Frage Unterlenker auf Fanghaken Umbau/anschweißen

bo1980

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Hallo zusammen,

hat schon jemand am 6011 die Unterlenker auf Fanghaken umgeschweißt?
Habe eigentlich gedacht, ist ja kein Problem....
Bei der Material Prüfung hat sich leider gezeigt das der Unterlenker ein 1.7035 legierter Vergütungsstahl ist und somit nicht schweisbar mit den Fanghaken o_O.
Die Fanghaken sind ein 1.0978 ähnlich S355.
Jetzt muss ich wohl ein Flachstahl und die Augen hinten besorgen und komplett neu machen.
 

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Ruebe

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Nich schweißbar ist ja auch nich ganz richtig.
Du brauchst nur das richtige Verfahren, Gas, Zusatzwerkstoff, Temperatur ect.

Machbar ist alles, spielt sich halt alles zwischen Daumen und Zeigefinger ab.
 
bo1980

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Machbar ist viel aber nicht Sinnvoll. Das Material ist schwer schweißbar und für Schweißkonstruktionen nicht geeignet. Steht so im Datenblatt
 
christian_vogtland

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Naja, das das kein Wald-und Wiesenstahl ist hätte ich mir schon gedacht.
Aber das es so kompliziert ist....es gibt ja durchaus einige die das umbauen, auch mit Videoanleitung usw.

Musst Du jetzt die unterlenker komplett neu bauen?
 
Ruebe

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Frage: Welche Prüfung habt ihr gemacht um das Material rauszubekommen? Habt ihr das mit nem RFA/PMI Gerät gemacht oder eine Probe auswerten lassen?
Ich frage nur, weil beim PMI-Messen auch gern mal was daneben gehen kann. Das ding misst halt alles mit, ob Farbe, beschichtung oder Rost. Das muss dann an der Stelle richtig sauber sein und man sollte wirklich an mehreren Stellen messen.
 
bo1980

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Ja das hab ich auch nicht erwartet. Ich nehme jetzt ein Flachstahl S355 20x80 und baue den Unterlenker komplett neu.

Frage: Welche Prüfung habt ihr gemacht um das Material rauszubekommen? Habt ihr das mit nem RFA/PMI Gerät gemacht oder eine Probe auswerten lassen?
Welches Gerät weiß ich nicht, mein Metallbauer hat das im Geschäft. Er hat mehrere Stellen geprüft, das Ergebnis war immer das gleiche.
 
Joachim

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meine 50ct zu dem Thema:

Ich würde mal sagen, du bist vermutlich der erste der vor dem anschweißen eine Materialprüfung gemacht hat :like und alle (?) anderen haben es bisher wohl "einfach gemacht" - also Fanghaken gekauft, keinen Kopf gemacht, angeschweißt und fertig. :ka:

Kenne ich auch aus der Landmaschinen-Branche nicht anders, das wenn die Fanghaken oder auch Augen malade sind, einfach was neues angeschweißt wird. Von abgebrochenen Fanghaken habe ich da bisher ehrlich gesagt noch nichts gehört/gelesen, selbst bei Schweißnähten die schon optisch nicht meinen Laien-ansprüchen genügen würden. ;)

Mein 7745 hatte ab Werk Fanghaken - wenn man komplette Unterlenke haben wollte, könnte man auch die vom Proxima nehmen - da sind die Fanghaken CAT2 dran und die Unterlenker selbst sind auch stabiler wie ab Werk bei der UR1. Anpassung ist da wohl nur an den Kugelaugen Schlepperseitig nötig (sind 1-2mm zu breit).

Was ich aber schon gelegentlich mal gehört/gesehen habe sind gebrochene Unterlenker bei der UR1 - also vornehmlich am Bolzenloch der Hubstrebenaufnahme. Aber abgerissene Fanghaken eher noch nicht. :denk2: :ka:
 
bo1980

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meine 50ct zu dem Thema:

Ich würde mal sagen, du bist vermutlich der erste der vor dem anschweißen eine Materialprüfung gemacht hat :like und alle (?) anderen haben es bisher wohl "einfach gemacht" - also Fanghaken gekauft, keinen Kopf gemacht, angeschweißt und fertig.
Irgendjemand muß ja mal der erste sein :D
Haben auch bestimmt nicht alle Modelle das gleiche Material für den Unterlenker.
 
