Frage Generelle Startprobleme Zetor 5011

westerndudel

Mitglied
Dabei seit
14.09.2013
Beiträge
58
Traktor/en
ZETOR 5011
Hallo, wer kann helfen ?
Seit 3 Wochen habe ich enorme Startprobleme bei meinem 5011. Ich brauche jedesmal ca. 10-15 min bis er läuft und die neue Batterie ist dann fast nieder. Ich drücke den Startknopf, pumpe Diesel vor, er nuddelt ewig, kommt dann kurz , geht wieder aus. Irgendwann kommt dann 1 oder 2 Zylinder, läuft kurz, geht wieder aus - solange bis er dann irgendwann läuft. Wenn er einmal läuft , funktioniert er perfekt , ohne Leistungsverlust. Wenn ich nach 2-4 h wieder starte, kommt er sofort. Am nächsten Tag aber das selbe Theater , unabhängig ob draußen -2° oder + 10° sind. Bin seit 3 Wochen jeden 2. Tag beim Traktorschlosser (Deutz-Fachwerkstatt). Haben alle Leitungen überprüft. Alle Filter gewechselt, Diesel-Handpumpe neu, Einspritzdüsen und Druckventile neu. Aber immer noch dasselbe.
ich habe den Eindruck, das er ganz schlecht Diesel bekommt (Bin kein Fachmann ) Kann über nacht, der Diesel irgendwie leer laufen oder verdunsten ???
Gruß Gert
Hilferuf an die Nation !!!!!!!!!!!!!!!!!
 

Zetor 5211

Mitglied
Dabei seit
17.08.2013
Beiträge
298
Ort
Deutschland 15868
Traktor/en
Zetor 5211
Hi

Wie ist es den mit der Abgasentwicklung? Also Schwarz oder Helblau bis Weiß ? Wie ist es denn, wenn man beim Startvorgang in das Ansaugrohr, Starthilfespray (Bremsenreiniger tuts auch für nen moment!)
Springt er dann besser / gleich an? Was ist mit der Einspritzpumpe, speziel die Frühverstellung?

MfG
 

westerndudel

Mitglied
Dabei seit
14.09.2013
Beiträge
58
Traktor/en
ZETOR 5011
Danke für Eure schnellen Antworten.
Zu den Fragen:
Batterie nagelneu - stäkste, die reinpasst, zieht auch voll durch
Abgas: Rauch ist hellblau bis weiß - nicht schwarz
Saugventi: Werde ich morgen in der Werkstatt sagen. Wo sitzt das denn genau.
 

westerndudel

Mitglied
Dabei seit
14.09.2013
Beiträge
58
Traktor/en
ZETOR 5011
Hallo,
habe im Internet geforscht: Was ist ein Saugventil und wo sitzt das beim 5011 ?
2. Frage:
Beim Kaltstart rastet der Knopf nicht mehr ein. Was muss da gemacht werden ?
Gruß Gert
 

Joachim

Zetor Teilehändler
Mitarbeiter
Dabei seit
6.07.2012
Beiträge
16.156
Ort
Wiedemar, Deutschland
Vorname
Zetorversteher
Traktor/en
Zetor 5011, Zetor 3045, Zetor 2011
Saugventil:


Hält der Knopf wenn du am Handgas Vollgas gibst? Wenn nein, dann ist eventuell an der Pumpe etwas defekt.

