Bericht Antons Zetor 9540

Joachim

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Hallo,

ich poste hier für Anton ab und an Fotos seines Zetor 9540 im Einsatz - ein 4 Zylinder Turbo mit 95 PS.

42930612_337824536793166_2992104291201712128_o.jpg
Bei der Kartoffelernte, im Hintergrund sein Zetor 5011 von 1982...
 
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Mal was neues....

Der 9540 bekommt aktuell u.a. ne neue Kupplung.

Kupllungsscheibe ist runter (bis aufs Niet), Mitnehmer der ZW-Kupplung hat gefressen, einige neue Wellendichtringe sind nötig, neue Ausrückgabel, die Leitung der hydraulischen ZW-Kupplungsansteuerung muss neu (gebrochen) und noch bisl rei um.
Der Tank der Lenkhydraulik kommt neu, LED Licht muss noch gemacht werden...

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Wir hoffen, das er bis Freitag wieder läuft.
 
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Nein. Oh verdammt ... :D ;)

Natürlich - aber wenn Feldarbeit ansteht und der Reifendienst die Reifen auf die nackten Felgenbänder (ohne den Traktor zu sehen) nicht richtig montiert hat, dann muss es eben mal paar Tage übers WE so gehen und tut (tät) es auch. :)
Das Rad geht die Woche natürlich noch mal hin und wird umgezogen. Kann mal passieren, ärgert den Reifendienst ohnehin schon genug.
 
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Auch hier mal endlich ein paar Fotos und Videos von Antons 9540 im Einsatz. :)

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Heut war mal Fotowetter. :D

20210213_211026.jpg 20210213_210901.jpg

Und das als Lohn für das Reparatur-WE letzte Woche...
20210206_134556.jpg 20210206_141120.jpg

Dank originalem Abdrückwerkzeug ging das zerlegen ganz gut, ca. 7to Druck waren nötig, dafür musste der 5to Chinese noch gegen einen 20to Kollegen getauscht werden. Dann gings.
20210207_143209.jpg

20210207_162722.jpg
Zwei der 3 zu ersetzenden Wellendichtringe, Filzdichtung und sonstigen Dichtungen um den Kumpel wieder dicht zu machen.

Alles gelungen, alles dicht. Aber doch n kleiner Knochenjob.
 
oldtimerfreund

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Das ist eine genauso unbeliebte Arbeit wie beim PKW das wechseln von Gelenkwellenmanschetten.
Da zeigt sich mal wieder wie viel originales Werkzeug wert ist, gut gemacht:like
 
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Ja, zumal das Werkzeug an seine Grenzen kam, erst platzte etwas Farbe ab und dann bog es sich ein wenig... :D Aber - es hielt stand.

Auf dem letzten Foto sind 3 Gummistöpsel zu sehen, dort hinein werden durch die Grundplatte des Hilfswerkzeuges 3 spezielle abgestufte Schrauben geschraubt, Gewinde M12x1,25. Dann kommt durch das Hilfswerkzeug eine Art Stempel der dann vom Wagenheber nach unten gepresst wird während sich der Wagenheber nach oben gegen das Hilswerkzeug abstützt. Und so wird das Planetengetriebe nach unten heraus gepresst. Auf den ersten 1-2 cm sitzt es extrem fest, dann wirds leichter.

Zum Zusammenbau musste dann der ca. 80kg schwere Trümm auf eine 20 to Presse gewuchtet werden und wieder zusammen gepresst werden. Hier waren 4-5 to nötig, den Rest brachten die Schrauben beim anziehen wie im Rep.- Handbuch beschrieben.

Also alles nix für vor dem Frühstück und noch weniger für geschädigte Rücken. ;)

Es gibt ein gutes Video zum zerlegen der schweren Zetor_Achsen:
Gehe zu: https://www.youtube.com/watch?v=ywU6akmuYJM

Grmpf...
Manchmal würde es helfen im Reparaturhandbuch bis hinten zu blättern und die Details zu den Spezialwerkzeugen zu lesen. Dann hätten ich gesehen, dass ich sogar den Einzieher zur Montage da habe und wir hätten uns die Presse sparen können.
upload_2021-2-14_10-41-6.png


1 = Stützfüße (nicht zwingend nötig, bzw. schnell aus Gewindestangen gebaut.
2 = Grundrahmen zur Aufnahme des Stempelwagenhebers zur Demontage und Montage
3 = 3 Stück spezielle, abgesetzte Feingewinde Schrauben die bei der Demontage den Grundrahmen halten
4 = Stempel für Demontage
5 = Zugstange für Montage
6 = Abstützung für Stempelwagenheber zur Montage

Im Video ab 6:20 live und in Farbe zu sehen, bis zur Montage ab 14:25 gut zu sehen. ;)

Parallel versuche ich wie Zeit ist hier: https://www.zetor-forum.de/ressourcen/vorderachse-4x4-ur1-ur3-ur2-instandhaltung.324/ das Thema detailierter abzuhandeln und damit etwas mehr Infos als im Werkstatthandbuch zu finden sind, mit zugeben. Wer zu diesem Thema noch weitere Infos hat und gern mitwirken möchte, einfach bei mir melden. :)
 
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Neues vom Zetor 9540 vom Anton...

