Frage Motor Ölfilter Umbausätze für Zentrifugalfilter

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Hazze

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Dals Långed Sweden
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Hazze
Traktor/en
Zetor 4340
Es gibt Umbausätze von Zenrifugfiltern zu Vollflussfiltern. Sie müssen das Untersetzungsventil wechseln und wenn ja, warum.
 
Soweit mir bekannt ja, weil ein anderer Druck eingestellt wird.

Ein ersetzen des Zentrifugalölfilters ist aber weniger sinnvoll, da man bei diesem Zentrifugalfilter schon 15W40 Motoröl fahren könnte. Überlegenswert wäre bestenfalls ein Nebenstrommotorölfilter, wenn man unbedingt noch mehr Schmutz heraus filtern möchte oder der Schlepper in sehr staubiger Umgebung gefahren wird.

Beim Umbau von Doppelfilter (Siebplatten) auf Patronenfilter ist das ersetzen des DBV nicht nötig.
 
Erhielt die folgende Antwort von der Oil Company Agrol Sweden. Vielleicht interessant.
Zentrifugalfilter verführen das Öl nicht so stark, schlimmer noch mit zu feinen Filterelementen, da Additive darin stecken bleiben können.
 
Ok, das höre ich zum ersten mal - gibt es dazu irgendwelche Testberichte, Testprotokolle oder ähnliches?

Wäre interessant und würde im Endeffekt dazu führen die Ölempfehlung für die Zentrifugalfilter neu zu bewerten.
 
Ah, das Thema Motoröl... :D

Ich habe mir darüber von der Firma Rektol beraten lassen, weil ich auch dachte dass die Additieve welche Teilchen in Schwebe halten und Zentrifugalfilter nicht unbedingt eine gute kombination sind.

Die Person von Rektol stimmte mir zu, dies ist die Antwort, die ich von diesem Familienunternehmen erhalten habe:
Bei der Zetor Angabe API SC/CA bedeutet die CA eine Gleichwertigkeit zur Militärnorm MIL-L-2104A.
Definition: Motorenöle für leicht beanspruchte, selbstansaugende Dieselmotoren, die mit schwefelarmen Dieselkraftstoffen betrieben werden.

Bei unseren SC/CC –Öltypen bedeutet die CC eine Gleichwertigkeit zur Militärnorm MIL-L-2104B.
Definition: Motorenöle für mittel beanspruchte, selbstansaugende Dieselmotoren und Turbomotoren bei geringen Ladedrücken, mit besonderem Schutz gegen Korrosion und Hochtemperaturablagerungen.

Unsere Empfehlung:

REKTOL SC 30 (20W-30 SC/CC) siehe Datenblatt im Anhang -> Problemloser Kaltstart bei -5°C (max. -10°C). Einsetzbar bis über +30°C Umgebungstemperatur. Aufgrund der „milden“ Legierung (mittlerer Reinigungsmittel-Anteil) besonders für Motoren mit Ölzentrifugen geeignet.

Und im Datenblatt steht:
Des Weiteren auch geeignet für ältere Baumaschinen- Motoren. Ebenfalls geeignet für Umlaufschmierungen und hydrostatische Antriebe. Die Originalrezepturen gemäß Spezifikation API SC/CC waren in unserer hauseigenen Produktion von den 1960er bis in die 1970er Jahre fester Bestandteil der Verkaufspalette.

Ich habe dieses Motoröl zusammen mit Getriebeöl (Gear 300 SAE 80) und Hydrauliköl (Hyd 22) bestellt, kann aber noch nicht mehr darüber sagen, da es noch nicht im Traktor ist. Der Preis war jedoch sehr gut.
 

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Moin

Das Rektol Gear 300 SAE 80 sehe ich auf Grund der Angabe API GL 3, 4 und der Viskositätsklasse nicht unbedingt als optimale Wahl für Schweden. Wegen der Synchronringe beim Zetor 4340 sagt man eigentlich das ein APU GL 3 die bessere Wahl ist um an den Synchronringen den Schlupf nicht zu groß werden zu lassen und die Schaltbarkeit zu gewährleisten. Bei komplett unsynchronisiertem Getriebe, oder z.B. den Portalen, dem Lenkgetriebe sieht es freilich anders aus, da kann man auch ein GL 4 bedenkenlos einsetzen. Bei der Viskosität würde ich eher ein Öl suche, das bei Temperaturen um -10°C und darunter deutlich flüssiger bleibt als es ein SAE 80W-90 kann.

Beim Motoröl, wäre mir persönlich in meinen heimischen Breitengraden die Angabe "Problemloser Kaltstart bei -5°C (max. -10°C). Einsetzbar bis über +30°C Umgebungstemperatur." zu wenig. Wir haben hier schnell mal -10°C und mehr (bis -20°C hatten wir schon) und gerade im Winter wenn man mal kurz den Schnee scheiben oder nur kurz einen Ballen Heu zu den Tieren fahren will ist der Motor kaum warm zu bekommen. Es gibt auch Motoröle nach API CB/CC die einen größeren Temperatureinsatzbereich abdecken, denke mal da hatte ich schon mal ne Liste erstellt, da war zB. was von Ravenol dabei. 30°C bei unseren Sommern in Mitteldeutschland mit schnell mal 35-38°C sind halt dann auch nicht so die Wucht. Mag im Norden aber sofort anders aussehen.


Zurück zum Thema und @Hazze s Frage.
Hazze kommt aus Schweden, südlicheres Schweden. Da würde ich auch zum HLP 22 oder eben HLP 46 (wird in Schweden auch oft gefahren) greifen.
Beim Motoröl aber bin ich mir nicht sicher, ob das Rektol in der Viskositätsklasse die richtige Wahl für ihn ist. :denk
Und beim Getriebeöl würde ich vielleicht eher zu einem UTTO SAE 75W-80 (5W-30) API GL 3 greifen.
 

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