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Also ich habe meine Fanghaken einfach angeschweißt, so wie in den vielen Videos.
Das hintere Teil mit den Kugel abgeflext, direkt nach der Halteplatte für die Kugeln. Weshalb da? Damit ich noch ein kurzes Stück von dem Winkel habe, wie die Fanghaken ausgerichtet sein müssen. Fertig.
Am Wochenende werden sie montiert und es wird sich im Holz zeigen, ob sie halten :cool: :cool: :cool:
Bild gibt's nach dem Einbau.
 
Ruebe

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Kleiner Tipp am Rande:
Nahtvorbereitung anfasen, am besten zu einer X-Naht. Mach dir ein paar Kraterbleche zum zusammenheften der beiden Teile. Dann brauchst du nicht im Nahtbereich heften und die Wurzel bleibt sauber und du kannst auf dem Kraterblech starten und absetzten.
Und dann das ganze noch schön Vorwärmen auf 80°C-120°C. und immer abwechselnd von beiden Seiten schweißen und die Lagen mit der Flex richtig blank putzen. Wenn du fertig bist schön Langsam abkühlen lassen, am besten mit was feuerfestem einwickeln, zur not tuts da auch Steinwolle.
 
Joachim

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Oder einfach zum Metallbauer oder Fahrzeugbauer geben - dann ist man selbst wohl auch aus der direkten Haftung raus wenns doch brechen sollte. ;)
 
Joachim

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Also da würde ich fast wetten, dass es kein Problem ist jemanden zu finden der den nötigen Pass hat und es schweißt.
Zur not der nächste Landmaschinenhändler mit Werkstatt.
Ich würde auch wetten das die sich da alle mal gar keinen Kopf drum machen werden. :ka: ;)
 
Joachim

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Na wie gesagt, die vom Proxima kann man ab 5211 relativ einfach anpassen (nur die Kugeln sind zu breit) - man brauch dann aber eventuell auch die Proxima Hubstreben. David hat das bei seinem Zetor 7745 Turbo so mal gemacht und heut noch dran. Auf jeden Fall sind die Proxima Unterlenker vom Material stärker (und schwerer). ;)
Für die UR1 gabs auch mal fertige, aber das ist immer teurer als selbst anschweißen/lassen gewesen.
 
John95

John95

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Also da würde ich fast wetten, dass es kein Problem ist jemanden zu finden der den nötigen Pass hat und es schweißt.
Zur not der nächste Landmaschinenhändler mit Werkstatt.
Ich würde auch wetten das die sich da alle mal gar keinen Kopf drum machen werden. :ka: ;)
Das gebe ich @Joachim recht, wir brutzeln bei jedem Fanghaken dran.
Hatten vor nem Jahr auch nen 5211er der welche bekam.
Einfach machen kein großen Ruß draus machen. ;)
 
take_it_1999

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5211 und einen Menge Probleme daran
Warum sollten die Unterlenker eine Vergütungsstahl sein? Macht doch garkeinen Sinn. Klar hat der ne höhere Festigkeit, aber nur im vergütete (gehärteten Zustand). D.h. der Kern ist weich, aber warum wenn ich dann da Bohrungen durchmache.

Ich würde ja fast drauf tippen, dass der Stahlsorte nicht wirklich gut bestimmbar ist.
 
Ruebe

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Mit einem Röntgenfluoriszenz Analyzer ist das ganz einfach zu bestimmen. Stahl blank machen, draufhalten, 30s messen und Zack, steht da bis auf den Kohlenstoff alles was drin ist und wieviel davon. Anhand dessen spuckt das Gerät auch eine EN/ISO Materialnummer aus bzw. zeigt dir Mögliche Materialien an, die in der Range liegen.
So hab ich es mit @Joachim seinen Zahnrädern ja auch gemacht.

Vielleicht hat da auch schonmal jemand einfach neue aus irgendwelchen Resten gemacht und nu ist es halt 1.7035
 

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