Frage Zetor 4712 Betriebsbremse ungleichmäßig

Legend_of_Zetor

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Hallo liebe Zetor Gemeinde,
ich bin neu hier im Forum :)...

Vielen Dank an Herr Rätz und Herr Weisse für die Information, dass es ein Zetor Forum gibt :like.
Ich hoffe ihr könnt bei meinem Problem weiterhelfen...

Ich besitze seit gut 1 1/2 Jahren einen Zetor 4712, Baujahr 1975.
Habe im Forum schon nachgelesen, ob dieses Problem, das ich habe, schon mal vorhanden war, leider habe ich unter der Suchfunktion nichts genaueres gefunden.
Das Problem hatte ich schon vor 1 1/2 Jahren, damals hat es gereicht, die Betriebsbremsanlage zu entlüften, leider hat es diesmal nicht geklappt, sodass mein Problem immer noch aktuell ist ;(...

Zum Problem:
Wenn ich die Einzelradbremse rechts betätige, fällt das Bremspedal komplett durch, sobald ich aber das linke Bremspedal mit betätige, merke ich dann rechts einen Widerstand (rechtes Bremspedal ist betätigt).

Je stärker ich auf das linke Bremspedal drücke umso größer wird die Gegenkraft des rechten Bremspedals, nun wird das rechte Rad auch abgebremst.

Wenn ich beide Pedale gleichzeitig herunterdrücke, ist der Bremspedalweg rechts weiter wie links, dadurch habe ich nur am linken Hinterrad eine Bremswirkung.

Bremsanlage ist entlüftet, das Bremsgestänge, welches auf den Hauptbremszylinder wirkt habe ich eingestellt.

Radbremszylinder sind dicht.
Meine Vermutung war, dass wieder Luft hineingekommen ist, wie es vor 1 1/2 Jahren war. Leider war nach dem entlüften das gleiche Problem immer noch vorhanden. Daraufhin habe ich einen neuen Hauptbremszylinder eingebaut und wieder entlüftet, leider ohne Erfolg.

Eventuell könnte das Ausgleichdruckvorrichtung kaputt sein, dass direkt hinter dem Hauptbremszylinder befestigt ist.

Das Problem kam schlagartig und nicht schleichend, eventuell ist das auch noch ein nützlicher Hinweis.

Im voraus vielen Dank!

Gruß
Daniel:)
 

Joachim

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Hallo Daniel,

der Herr Weisse kann Joachim genannt werden, denn so alt ist er noch nicht. ;)
Ich würde auch auf den Bramskraftverteiler tippen. Die kosten neu nicht wie Welt und sind relativ schnell gewechselt.

Fragen die ich noch hätte:
- wann wurde zuletzt die Bremse gemacht, also Bremsbänder, Bremsbacken,... Nicht das du am Ende des Belages und/oder der Bremstrommel angelangt bist. Der 4712 ist ja nun nicht mehr der jüngste.
 

Legend_of_Zetor

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Hallo Joachim,
okay jetzt weiß ich es :engel.
Dann werde ich mir den Bremskraftverteiler (Ausgleichdruckvorrichtung) bestellen. Die Bremsanlage ist soweit noch ganz in Ordnung.

Gruß
Daniel
 

Legend_of_Zetor

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Hallo liebe Gemeinde,
war heute wieder am Zetor dran, neuer Bremskraftverteiler (Ausgleichdruckvorrichtung) eingebaut, entlüftet und siehe da alles Wunderbar! So wie es sein soll.
Leider nach ca. 10 mal bremsen, bremste die rechte Seite wieder nicht.:nolike

1. Vermutung: Luft im Bremssystem -> neu Entlüftet aber das Problem bleibt.

Zum Kollegen gefahren, der hat auch einen Zetor 4712 und mit meinem verglichen. Bei ihm ist mir aufgefallen, dass die Fußbremspedale immer gleich weit nach unten gehen.
Bei mir fällt das Pedal erst komplett durch und beim zweitmaligen betätigen des gleichen Pedales merke ich einen Gegendruck. Erst dann bremst auch das Rad ab.
Wenn ich danach das linke Pedal herunter drücke, fällt es auch durch aber nicht so weit, wenn ich jetzt das gleiche Pedal (links) wieder betätige ist der Hebelweg doppelt so kurz wie davor. Wenn ich gleich danach das rechte Pedal betätige fällt es auch durch.

Und wenn ich beide gleichzeitig herunterdrücke, kann ich ca. 10 mal bremsen, dann blockieren auch die beide Hinterräder aber dann lässt die Bremswirkung am rechten Rad nach und ich muss wieder erst einmal das Bremspedal rechts komplett durchtreten und erst dann bremst es wieder rechts.:wut5

Habe schon mehrere Schleppern repariert und auch am Kolleg seine Radbremszylinder gewechselt am Zetor 4712, lief alles ohne Probleme.
Und trotz KFZ-Lehre bin ich jetzt so langsam am verzweifeln, was es noch sein kann...

Ausgetauscht wurden:
  • Hauptbremszylinder
  • Ausgleichdruckvorrichtung
  • Bremsleitung von Ausgleichdruckvorrichtung zu den Radzylindern

Grüße
Daniel
 

Zetor 5211

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Hi Daniel

Also , so wie du es beschreibst.... würde ich auf abgenutste Backen + (eventuel) Trommel tippen.

