erledigt Gelöst: 1.Gang geht nicht raus Zetor 5945

uli

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Hallo zusammen,
ich bin froh auch einmal ein gelöstes Problem schildern zu können. Der erste Gang ging nicht mehr heraus. Das Problem lag aber etwas anders als die im Forum beschriebenen Themen zum gleichen Problem.
Der Zetor war mit eingelegtem 1. Gang im Wald abgestellt. Danach ließ sich der Gang nicht zurück auf Leerlauf schalten. Der Ganghebel war ein wenig stärker als sonst in Richtung Armaturenbrett verdreht. Man konnte logischerweise nur mit getretener Kupplung starten und dann im Ersten vorwärts fahren. Schnell, Leerlauf, Ackergang ließ sich schalten.
Zunächst haben wir die Sicherungen (die drei Mittleren der fünf Schrauben auf dem Getriebedeckel) heraus geschraubt. Diese waren praktisch gar nicht abgenutzt. Der Erste Gang ließ sich aber nicht durch diese Öffnung verschieben.
Dann haben wir den Ganghebel und seine Kugellagerung abmontiert. Dabei fiel der Y-förmige Betätigungshebel mit dem Kulissenstein heraus. Die Schieber der Gänge ließen sich dann mit einem Schraubendreher relativ leicht verschieben (schalten). Die Schaltung zeigte kaum Verschleiß. Nur die Kugellagerung des Schalthebels hatte Kratzer und Spuren von Reibung (Sand? Die Gummimanschette war defekt).
Nachdem wir alles zusammengeschraubt hatten, konnte man im Leerlauf starten. Allerdings war der 1. Gang nach ein paar Schaltvorgängen wieder bombenfest.
Nach dem Aufschrauben war wieder alles gut zu schieben. Grrrr!

Es hat einige Zeit gebraucht, bis ich das Problem verstanden habe. Durch den Verschleiß des Kugelgelenks konnte der Kulissenstein beim Einlegen des 1.Gangs aus der Kulisse heraus oben auf die Schiebestange geraten. Von da aus konnte er aber wegen eines leichten Grats am Kulissenstein nicht den Weg zurück finden sondern blockierte alles komplett.
Lösung: Ich habe den Kulissenstein in Richtung 1.Gang etwas abgeschliffen, so dass er nicht mehr hängen bleiben konnte. Die Druckfeder unten am Ganghebel konnte ihn nun wieder leicht in die richtige Raste einrasten. Die Schaltung geht jetzt viel leichter als vorher, weil der Kulissenstein wohl schon länger an der Toleranzgrenze war.

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oldtimerfreund

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Hallo Uli,
sowas passiert meist dann wenn man(n) es nicht gebrauchen kann, aber gut gelöst für eine Feld- oder besser Waldreparatur.:like
 
Joachim

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Super, immer schön wenn sich jemand auch einfach mal direkt mit ner Lösung zu Wort meldet. :like
 

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