Frage Welches Modell/ Fabrikat ist das?

Bad Kirchhofen

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Hallo werte Zetorgemeinde,

ich habe vor ein paar Jahren bei der VEBEG einen Zetor 5211 nebst Anhänger erworben.
Den Zetor wieder zuzulassen war kein Problem, jetzt soll der Hänger drankommen.
Soweit so gut. Jetzt benötige ich ein Vollgutachten - der TüV `er dürfte das geringste Problem sein.
Die Zulassungsstelle möchte aber gern wissen welches Modell sie denn da zulassen sollen.
Die LELF (da lief er bisher) kann weder Angaben zu Hersteller, Baujahr o.ä. machen. Einzige Aussage von dort: "lief bei uns ohne Zulassung und Kennzeichen immer an dem Traktor; wurde nur innerbetrieblich verwendet".

Meine bisherigen Recherchen (DDR-Landmaschinenseite etc.) verliefen ergebnislos, weil:
TEK 4 - wäre größer und hat eine Bremse ab Werk verbaut - ich fahre ungebremst
TEK 3 - auch negativ, weil ich nur nach hinten kippen kann (ggfls ein modifizierter TEK 3?)


Also hier meine Frage: Wer weiß um welchen Hersteller es sich handelt und in welcher Zeit die ungefähr hergestellt wurden?

alle Bilder/ Fotos aus eigenem Bestand; Rechte Dritter bestehen nicht

Beste Sonntagsgrüße Stefan IMG_5293.JPG
 

Joachim

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Wenn ich das obere Lager des Kippzylinders sehe, dann schaut das nach Eigenbau oder starkem Umbau eines Spenders aus.
Auch die hinteren Kipplager schauen sehr spielig aus. :denk2:

Die Bordwände sehen nach 1970-1989 aus, deren Lager sind aber wieder untypisch und die Bordwandverschlüsse sehen ähnlich aus wie von sehr frühen HK3, aber absolut untypisch bei dem Plankenprofil.

Hat die Achse denn ein Typenschild? Denn wenn die keins hat, kanns echt schwer werden den zuzulassen.

Es gab da nen rumänischen 1-Achser, vielleicht basiert er darauf?

Auf TEK 3 oder 4 aber sicher nicht, und ebenso wenig auf HTS 30 Modellen.
Das wars dann auch schon so ziemlich an DDR 1-Achsern. Denke daher das ist ein drastischer Um- oder halt Eigenbau. Gerade im Werksverkehr gabs da fast nichts, was es nicht gab. ;)
 
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Dettl

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Hallo Stefan!

So auf den ersten Blick, sollte es ein HTS 30.10 sein.
Von der Bordwandhöhe könnte das schon hinkommen, ähnlich THK 5.
Ist es ein Dreiseitenkipper? Nee kippt nur nach hinten.
Die Hinterräder nur in 7,50 x 16 :denk2: , sie sollten aber 7,50 x 20 sein und die Spur wäre auch ein wenig schmal.
Ist die Schlauchgarderobe vorn nur nachträglich angebracht?
Bei DDR- Landmaschinen wird nur ein Foto gezeigt, allerdings in anderer Perspektive.

Schwer! :denk
.
 

