Frage Zetor 6911 im Forst umgekippt - was nun? (1 Betrachter)

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alpenmann10

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Hallo zusammen
Hatte heute nen echten schei... Tag. Beim abziehen eines Hängers stand ich wohl doch zu ungünstig schräg und hab meinen 6911 umgeworfen. Diskussion hierzu erübrigt sich - Weis ja wies besser geht. Dank Funkfernbedienung nichts passiert. :wand
Mein gutes Stück spuckte sobald er lag, aus der Kurbelgehäuseentlüftung Motoröl die Menge hielt sich in Grenze, noch bevor ich ihn letztlich ausbekam hörte das auf und er lief im Standgas.

Es ist im weiteren kein Motoröl ausgelaufen. Minimale Mengen Getriebeöl tropfte am Schalthebel entlang in die Kabine.

Den auslaufenden Diesel konnte ich zum Glück mit einer mitgeführten Kiste auffangen und die nebenbei aufgescheuchten Kumpels und Familienmitglieder waren in kürzester Zeit da, so dass Umwelttechnisch wenig passierte.
Durch unendlich viele glückliche Umstände stand das gute Stück nach nicht mal einer Stunde wieder.:top:
Heute Abend nun nachhause geschleppt. Sehrveil Glück gehabt lediglich die rechte vordere Blink/Begrenzungsleuchte ist defekt und der Kotflügel etwas verbogen. Scheiben und Spiegel sogar noch ganz. Das Dieteg Dach hat einen leichten Bruch am Überrollbügel vorne den repariert man.

Jetzt kommt für mich die große Frage: Was ist mit dem Motor!? Auf was sollte ich achten? Was muß ich tun bevor ich ihn wieder starten kann? Hat da jemand von euch Erfahrung oder einen Tipp für mich
 
Na dann nochmal Glück gehabt
Wenn er im Standgas gelaufen ist und er kein Öl angesaugt hat ist es nicht schlimm ich würde den Motor von Hand durch Drehen wenn er nicht blockiert ist ist alles gut wenn man ganz sicher sein will kann man dazu die Düsen ausbauen und schauen ob er Öl auf dem Kolben hat
Ansonsten etwas Zeit lassen damit das Öl wieder Zeit hat um zurück zu laufen
 
Erstmal stehen lassen und die Zeit gleich nutzen einen elektrischen Motorfernabsteller nachzurüsten. ;)

Dann wie Bodo schon schrieb - von Hand drehen (am Lüfter) oder mit 46er Nuss und Verlängerungen von vorn per Ratsche.

Wenn nichts weiter auffällig - mach nen Ölwechsel, kontrolliere alle weiteren Flüssigkeiten (ESP nicht vergessen) und wage nach nem Tag den Neustart wie folgt:
- erstmal ohne Gas, nur drehen lassen.
- wenn unauffällig, starten, und erstmal nur im Standgas laufen lassen
- wenn unauffällig kurze Probefahrt und die Stände der Flüssigkeiten erstmal engmaschig kontrollieren.

Solange keiner verletzt wurde... nicht schön aber hätte auch dümmer ausgehen können. Kopf hoch.
 
Danke ihr Zwei
dann werd ichs mal so versuchen - Junior meinte eh schon, na dann het man jetzt gleich Zeit für nen kompletten Kundendienst. Die ESP hat sich bei mir ja übrigens erledigt seit ich die mit Öldurchlauf von dir Habe Jachim.
Das mit dem "Fernabsteller" ist relativ schwierig wenn du mit der Funkfernsteuerung noch "Restgas" gibst und im entferntesten, in der Hecktik nicht mehr daran denkst das weg zu nehmen, aber sie selbst längst zur Seite gelegt hast. Also rein gekrochen, mit einer Hand Kupplung, mit dem Fuß die Bremse 5. Gang eingelegt und das gute Stück abgewürgt.
Bei der Gelegenheit von der damalsigen ESP gehen die Leitungen ja zu den Düsen da ergibt sich das Problem wie wohl mit allem neueren "Gummi". nach wenigen Jahren schaut nun schon das Gewebe raus. Kann man das ignorieren oder müssen die bei der Gelegenheit auch gleich neu. Mach heute mal noch ein Photo.
 
Mein gutes Stück spuckte sobald er lag, aus der Kurbelgehäuseentlüftung Motoröl
Das ist konstruktionsbedingt Glück im Unglück weil die Entlüftung ins Freie geht.
Das Problem bei auf der Seite liegenden Motoren sind meist nicht die zu korrigierenden Flüssigkeitsstände sondern das Öl in den Brennraum gelangt.
Wenn die Kurbelgehäuseentlüftung in den Ansaugkrümmer mündet wird Motoröl angesaugt. Kleinste Mengen werden verbrannt, der Motor qualmt stark weiß.
Wird die Menge zu groß wird die Verdichtung zu hoch bis hin zur Blockade. Es drohen schwere Motorschäden zBsp.verbogene Pleuel.

Öl kann auch aus dem Ölbadluftfilter angesaugt werden.Vor allem bei modeneren Motoren mit Ladeluftkühler ist unbedingt die Ansauganlage zu kontrollieren.
Es kann sich Öl in irgenwelchen Sicken gesammelt haben welches durch den Luftstrom beim Starten angesaugt wird.
Aber wie schon gesagt von Hand durchdrehen ist absolute Pflicht.
 
So machen wie es es oben beschrieben ist.
Musste schon öfter wegen Sowas ausrücken
 
Na wenn Bodo so schön bittet ein Paar gibts ja, nicht viele, hatten einfach keine Zeit.
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Bei der Gelegenheit von der damalsigen ESP gehen die Leitungen ja zu den Düsen da ergibt sich das Problem wie wohl mit allem neueren "Gummi". nach wenigen Jahren schaut nun schon das Gewebe raus. Kann man das ignorieren oder müssen die bei der Gelegenheit auch gleich neu. Mach heute mal noch ein Photo.
Ja, das ist ne echt nervige Seuche und je enger man die Schläuche biegt, desto schneller sind sie hin. Ich umwickel meine mittlerweile miT Gewebeband. Das scheint Ozon vom Gummi fern zu halten und man hat erheblich länger Ruhe. Aber gutes Gewebeband nehmen, von Tesa z.B. und dann mit 50% Überlappung wickeln.
Oder in deutliche teurere EPDM Schläuche investieren, die sind deutliche haltbarer. Bin da auch schon am Suchen nach einer bezahlbaren Quelle...

der den Zuzug bei zu großem Neigungswinkel im Schlepper stoppt.
Gute Idee. Vielleicht gibts ja (wie für Alarmanlagen) Neigungssensoren, die ab bestimmter Neigung einen Schaltausgang bedienen, sowas könnte ja auch hilfreich sein. :ka:
 
Vielleicht gibts ja (wie für Alarmanlagen) Neigungssensoren, die ab bestimmter Neigung einen Schaltausgang bedienen, sowas könnte ja auch hilfreich sein.
Da braucht man nicht basteln und suchen.....gibt's fertig.
 
Sieht so aus
 

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