 

westerndudel

Mitglied
Dabei seit
14.09.2013
Beiträge
58
Traktor/en
ZETOR 5011
Hallo Joachim,
Danke für das Bild. Sollte ein Deutz-Werkstattmeister nach 3 Wochen ständiger Vorsprache nicht auch wissen, was der Fehler sein könnte (Saugventil ) ?? Die Werkstatt ist nur 3min. von mir entfernt
Wenn ich per Hand auf Vollgas stelle rastet es ein, wenn ich den Gashebel loslasse, rastet es wieder aus.
Gruß Gert
 

Joachim

Zetor Teilehändler
Mitarbeiter
Dabei seit
6.07.2012
Beiträge
16.156
Ort
Wiedemar, Deutschland
Vorname
Zetorversteher
Traktor/en
Zetor 5011, Zetor 3045, Zetor 2011
Hallo Gert,

das der Knopf beim loslassen des Gashebels (also auf Leerlauf zurück) wieder heraus springt ist ja gewollt. ;)
Noch mal:
Handgashebel auf Vollgas feststellen, Starthilfeknopf drücken (rastet ein), starten und wenn er anspringt Handgas wegnehmen und Leerlaufdrehzahl einstellen wodurch der Starthilfeknopf auch wieder heraus springt.

Was ein Deutz-Werkstattmeister vom Zetor weis oder nicht, wage ich nicht zu beurteilen :D ;) - aber ich hab schon Zetor Reparaturen gesehen, auch von Meisterwerkstätten, das einem schlecht werden konnte.
Sprich ihn doch einfach mal drauf an - tut ja nicht weiter weh und das Saugventil ist sehr billig zu haben und schnell gewechselt. Das soll ja verhindern das der Diesel zurück in den Tank fließt.

Oft wird auch empfohlen die Kupferdichtungen der Kraftstoffleitungen gegen Alu-Dichtringe zu tauschen, da diese weicher sind und leichter/besser dichten. Sind die Gummidichtungen der 2 Dieselfilter und des Grobfilters erneuert worden? Die werden gern "vergessen" und dichten dann nicht mehr richtig.

Wenn all das nichts bringt - Schritt für Schritt die Dieseldruckleitungen der ESP abbauen und gegen eine längere mit einem kompletten Düsenstock vom Zetor dran tauschen. Dann ohne Vorpumpen etc. versuchen zu starten. Schauen das aus jeder so geprüften Leitung der ESP gleichmäßig schnell Diesel durch die Einspritzdüse zerstäubt wird.
Sollte da auch alles OK sein - und er nur kalt nicht anspringen wollen, könnte auch die Kompression mal gemessen werden, nicht das Kolben/Buchsen schlicht schon recht weit verschlissen sind.

Qualmt er bei den vergeblichen Startversuchen, wenn ja wie (Farbe)? Oder kommt da gar nichts aus dem Auspuff? :denk3
 

westerndudel

Mitglied
Dabei seit
14.09.2013
Beiträge
58
Traktor/en
ZETOR 5011
Hallo Joachim,
danke für die ausführliche Beschreibung.
Bei den Startversuchen qualmt er nur ganz wenig und sehr hell, erst wenn dann 1 oder 2 Zylinder Diesel bekommen wird das Qualmen etwas stärker, aber immer sehr hell.

Gruß Gert
 

Joachim

Zetor Teilehändler
Mitarbeiter
Dabei seit
6.07.2012
Beiträge
16.156
Ort
Wiedemar, Deutschland
Vorname
Zetorversteher
Traktor/en
Zetor 5011, Zetor 3045, Zetor 2011
Also doch mal prüfen ob und ab wann er überhaupt ordentlich einspritzt. Wenn er Diesel hat und den gut zerstäubt (Einspritzdruck) dann sollte er anspringen. Einspritzzeitpunkt verstellt schließe ich mal aus, da du sagst, wenn er erst mal läuft - dann läuft er gut... :denk1:
 

westerndudel

Mitglied
Dabei seit
14.09.2013
Beiträge
58
Traktor/en
ZETOR 5011
Hallo Joachim,
haben gestern das Saugventil gewechselt, dabei wurde festgestellt, das dabei kein Diesel auslief, also dort leer war.
Heute früh wieder das selbe Problem. Ewiges nuddeln bis langsam wieder Diesel nachläuft und er so langsam kommt. Wenn er dann läuft, läuft er ordentlich.
Was ist mit der Dieselpumpe ? Aber dann müßte es doch auch beim Fahren sein.
Gruß Gert
 

westerndudel

Mitglied
Dabei seit
14.09.2013
Beiträge
58
Traktor/en
ZETOR 5011
Hallo nochmal,
haben heute die Kompression am Motor gemessen:
14-18-15
Das heißt wohl das der Motor hin ist ??
 