Bad Kirchhofen

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Hallo Joachim,

die Achse ist soweit ich sehen konnte ohne Nummer.
Aber FahrgestellNo hab ich vorn gefunden.
Meine Zulassungsstelle war bisher ganz entspannt.
"FahrgestellNo suchen, checken ob nicht auf der Fahndungsliste (FINAS und ZEVIS leisten da gute Dienste), evtl. Schreiben des bisherigen Halters dass der Hänger nie zugelassen war oder eben auch sonst kein Fzg-Brief existierte (hab ich auch), TÜV-Gutachten (TÜV`er kenn ich noch aus der Schule)…."
Die Lager sind noch super in Schuss; da wackelt nichts. Typenschilder: Gabs die damals überhaupt für jede Achse?
Ich muss eben nur noch klären ob es ein Eigenbau ist oder eben was mit nem tatsächlichen VEB-Hersteller etc. Die FahrgestelltNo deutet ja darauf hin, dass zumindest ein Mensch mit Fachkenntnis da mal drüber geschaut hat.
Der TEK 4 sieht meinem recht ähnlich; nur eben 2 Nummern größer. Gab es da vielleicht einen Vorläufer? Anbieten (gewichtsmäßig) kann man im n ganze Menge. Gegenüber unserem Eigenbau mit DDR-Gulaschkanonenbasis zuckelt der Namenlose echt was weg. Breitere Räder für mehr Last wären noch schöner, würden aber dann am Rahmen schleifen. Muss also bei den jetzigen bleiben.

Ich hoffe ja dass jemand im Forum drüber stolpert und sagt: "Ja klar, kenn ich....war/ ist das und das" oder noch besser "Hab ich gebaut"

Eigentlich wirtschaftlich total unsinnig. Ich möchte ihm im Jahr vielleicht 4 oder 5 Mal im Öffentlichen Straßenland zum Kies holen nutzen oder so. Den Rest läuft er hier im Dorf.....
Aber die Angst vor der Rennleitung (Blau-Weiß Brandenburg) zwingt mich dazu.
 
Hi Dettl,


der HTS 30.10 war auch ein heißer Kandidat. Aber die von dir genannten Kriterien (Reifen, Spurbreite) sprechen aktuell dagegen.
Tja, der Druckschlauch....hab es so gekauft und weil brüchig vor 2 Jahren ersetzt. Ansonsten sieht das ganze System so aus wie vor 30 Jahren gebaut und dann nie wieder geändert.
Als Hydraulikkupplung war auch noch die gute alte DDR "Steck-Schraub-Kupplung" angebaut. Ich habe dann auf "West" umgerüstet weil einfach praktischer ist. War am Traktor auch noch auf "Ost".
Ich denke also Schlauch war/ ist original. Da wo er genutzt wurde lag das Hauptaugenmerk auf "Nutzen und nicht Pflegen oder Ändern".
Mein Glück: er wurde zusammen mit dem Traktor angeblich nur genutzt um Pflanzen oder Werkzeug von Studenten vom Lager auf den Acker zu fahren. Schwere Lasten sind ihm also erspart geblieben.

Also vielleicht in modifizierter HTS 30.10? Vielleicht ist die erste Achse abgefallen und da hat man einfach eine Ersatzachse aus dem "Lager hinten links" runtergedengelt?
 

Dettl

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Ja, die Achse.
Fünflochfelgen wurden eigentlich nur an Gespannwagen eingesetzt. Hierfür spräche auch die Reifengröße 16 Zoll.
Das Lochbild an den Rücklichtblechen an der Kippbrücke entspricht der Dreikammerleuchte DDR.
An einen Eigenbau glaube ich eher nicht.
 

frieda

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...Den Zetor wieder zuzulassen war kein Problem, jetzt soll der Hänger drankommen. ...


Ich will dir den Spaß ja nicht verderben, aber schau mal bitte in deine Zulassung vom Zetor. Wenn dein Anhänger ungebremst ist und du in den Zetorpapieren (so wie ich) 750 kg bei Anhängelast ungebremst drin stehen hast, dann kannst du den Anhänger wahrscheinlich noch nicht mal leer legal fahren oder musst eine Bremse nachrüsten.
Bevor du also viele Hebel in Bewegung setzt, kläre das mal bitte ab.
 