Er bekam die letzten Wochen einen neuen Frontlader, dieses mal einen TracLift TL 240 SL - muss sagen, ganz schöne Wuchtbrumme ist das, von der Seite wirkt er harmlos, aber aus Fahrersicht sieht man wie massiv der ist. Inkl. 3. Funktion und elektrisch schaltbarer Schwingungstilgung.
Die Konsolen kann man kaum zu zweit bewegen. Und da für den 9540 von TracLift keine passenden Konsolen mehr zu bekommen waren, sind das hier welche vom Nachfolger Zetor Forterra, die aber einige Anpassungen erforderlich machten.

Unter anderem mussten die vorderen Kabinenlager umgebaut bzw. neu gebaut werden und die Konsolen nach vorn hin deutlich verstärkt werden. Außerdem wurde der Auspuff verlegt und auf Grund des hohen Eigengewichtes der Konsolen die Gewichte von vorn demontiert.
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Und dann ist da ja noch das liebe Heu - hier gehts jetzt erst richtig los, die Blühte ist gerade erst durch und vorher mähen wir nicht.
1623242616264.png 1623242587389.png 1623242560747.png
 
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Mal wieder was neues aus der Werkstatt...

Anton bat mich mal nachzusehen warum der Rückwärtsgang immer öfter bei Belastung raus fliegt...

Also mal nachgeschaut:
Gummibodenmatte raus, Schalthebel ab, hinteres unteres Bodenblech (6 M6 Schrauben) raus, pneumatischen Schalter der Sperre abgeschraubt und frei gelegt.
1652082832874.png
Den mechanischen Teil des Tasters der Sperre muss man nicht ausbauen, das hab ich erst im Zuge der Arbeiten gesehen - wenn ihr das mal macht, lasst ihn drin. ;)

1652082767716.png
6 Schrauben lösen...

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Die beiden Stromkabel an den Schalter direkt vor dem Schalthebel gehören zur Startschutzschaltung, die ein Starten nur erlauben soll, wenn kein Gang eingelegt ist. Deren Enden hab ich im Zuge der Arbeiten kürzen müssen und dann gleich Aderendhülsen aufgepresst.

Zur Übersicht:
1652083295841.png

Bei Schaltsicherung R-Gang fehlt im Foto die Feder, die war aber da - hier nur schon raus gezogen. Unter den Federn befinden sich Kugeln - ACHTUNG, die sind unterschiedlich groß bei bestimmten Getriebevarianten! Hier ist die Kugel des R-Gangs 12,7 mm im Durchmesser und die beiden anderen Kugeln der Gänge 1-4 11,11 mm!

Schalthebelabdeckplatte von unten:
1652084303671.png 1652084323278.png
Man sieht, der Rückwärtsgang hat die gleiche Feder wie die anderen Gänge aber (vermutlich) wegen der größeren Kugel eine Vertiefung in der Abdeckplatte um theoretisch die gleiche Spannung auf die Feder zu bringen. Wir haben auch versucht eine 11,11 mm Kugel beim Rückwärtsgang zu verwenden, aber die erzeugt an der Schaltstange zu viel Spiel, da muss also zwingend die 12,7mm Kugel rein! jetzt eben mit etwas längerer neuer Feder um doch etwas mehr Druck zu erzeugen. Etwas Fett dran bei der Montage schadet hier auch nicht.

Fotos vom Schaltrad des R-Ganges:
1652083449852.png
Ja, Datum falsch, hab keine Lust das nach jedem Batterie-Tausch neu zu stellen... ;)

1652083619744.png 1652083807775.png
Es ist Verschleiß zu erkennen, aber noch nicht soooo gravierend, das der Gang nicht mehr drin bleiben kann. Im zweiten Bild hab ich mal den original Zustand rot umrissen und den derzeitigen Ist-Zustand grün um besser zu zeigen worum es geht. :)

Die kerben in der Schaltstange unter der Schaltsicherung sahen noch jungfräulich aus, also war diese schon mal OK. Wir entschieden eine neue Feder für die Schaltsicherung des R-Gangs zu verbauen, diese ist ca. 3-3,5 mm länger.
1652188415126.png
Dazu um sicher zu gehen eine neue Kugel.
Alles wieder zusammen, aber ohne den Bodendeckel - und auf zur Probefahrt. Ergebnis R-Gang hält wieder bestens, fliegt nicht mehr alleine raus, auch unter Last nicht.

Dann wollten wir den Deckel wieder aufbauen und ich schlug vor den Schalthebelsack zu erneuern da der alte völlig zerissen war. und wie ich den alten abbaue und denke - WTF wer hat denn dessen Rahmen zersägt , sehe ich auch schon weitere Schnitte am Bodenblech... und nach der Montage des Bodenblechs fanden wir den waren schuldigen des Desasters

Da hat mal ein Vorbesitzer eine, Modifikation / Reparatur am Schalthebelunterteil versucht und damit das alles erst provoziert, wenn die Kabine wackelt (Schlagloch, Bodenwelle) dann stößt der Schalthebel leicht an das Bodenblech was dann reicht den Gang raus zu werfen...
1652084575382.png 1652085561479.png 1652085615652.png
:wegguck

Jetzt bekommt er den originalen Schalthebelunterteil - ohne diesen blöden Versatz unten am Schalthebel. Bilder folgen wenns umgebaut wird... ;)
 
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schöner beschrieb von deiner reperatur! :) seh ich das richtig, das "flacheisen" mit dem aufgeschweissten wellenstummel, wurde mal vom vorbesitzer erstellt? warum? damit der gang hebel weiter nach vorn kommt? mfg
 
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