• 5. Zetor Traktor Treffen 2021

Frage Öl - das Öl-Thema... für alte Zetor Traktoren

Dalton

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Hallo .

Je nach Wintertemperatur ( ich vermute etwas kälter im Ost D als ins Ost F ) würde ich herunter fahren auf 10 w 30 wenn nicht sogar auf 0 w 40 wenn der Bock in Freien steht ( beruhigt euch , mein 5011 steht in einer gewärmter Garage :D ) . Sommers von 15 w 40 hoch bis zu 20 w 50 . Wenn ein " ausgeklopfter Motor " kannst de sogar hoch gehen auf ein SAE 60 Monograd : da geht der Öldruck höher und leckt nicht mehr . Aber wie immer Mineral .
 

Joachim

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Vielleicht trennen wir mal die Viskositäts-Klassen von den Additiv-Klassen. Ich hab den Eindruck, da wird schnell mal alles durcheinander geworfen.

Ich bin immer noch beim 5011, 2011, 3045 mit Siebplatten-Filtern. Und da ist, so auch die Ansicht der Berater bei Addinol und Rektol, gehört nichts oberhalb API CB/CC rein. Und dort hab ich mich beraten lassen, mit der Aussage aktuell kein Öl kaufen zu wollen, sondern mich erstmal nur informieren zu möchten.

Ein Öl nach API CD (oder neuer) mag das bessere Öl für sich genommen sein - es ist aber NICHT das bessere Öl für einen alten Motor alter Konstruktion und alter Öl-Filtertechnik. Von daher ist ein Öl nach API CD oder höher eben nicht besser, als ein Öl nach API CB/CC wenn es in einem alten Motor mit alter Filtertechnik rein soll.

Welche Viskosität es am Ende haben sollte, hängt mMn. von den Umgebungstemperaturen, dem Einsatzzweck und dem Zustand des Motors/Schmiersystems ab.

Wir hier, im Leipziger Norden haben im Winter bis -20°C (selten, normal bis -12°C) und im Sommer durchaus bis 40°C (und genau da muss er am meisten leisten > Heu-Saison). Bei -20°C muss ich nicht zwingend raus, und wenn, würde ich den Motor-Vorheizer laufen lassen bevor ich ihn starte. Der bringt das Kühlwasser (und damit den geschützt in der Garage stehenden Traktor) auf etwa 60°C nach ca. 45 Minuten. In der Garage hab ich maximal -2°C (gedämmt, und tags meist eh beheizt).

:denk2:
Na mal sehen was wir aus all dem machen. Vielleicht mach ich mal den Kältetest mit nem Schluck 20W50 vs. 15W40 vs. 10W30 wie im eigangs mal verlinkten Video? Denn egal wie, für den Motor solls auf keinen Fall nachteilig sein, dafür mag ich die Zetor viel zu sehr. :)

@Dalton
Raymond, genau. ein 0W40 oder besser 0W50 wäre ein Traum. Aber ich hab noch kein mineralisches gefunden, was diesen Bereich abdeckt. Und selbst wenn ich sagen würde, egal ob mineralisch oder teil-/vollsynthetisch - ich finde keines nach API CB oder CC um der Bauweise der alten Motoren und Ölfilter gerecht zu werden.

Selbst ein 10W50 wäre schon toll, aber auch das findet man nicht als mineralisch UND "nur" nach API CB/CC... ich seh mich doch noch die Filter umbauen... :D ;)
 

Christian 5211

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Mehrbereichsöle haben jede Menge Additive. Um so höher die Spanne vom Temperaturbereich ist, um so mehr Zusätze sind drin. Daher wirst du kein mineralisches Öl finden was alle Bereiche abdeckt. Modernes und universelles Mehrbereichsöl wird kaum eine geringe API haben.
 

Joachim

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Na ist doch meine Rede, siehe Eingangs-Beitrag... ;) :)

Das was man für den Oldtimer bekommt, ist soweit mir bisher bekannt nur das 20W50 mit API CC von einigen Herstellern im Angebot.
 

Dalton

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Hallo .

Wenn dein Bock nicht Steinhart friert , braucht's du nicht auf 0 w XX , runterfahren , laut Tabelle :
https://i20.servimg.com/u/f20/11/13/80/04/viscos10.jpg
könntest sogar mit einem 15 W xx durchkommen und da gibs schon mehr Auswahl den Sommerbedarf " Hohe Temperatur " zu finden .
Der Unterschied zwischen Mineral und teil oder voll Synthetic : mineral ==> reines Petroleum Distilat mit geringem Additive Zusatz , Synthetic ==> totale Zusammensetzung von Chemie und Additive . CF oder höher ist egal , wenn Viskosität stimmt , Hauptsache ist bei " nicht voll Renovierte Motoren " ==> Mineralöl und sonst nix . Sorry , ich bring die Sache vom F zu D nicht so wie ich möchet , aber ich vermute ihr habt' mich verstanden .
 

Joachim

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Nein, es ist nur eventuell nicht das Optimum. So würde ich das lieber formulieren. Hängt aber auch vom Zustand des Motors ab. Defakto entspricht das Addinol MD1034 weitgehend den Herstellervorgaben und das weit mehr als es ein 15W40 tut. ;)
 

M38A1

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Hallo Joachim,

habe keine wirkliche Antwort auf Deine Frage aber nimm doch mal Kontakt zu Fa. Wagner auf https://www.classic-oil.com/ die sind spezialisiert auf Oldtimer-Öle.