Denn:

Wenn du das erste mal das Pedal durch tritst, füllst du den Radbremszylinder mit DOT4. da die Backen dann noch nicht anliegen (deswegen fällt das Pedal voll durch) mußt du noch mal das Pedal betätigen. Und erst wenn die Backen anliegen hast du Pedaldruck.
Da ja keine automatische nachstellung unten in der Trommel ist, ziehen die Federn die Backen zurück, so lange bis der Radbremszylinder ganz zusammen ist.

und das dauert ein moment bis die DOT4 wieder oben im Behälter ist...

....oder so..... :denk ..... :)
 

tmhnrt

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Hallo Daniel..

gibt es bereits eine Lösung? Mich plagt mit selben Schlepper das selbe Problem.. Haben den linken RadZylinder getauscht.. Backen und Trommeln sahen gut aus (min 3-4mm Belag oder ist das zu wenig). Macht mich wahnsinnig..
 

Legend_of_Zetor

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Hallo,
nein bin noch nicht weiter gekommen, ich warte noch auf Ersatzteile und dann zerlege ich den Schlepper.
Habe mir nun die Innereien im Achstrichter bestellt, dass was ich eigentlich gar nicht machen wollte muss ich nun machen :(...
Da es bei mir schlagartig kam, war die erste Vermutung Hauptbremszylinder. Da das gleiche Ergebnis immer noch vorhanden war mit dem neuem Hauptbremszylinder habe ich das Ausgleichdruckvorrichtung erneuert, leider auch ohne Erfolg.

Viel mehr ist an dieser Bremse nicht mehr dran, wegen dem muss ich nun die Achstrichter abnehmen und schauen was mich da erwartet o_O.

Wie viel mm Luft war noch zwischen den Nieten und dem Bremsbelag? Nicht das die Nieten an der Trommel schleifen!? Das würde man auch hören beim bremsen...

Wie war es bei dir? Schlagartig oder schleichend? Hast du schon ein zweites Mal entlüftet (Nur um sicher zu gehen, dass nicht noch Luft im Bremssystem vorhanden ist) ?

Grüße
Daniel
 

tmhnrt

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Hallo Daniel.. Wir haben heute nochmal entlüftet, Stangenspiel eingestellt, und es baute sich Druck auf.. dann hat sich der Geber Zylinder verabschiedet.. da hat er wohl auch immer wieder Luft gezogen.. Habe nun 2 neue Zylinder der und einen neuen Bremskraftverteiler bestellt, hoffe dann ist Ruhe, bis es den rechten Radzylinder dahinrafft..mehr ist aber nicht mehr drin zum kaputt gehen..

Habe den Schlepper mit diesem Defekt gekauft. Daher kann ich nicht sagen ob schlagartig oder schleichend.. die Bremsleitung war auch abgetreten, da wurde viel und unvorstichtig von hinten aufgestiegen...gebe gerne hier Bescheid, wenn die Teile drin sind.. ach ja.. der Bremsbelag ist wohl geklebt.. keine Nieten zu sehen..
 

Joachim

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Nur mal so am Rande - ich würde dringendst empfehlen, wenn man die Achstrichter eh abbauen muss, dann nen kompletten Rundumschlag zu machen und gerade die Bremsbacken und Bänder sind vergleichsweise billig zu haben. Da zu philosophieren ob der alte Belag noch reicht oder nicht... ist gemessen am Arbeitsaufwand nicht angebracht. ;) Aber das ist nur meine Meinung, nach dem ich das auch schon mehrfach machen "durfte" (nein, nicht an meinem - da hat bisher einmal richtig gereicht. :D )
 

Legend_of_Zetor

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Jetzt kann ich auch endlich diesen Bericht abschließen!
Nach knapp einem 3/4 Jahr Einsatz mit dem Zetor funktioniert die Bremse so wie sie soll :D.

Es war der Radbremszylinder, der sich immer wieder zur Endposition zurück gezogen hat. De neue Radbremszylinder läuft dagegen relativ schwerer und läuft nicht so zurück wie der alte Radbremszylinder.

Zuerst habe ich gedacht, ohje, die Bremse öffnet sich nicht mehr richtig und die Bremse wird heiß laufen.
Als ich den Achstrichter wieder dran hatte, machte ich zuerst eine Probefahrt, um zu schauen, ob dies der Fall sei.
Aber zum Glück bestätigte sich mein Bedenken über eine zu heiß werdene Bremse nicht.

Natürlich habe ich auch Bilder gemacht :lala:


Ansicht ins Getriebe vom Achstrichter aus (rechte Seite)
WP_20151205_11_39_26_Pro.jpg

Wie auf dem Bild ersichtlich ist, war der Bolzen, auf dem der Bremsbacke festgehalten wird nicht richtig montiert.

WP_20151205_11_39_38_Pro.jpg

Auch an der vordere Bohrung erkennt man keinen Bolzenkopf abdruck!
Der Bolzen hatte sich verkanntet.

WP_20151205_11_40_17_Pro.jpg

WP_20151205_11_40_28_Pro.jpg WP_20151205_11_41_19_Pro.jpg

Quelle: Es sind meine privaten Bilder

Gruß Daniel
 

Joachim

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Sauber, im wahrsten Sinne des Wortes. :) :like
 
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