Joachim

Zetor Teilehändler
Mitarbeiter
Dabei seit
6.07.2012
Beiträge
16.156
Ort
Wiedemar, Deutschland
Vorname
Zetorversteher
Traktor/en
Zetor 5011, Zetor 3045, Zetor 2011
Na was heist der Motor... man sollte eben mal nach Kolben, Ringen und Buchsen schaun. Vielleicht sind aber auch nur die Ventile hinüber. Alles nix, was man nicht selbst wieder reparieren könnte.

Ich hab bei meinem 5011er auch neue Ventile incl. neuen Ventilführungen verbaut (danke Christian ;) :D ) und Kolben sowie Buchsen sind normaler weise auch kein Hexenwerk und noch dazu beim Zetor verhältnismäßig günstig zu bekommen.

Habt ihr versucht die Zylinder mal mit Öl abzudichten (also etwas Öl rein) und dann eine Kompressionsprüfung zu machen?
Wäre das Ergebnis deutlich besser, sind es wohl Laufbuchsen+Kolben+Kolbenringe. Ansonsten könnten es dann eben noch die Ventile sein... :denk3

Zur Kompressionsmessung hab ich grad auch ein neues Thema auf gemacht, da im Handbuch nur das Verdichtungsverhältnis angegeben ist, was nicht den Kompressionsdruck beschreibt... :)
 
Zuletzt bearbeitet:

pete6745

Mitglied
Dabei seit
12.05.2013
Beiträge
285
Hallo Gert,

also wenn der Zetor 5011 nur noch 14bar am ersten, 18bar am zweiten und 15bar am dritten Zylinder bringt, ist das schon ein eindeutiger Hinweiß, das die Abdichtung zwischen den Kolben und den Zylindern nicht mehr gut ist.

Allerdings muß man natürlich fragen, wie Du zum Ergebnis 14-18-15 gekommen bist. War die Starterbatterie bei der Kompressionsprüfung auch vollständig aufgeladen? Hast Du beim Ansetzen des Manometers am z.B. ersten Zylinders und Durchdrehen des Motors mit dem Anlasser auch die Düsenstöcke der restlichen Zylinder entfernt? Ist genügend Ventilspiel an allen Zylindern vorhanden? Zeigt das Manometer auch glaubwürdig den richtigen Druck an? Gegebenenfalls hast Du unter ziemlich schlechten Umständen gemessen!

Das Manometer kann man ja ziemlich einfach durch einen Vergleich mit einem glaubhaften Manometer an der gleichen Druckquelle abprüfen.

Den Einfluss von einer weniger guten Abdichtung zwischen Kolben und Zylinder, kann man wie von Joachim beschrieben, mit einem Schuss Motoröl in den Brennraum des zu untersuchenden Zylinders gut rausfinden (oben in die Bohrung des Düsenstockes rein). Bringt die Kompressionsprüfung mit zugegebenen Öl einen höheren Druck als ohne, ist es zweifelsfrei der Verschleiß am Kolben, Kolbenringen und des Zylinders. Das Öl dichtet die Spalte zwischen Kolben und Kolbenringen und halt auch zwischen Kolben und Zylinder besser ab. Den Einfluss eines ggf. undichten Ventils bei der Prüfung der Kompression kann man dann ausschließen.

Also: wie wurde für das Ergebnis 14-18-15 gemessen? Hat die Zugabe von Motoröl im Brennraum eine Verbesserung der Drücke erzeugt?

Gruß
Peter
 
Top