Ich sehe keinen Nachteil in CF statt CC sondern eher den Vorteil, dass Verkokungen z.B. an den Kolbenringen weniger auftreten. Die Partikel, die der Plattenfilter nicht ausfiltert sind dann spätestens beim nächsten Ölwechsel draussen. Metallpartikel könnten falls erforderlich zusätzlich noch über einen Magnet gefangen werden. Die Frage ist ob ein CC- Öl die feinen Kanäle im Motor und Lager gleich sauber hält wie ein CF oder höher legiertes Öl. Und ob das nicht sogar wichtiger ist als die Frage nach Schwebstoffen, die den Plattenfilter passieren.
Ein HD- Öl ist ja generell sowieso dazu in der Lage feine Partikel einzuschliessen wie beispielsweise im Rasenmäher genutzt wird der meistens gar keinen Filter hat und das rein über die ÖL-Eigenschaften + Ölwechsel abbildet.

Sicherlich kann Wagner hier mehr zu sagen ...

Beilspielsweise Bactofin ist auch von Wagner und ein ziemlich brauchbarer Benzinzusatz für alle Kleingeräte und Oldtimer sowie BactoPlus gegen Mikoorganismen im Diesel mit Bio-Diesel-Anteil...

Grüssle Micha
 

Joachim

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Die Partikel, die der Plattenfilter nicht ausfiltert sind dann spätestens beim nächsten Ölwechsel draussen.
Problem erkannt...
Nehme ich ein Öl höher/aktueller legiert als CB/CC muss ich die Ölwechselintervalle deutlich verkürzen. Also statt 200h dann, wie andere vorschlagen, jährlich bei vielleicht 50h. Das heist 4x Ölwechsel plus Dichtungen statt 1x. Da kann ich dann auch gleich das Oldtimer- Öl kaufen und hab mehr Zeit um mit dem Traktor zu fahren.

Desweiteren ist es scheinbar so, das mineralische Öle (teil- oder vollsynthetische sollen für Oldtimer auch von Nachteil sein heist es) kaum mehr als eine Differenz von 30 bei den Sommer/Winter Viskositäten abdecken können.

Daher frage ich mich halt, ob das Mineralische SAE 20W50 API CC wirkilch ein Problem ist, wenn der Schlepper im Winter nie kälter als -3°C wird (gedämmte Garage) auch wenn draußen -20°C sind und der Stockpunkt des Öles bei -27°C liegt. Ich bin kein Öl-Fachmann, aber das sollte nach bisheriger Faktenlage kein Problem sein. :denk2:

Die Frage ist ob ein CC- Öl die feinen Kanäle im Motor und Lager gleich sauber hält wie ein CF oder höher legiertes Öl. Und ob das nicht sogar wichtiger ist als die Frage nach Schwebstoffen, die den Plattenfilter passieren.
Tja, wer will dir das verbindlich sagen? Laut @Dalton sind auch API CB und CC nicht frei von Schmutzlösern, aber halt wohl weitgehend frei von Zusätzen welche den gelösten Schmutz in Schwebe halten sollen wie ab API CD gegeben. Wenn das so ist, dann sehe ich bei API CB oder CC die angeführten möglichen Probleme eher nicht oder nur, wenn man über Jahrzehnte den Ölwechsel vernachlässigt.

Beilspielsweise Bactofin ist auch von Wagner und ein ziemlich brauchbarer Benzinzusatz für alle Kleingeräte und Oldtimer sowie BactoPlus gegen Mikoorganismen im Diesel mit Bio-Diesel-Anteil...
Dachte ich bisher auch - laut neueren Berichten in Oldtimer-Zeitschriften sollen diese Zusätze aber die ggf. vorhandene Biomasse nicht soweit lösen das diese mit dem Kraftstoff verbrannt wird, sondern eher wie ausflocken lassen und dann am Boden ansammeln. :ka: hab bisher nur jedes Jahr über den Winter das Zeug genutzt und im Sommer öfter getankt.

Kann man den einfach anrufen? Gibts da Zeiten?
 

Joachim

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Denke ich auch. Was unpassende Öle anrichten können kann man bei Pkw ja schnell mal selber erleben. Bin gespannt, was der am Ende rät. Hatte ein solches Gespräch ja schon mal mit Addinol (nu Stunde telefoniert :D ;) ) und mit ... wer war das noch ... wars Castrol? :denk2: Müsste nachsehen. Aber deren Meinung deckte sich mit dem, was in den einschlägigen Oldtimer-Zeitschriften regelmäßig zum Thema Öl steht.
 

Joachim

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Ich hab da mal noch was im Handbuch zum Zetor 2011 - 4011 gefunden:
upload_2019-11-14_20-56-44.png

Man beachte die SAE Klassen und dann die tatsächlichen Werte (Viskosität und Stockpunkt).

So gesehen kann oder sollte man sich vielleicht weniger auf die SAE Klassifizierung versteifen, als vielmehr sich an den gemessenen Werten aus dem Datenblatt des Öls orientieren.
Denn nach der Meinung einiger Zetor Freunde hier, sollte ich auf keinen Fall ein SAE 20W im Winter nutzen, sondern besser ein SAE 15W - was, wenn ich die Werte im Screenshot sehe, man so nicht pauschal stehen lassen kann.

:denk2:
 
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