bekommt man halt in D nichts direktes mit)


zu der höhe der schlepper..... hab auf dem LWH in stuttgart den neuen deutz gesehn und dacht mir nur "WIE ZUR HÖLLE WILLST DA NOCH OHNE BOCKLEITER HOCHKOMMEN??"..... nee im ernst... solangsam sehn sämtliche maschinen eh aus wie spaceshuttle...
 

Joachim

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Öhm, Lorenz - die LS Simulation gabs auch bei Fendt. ;) Aber sonst geb ich dir Recht. :like
 

zetor-2511

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beim fendt hast/tust ja eben en joystic vor und so bescheunigt der stufenweise - würde ich jetzt nicht direkt mit "LS verfahren" vergleichen.... oder welche baureihen meinst speziell?
ich hab in der regel eh den tempomat benutzt - zumindest auf der straße :p faulheit siegt eben^^
 

Joachim

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In beiden Fällen meine ich die gleichen stufenlosen Getriebe von Fendt/MF da die ja Baugleich sind, was das Getriebe angeht und Fendt sich die DataTronic von MF angenommen hatte. Also beides quasi Varios. Beide haben einen Fahrhebel und bei beiden gab es in den "versteckten" Menüs die Möglichkeit eine US-Version der Software zu aktivieren unter welcher der Schlepper sich wie ein LS-Getriebe verhält. Dabei wurde jeweils der Fahrhebel zum LS-Hebel per Software degradiert wodurch man durch einmalig kurzes nach vorn drücken eine LS-Stufe höher "sprang" (es wurde also stufenlos um einen vorgegebenen Wert beschleunigt) und nur durch langes vorn festhalten stufenlos beschleunigte bis man den Hebel wieder los lies und so in einer entsprechend vorgegebenen "LS-Stufe" landete.
Somit hatte man das am weichesten schaltende LS... :D ;)

Daher - das ist keine MF-Erfindung, denke das die Idee dazu ursprünglich eher von Fendt kam bzw. von dessen US-Marktstrategen.

Problem was bleibt: der schlechtere Wirkungsgrad und die schlechtere Gewichtsverteilung als bei den wirklichen Ackergiganten, den Knicklenkern. :)

Ich hatte gestern eine Ausgabe der Profi 06/2014 in der Hand, da wurde ein Deutz TTV (150PS) getestet und verglichen mit einen gleichwertigen Fendt ... der Fendt war Liste gut 40.000 Euro teuerer als der Deutz! Vielleicht liegt das Fendt-Problem ja da begraben... ;)
 

Ursus 1004

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Ich würde mir auch keinen vario kaufen 2 fahrbereiche die ich schalten muss sind für mich nicht stufenlos und dann kann ich das nicht unter vollast machen, nene sowas brauch ich ned !
 

Joachim

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Naja - die zwei Stufen haben ihren Grund. Den Wirkungsgrad. ;) Der ist bei der kleinen Stufe bei niedrigen Geschwindigkeiten deutlich höher als in der großen Stufe. Schalten kann man die im "fast Stand" oder Stand per Knopfdruck ganz schnell.
Die kleine Stufe nimmt man für den Acker und die geht von 0-30kmh. Die Große für alles andere und die geht von 0-50kmh.

Das ist also schon Stufenlos. ;)

Bei den CVT/CVX Getrieben werden ja auch 4 LS-Stufen geschalten um sogar 4 Bereiche zu haben innerhalb derer der Schlepper in einem brauchbaren Wirkungsgrad bewegt werden kann. Das schalten der 4 Stufen bemerkt man dabei jedoch nicht und selbst schalten muss man die auch nicht. Wir hatten mal einen Case CVX 170, daher kenn ich das Getriebe noch.

Und mal wieder zurück zum Thema - bei Deutz gab es heute eine Umsatzwarnung in folge derer der Kurs der Aktie wohl um 10% nach gab. Deutz muss wohl Rückstellungen bilden was auf die Zahlen drückt. Baut Fendt eigentlich noch Deutz Motoren ein oder nur noch Agco-Power Motoren?
 

frieda

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Joachim

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Ja - bei den aktuellen Modellen ja. Bei den ersten ging das so noch nicht - wir haben noch so nen Fendt 716 der ersten Generation laufen... Den mit der Zwergenhütte drauf. :D ;)
 
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