Joachim

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So auf den ersten Blick, sollte es ein HTS 30.10 sein.
Mit spitz zulaufendem Rahmen? Ich kenn die nur mit Kastenrahmen:
HTS 30
upload_2019-3-17_21-19-50.png

hts30.10_360px.jpg


Der TEK 4 hatte einen Keilförmigen, gebogenen Rahmen und 2 Kippzylinder, vorn eine andere Aufnahme der Kippbrücke und eine andere Deichsel:
upload_2019-3-17_21-15-22.png
tek-4_360px.jpg




Seiner hier, hat nen anderen Rahmen und ne andere Deichsel als beide:
27096-d4b6809cc0853da33277e73c93cede33.jpg

Der hier hat nen Keilförmigen, nicht gebogenen Rahmen. ;)

Also vielleicht in modifizierter HTS 30.10? Vielleicht ist die erste Achse abgefallen und da hat man einfach eine Ersatzachse aus dem "Lager hinten links" runtergedengelt?
Nein - der Rahmen ist bei deinem anders, die Deichsel ist anders, die Achse ist anders... Das ist kein HTS 30
 
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Joachim

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Joachim

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Hallo. Ich glaube es ist ein umgebauter Hitch anhänger für ein mf 133 oder mf 135.Hier wurde die Achse weiter nach vorn versetzt und die klappen wurden erneuert.
Das meinte ich mit dem rumänischen Anhänger, ich meine da gabs die auch für den UTB... wenn ich nur n Foto hätte...

Hier - ich hab den Anhänger - in nem Video zur Hitch vom IMT 533:
Gehe zu: https://www.youtube.com/watch?v=GsjN04vTZ_Q


Schaut mal die Deichsel, Schlauchgarderobe an, das passt doch - oder? ;)
upload_2019-3-17_21-26-55.png

Die IMT Anhänger waren den MF Anhängern sehr ähnlich - aber da der Anhänger aus DDR Bestand kommt, wird es wohl ein IMT sein. Jedenfalls kein HTS 30 oder TEK.

Auch der, sieht dem gesuchten recht ähnlich, nur eben aktuelle Produktion (Serbien):
http://www.digitronik.ch/trailer-1.html
 

Joachim

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Joachim

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Hallo und Guten Abend,

nach Auswertung der Antworten lege ich mich mal mit Joachims Hilfe auf den IMT 682.5 fest.
Meiner hat sogar noch Rückstände einer Bremsanlage. Wenn ich jetzt wieder aufrüste könnte ich sogar mal die Druckluftbremse an meinem Zetor probieren.

Müsste ich also zuerst mal die Ränder und Trommeln anschauen und sehen was da noch geht.

Oder ich frag mal bei der Gemeinde nach ob sie ihren HTS 30.10 verkaufen wollen. Steht seit 3 Jahren auf dem Bauhof rum da niemand mehr den Schlepper dazu (Belarus) fahren will. Schade eigentlich.

Dank Euch allen an dieser Stelle bei der Suche nach dem richtigen Modell.
Vielleicht schreib ich ja bald im neuen Thema „wer hat noch eine Bremsanlage“

Beste Grüße Stefan
 

Bad Kirchhofen

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So. Habe am Sonntag bei bestem Sonnenschein mal die Räder und Bremstrommeln überprüft. Alles trocken und mit ein wenig Staub und Sand versetzt, aber nach dem Ausbau und gründlicher Reinigung ist zumindest die Mechanik wieder gängig. Eigentlich völlig simple Mechanik. Bei einer Probe (Bremsgestänge mittels Zurrgurt angezogen) bewegen sich beide Räder nicht. Also muss bzw. kann ich mich jetzt um die Druckluftkomponenten kümmern. Hat jemand eine Ahnung wie groß der Druckluftbehälter sein muss?
Habe übrigens vor 2 Wochen in Israel bauähnliche Anhänger in einen landwirtschaftlichen Betrieb gesehen. Hab auch noch irgendwo ein TypeNschild auf meiner Kamera, aber leider alles auf Hebräisch.
 

Dettl

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Also am HW 80 werkelt ein 40 Liter Behälter, den braucht´s am Einachser bestimmt nicht, 20 Liter reichten schon aus.
100er Bremszylinder dürfte reichen.
Eine Zweileiterbremse willst Du doch nicht anbauen?´:schreck
 

Dettl

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Ein 40 l Kessel ist schon derb groß. Verbaue das, was Du an geeigneter Stelle unterbringst und preisgünstig beschaffbar ist.
Genügend Luftvorrat kann man bei Einleiter immer brauchen. Bei langen Gefällestrecken kann die Luft schon mal alle werden, besonders wenn man öfter löst und die Zeit zum Füllen knapp ist.;)
 

Joachim

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Die besten und gleichzeitig billigsten Luftkessel bekommst du immer mal wieder bei der Bundeswehr. Die hauen Werksneue, noch nie ausgepackte Luftkessel der Firma Schneider zu 20 Euro je 20 L Kessel. Hab selber so einen im Zetor. Die sind innen beschichtet und außen halt Armee-Grün, aber lassen sich sehr gut überlackieren.

Musst du entweder bei Ebay suchen oder, ich glaub das war die BW Materialverwaltung, direkt per Email anfragen. Wir haben da auch schon super stabile BW-Spinde geholt wo jetzt zwei als Sattelschrank dienen und einer in meiner Werkstatt steht.

Das vielleicht mal als Tipp. Ansonsten hab ich auch den CZ Luftkessel (20L) im Programm. :) ;)
 

Bad Kirchhofen

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Hallo und Guten Abend.
Also wenn hier von Bergen und Gefälle geschrieben wird...….:bibber Der höchste und längste Berg ist hier bei uns der Brückenberg mit glaub ich 10 m Höhe auf 50 oder 60 m Rampe. Also komme ich mit 20 l locker hin. Danke für den Tip mit der Bw - Materialverwaltung. Frag ich mal zügig an. Mein Onkel hat gestern noch einen Bremszylinder, ein paar Ventile und Sterrhebel rumgebracht. Werksneu lag es seit dem "alles muss raus aus dem Betrieb" in seiner Garage. Fehlen also "nur noch" Kleinteile wie der Kessel, Schläuche und Schellen. Vielleich komm ich ja in der Woche mal dazu mich drum zu kümmern und eine Passprobe zu machen.

Schöne Tage allen hier im Forum:danke
 

Bad Kirchhofen

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Habe nun alle Einzelteile beisammen und verbaut. Die Optik ist erstmal zweitrangig. Funktion zählt. Habe heute probiert und probiert aber werde aus meinen Versuchen auch nicht schlauer. Entweder rückt der Bremszylinder am Anhänger gar nicht aus, oder er rückt nach und nach aus und geht erst wieder zurück wenn ich den Hebel in eine andere Stellung bringe...zum Verzweifeln. Habe jetzt die Anschlüsse verlegt wie an unserem alten HW 60, aber auch dann keinen Erfolg gehabt; egal auf welche Stellung ich den Hebel am Ventil lege. Am Traktor selbst scheint mir alles in Ordnung zu sein. Er bringt ordentlich Luft, auch auf den Kessel, und hinten an der Kupplung kommT meiner Meinung nach auch genug Luft an. Daher nun, die Schwarmintelligenz nutzend, meine Fragen:

Auf welche Stellung muss ich das Ventil am Traktor (vor der Luftkupplung) stellen?

Sind die Anschlüsse eurer Meinung nach richtig gesteckt? (Eigentlich wäre 1 Anschluss „tot“ zu legen weil er zumindest beim HW 60 als Verlängerung nach hinten für einen 2. Anhänger gelegt wird. Habe ihn bei mir auch auf den Kessel gelegt.

Wenn ich auf die Bremse trete pfeift unten am Traktor etwas Luft ab, ich kann allein aber nicht klären wo genau. Ist das so normal? E076BB94-46E3-4793-9B50-C0F122D04601.jpeg
 
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